Chat-Nachlese von

Pamela Rendi-Wagner:
"Feministin, was sonst?!"

© Video: News

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner stellte sich im News-Chat den Fragen der User und Userinnen. Den ganzen Chat zum Nachlesen.

THEMEN:

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner war am Mittwoch zu Gast im News-Chat. Eine Stunde stellte Sie sich den Fragen der User. Der ganze Chat zum Nachlesen. Sollte Ihre Frage nicht beantwortet worden sein, hat Frau Rendi-Wagner ein Angebot "Wer noch mehr hat, kann sie mir gerne schicken an pamela.rendi-wagner@spoe.at"

Die weiteren Wahl-Chats:

9. September, 14 bis 15 Uhr: Petra Steger (FPÖ)
Zum Nachlesen: Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger
Zum Nachlesen: Martin Balluch (Liste Jetzt)
Zum Nachlesen: Werner Kogler (Die Grünen)

Von der ÖVP war leider niemand bereit, beim News-Wahlchat teilzunehmen

Was ist der entscheidende Unterschied zwischen der SPÖ und den Grünen?
Die SPÖ steht für eine sozial verträgliche Umwelt- und Klimapolitik, die die Verantwortung nicht alleine auf die Bürgerinnen und Bürgern abschiebt, sondern den Menschen umweltfreundliches Verhalten ermöglicht, zB durch das SPÖ-Klimaticket um 3 Euro für alle Öffis in ganz Österreich.

Sie haben sich den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben. Wie geht das damit zusammen, dass sich die SPÖ gegen eine CO2-Steuer ausspricht?
Pendlerinnen und Pendler, die aufs Auto angewiesen sind, dürfen nicht durch eine Co2-Steuer bestraft werden. wenn sie allerdings freiwillig auf Öffis umsteigen, sollen sie belohnt werden durch die große Pendlerpauschale soll das Öffi-Pendeln belohnt werden durch den SPÖ-Klimabonus. Ich will eine Co2-Steuer europaweit für die großen Klimasünder.

»Wir haben noch 6 Wochen bis zur Wahl, dann entscheiden die ÖsterreicherInnen«

Liebe Frau Rendi-Wagner, der Wirtschaftsbund pocht darauf, dass Asylwerber ihre Lehre abschließen dürfen - unabhängig vom Ausgang ihres Verfahrens. Wie sehen Sie das?
Genauso. Es gibt in Österreich derzeit einen Fachkräftemangel. Damit ist auch der Wirtschaft geholfen.

Wenn die SPÖ bei der Nationalratswahl zweitstärkste Partei wird, würden Sie dann mit der ÖVP eine Koalition eingehen?
Wir haben noch 6 Wochen bis zur Wahl, dann entscheiden die ÖsterreicherInnen und dann sprechen wir über mögliche Koalitionen. Wir schließen allerdings schon jetzt eine Partei aus, das ist die FPÖ.

Was schätzen Sie an Ihrer Partei zurzeit am meisten?
Dass sie die einzige Partei ist, die sich für gerechte Chancen auf ein gutes Leben für alle einsetzt in Österreich.


Ich hatte eigentlich vor, die SPÖ zu wählen. Doch die Parteipositionierung, die mir auf wahlkabine.at ersichtlich wurde, macht mich sprachlos. SPÖ sagt „Nein“ zu „Soll sich Österreich für eine zivile, EU-finanzierte Seenotrettung einsetzen. Warum?
Die SPÖ ist für Seenotrettung. Diese Aufgabe muss im Auftrag der EU organisiert sein.

Was möchten Sie im Bereich Mindestpensionen verbessern?
Im Bereich der Mindestsicherung ist uns ein großer Erfolg gelungen, indem wir die Mindestpension auf 1.200 Euro im Monat bei 40 Beitragsjahren erhöhen konnten. Und das war eine SPÖ-Initiative.

»Wir wollen den Menschen die Ängste nehmen«

Eine konkrete Frage möchte ich nicht stellen. Aber Mut zusprechen: Frau Rendi-Wagner, Sie packen das schon! Die besten Wünsche von mir!
Vielen Dank, ich bin überzeugt, am Ende siegt die Menschlichkeit.

Kurz dachte man, der Ibiza-Skandal würde einen politischen Umschwung bringen. Mittlerweile scheint es aber, als würde (fast) alles beim Alten bleiben. Wie kann das sein?
Populisten setzen auf die Ängste der Menschen. Wir wollen sie ihnen nehmen.

Ich bin Mutter von drei Kindern und arbeite in einem Teilzeitjob. Mein Mann ist Angestellter. Mit Müh' und Not geht sich einmal im Jahr ein Urlaub aus. Wenn ich Ihnen meine Stimme gebe, was würde sich verändern, damit es Familien wie meine finanziell künftig besser haben?
Ich will, dass alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr einen Anspruch auf einen ganztägigen Kinderbetreuungsplatz haben, damit Sie als Mutter die volle Wahlfreiheit haben, ob Sie arbeiten wollen oder nicht. Ich fordere, dass der Familienbonus für alle Kinder 1.500 Euro im Jahr beträgt, unabhängig zum Einkommen der Eltern.

© News/Brandtner SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im News-Chat

Immer mehr LehrerInnen sind in den Schulen überfordert. Einige Kinder haben nicht ausreichende Sprachkenntnisse. Wie wollen Sie diese Situation verbessern?
Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Ich will 5.000 LehrerInnenn zusätzlich an Österreichs Schulen, damit sowohl die Lehrer entlastet werden und die Schüler einen guten Unterricht bekommen.

Sind Grenzkontrollen für Sie vorstellbar?
Wir sind für sichere EU-Außengrenzen.

Was halten Sie von dem Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens? Und wie realistisch ist es, solch ein Konzept in Österreich umzusetzen?
Wir wollen einen Mindestlohn von 1.700 Euro und das steuerfrei, weil jeder der arbeitet, soll auch gut davon leben können. Und jene, die Arbeit suchen oder nicht arbeiten können, müssen auch abgesichert sein.

Sie haben zwei Töchter, sind Parteichefin und Spitzenkandidatin. Wie bekommen Sie Kind und Karriere unter einen Hut?
Durch gute Organisation und einen unterstützenden Ehemann. Aber jeder Tag ist auch eine Herausforderung.

Was für Musik hören Sie?
Meistens bestimmen meine Kinder das Radioprogramm.

Auf 70 Vorlesungsplätze kommen oft 500 Studenten. Was will die SPÖ ohne Studiengebühren machen?
Die SPÖ steht für den freien Hochschulzugang. Es braucht eine durchdachte Studienplatzfinanzierung und ausreichend finanzielle Mittel für die Hochschulen.

Macht Ihnen der Rechtsruck in Europa oder auch in Österreich Sorgen? Woran liegt es, dass die Rechten dazugewinnen?
Die Menschen in Europa sind verunsichert durch Entwicklungen wie Digitalisierung und diverse Krisen in der Vergangenheit. Manche politischen Strömungen missbrauchen diese Ängste. Das sind gefährliche Entwicklungen. Der Nährboden für rechtspopulistische Parteien ist die soziale Ungleichheit. Deshalb müssen wir hier ansetzen und die soziale Gerechtigkeit in ganz Europa zum obersten Ziel erklären.

»Eine zentrale Zukunftsfrage ist die Klimakrise«

Wie könnte es gelingen, die SPÖ wieder für jüngere Menschen zu öffnen und attraktiv zu machen? In gefühlt allen Gremien und höheren SPÖ nahen Funktionen sitzen alte weiße Männer.
Ich bin die erste Frau an der Spitze der SPÖ, an meiner Seite gibt es auf der Liste viele junge KandidatInnen wie Julia Herr.
Eine zentrale Zukunftsfrage ist die Klimakrise vor allem für junge Menschen. Hier bieten wir konkrete Lösungen.

Ärzte sind heillos überfordert. Niemand hat mehr ein offenes Ohr und Zeit für die Patienten. Es muss sich etwas ändern. Wie stehen Sie dazu, Frau Rendi-Wagner?
Im Zentrum jeder medizinischen Behandlung soll ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch stehen und das soll etwas wert sein und dazu braucht es auch genügend Ärztinnen und Ärzte.

Wie sieht die SPÖ die Zukunft des Bundesheeres? Welche Aufgaben müssen in Zukunft bewerkstelligt werden und wie viel Geld wird dazu zur Verfügung gestellt werden müssen?
Das österreichische Bundesheer erfüllt wichtige Aufgaben wie Katastrophenschutz und Wahrung der Sicherheit und Landesverteidigung. Dazu muss das Bundesheer ausreichend finanziert werden, um diese Aufgaben auch weiterhin erfüllen zu können. Dafür zu sorgen wird eine der Aufgaben der nächsten Bundesregierung sein.

Wie schaut es konkret mit dem Tierschutz aus? Habt ihr vor etwas zu tun?
Ich sage qualvollen Tiertransporten quer durch Europa den Kampf an. Die Tiere leiden, das Klima leidet und unsere Gesundheit leidet. Wir wollen die regionale Landwirtschaft und die heimischen Bauern fördern und die Tiertransporte drastisch reduzieren.

Sind Sie Feministin?
Selbstverständlich, was sonst?!

Kommentare

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