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Champions League-Qualifikation:
Rapid trifft auf Ajax Amsterdam

Meister Salzburg bekommt es entweder erneut mit Malmö oder Schalgiris zu tun

Zoran Barisic © Bild: GEPA pictures/ Patrick Leuk

Rapid trifft in der dritten Runde der Qualifikation für die Fußball-Champions-League auf Ajax Amsterdam. Dies ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg trifft in der dritten Qualifikationsrunde zur Fußball-Champions-League entweder auf Malmö FF oder Schalgiris Vilnius. Spieltermine sind der 28./29. Juli und 4./5. August. Beide Austro-Clubs bestreiten die erste Partie vor eigenem Publikum.

Rapid trifft erstmals auf den niederländischen Rekordmeister, der zu den erfolgreichsten Clubs Europas zählt. Ajax gewann dreimal den Meistercup (1971-1973) und je einmal die Champions League (1995), den Cup der Cupsieger (1987) sowie den UEFA-Cup (1992) und brachte es bisher auf 33 nationale Meistertitel und 18 Cup-Triumphe. Die vergangene Saison beendete der Hauptstadt-Verein aber nur auf Rang zwei, der Rückstand auf Champion PSV Eindhoven betrug 17 Punkte. Absolute Top-Stars scheinen im Ajax-Kader nicht auf - der Rapid-Kontrahent sieht sich auch als Ausbildungsclub und setzt vornehmlich auf junge Spieler, die von wenigen Arrivierten wie Goalie Jasper Cillessen, Offensivspieler Lasse Schöne oder den zuletzt von Hertha BSC geholten Verteidiger Johnny Heitinga geführt werden sollen.

Als Trainer fungiert Frank de Boer, der schon beim bisher letzten Kräftemessen der Niederländer mit einem österreichischen Club auf der Bank saß. Im Februar 2014 zog man im Sechzehntelfinale der Europa League gegen Red Bull Salzburg mit 0:3 (daheim) und 1:3 (auswärts) klar den Kürzeren. Außerdem schied Ajax 1989 in der ersten UEFA-Cup-Runde gegen die Austria aus, dafür kam der Rekordmeister 2002 in der Champions-League-Quali gegen den GAK und 1992 in der ersten UEFA-Cup-Runde gegen Salzburg weiter.

"Haben alles zu gewinnen und nichts zu verlieren"

Der Hütteldorfer Sportdirektor Andreas Müller bezeichnete Ajax als "Top-Mannschaft mit viel Tradition", die Vorfreude sei riesig. "Wir haben alles zu gewinnen und überhaupt nichts zu verlieren. Für die Fans und den Verein ist das eine tolle Herausforderung und eine große Motivation", sagte der Deutsche, der sich durchaus Chancen auf einen Aufstieg ausrechnet. "In jedem Match hat man eine Chance, zu gewinnen."

Sollte sich Rapid tatsächlich gegen Ajax durchsetzen, könnten im Champions-League-Play-off, der letzten Hürde vor der Gruppenphase, Gegner wie Manchester United warten. Im Falle eines Ausscheidens gegen die Niederländer würde es für die Grün-Weißen im Europa-League-Play-off weitergehen.

Salzburg winkt Wiedersehen mit Malmö

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg winkt in der Qualifikation zur Fußball-Champions-League erneut ein Duell mit Malmö FF. Das Zweitrunden-Hinspiel zwischen Malmö und Schalgiris Vilnius endete am Donnerstag mit einem 0:0 in Schweden. "Wir haben den Vorteil, dass wir die beiden potenziellen Gegner noch live beobachten können. Wir werden uns so viele Informationen wie möglich zum Gegner beschaffen und uns sehr genau auf das Spiel vorbereiten", sagte Salzburg-Trainer Peter Zeidler in einer ersten Reaktion.

Gegen Schwedens Rekordmeister schieden die Bullen letztes Jahr nach einem 2:1-Heimsieg und einer 0:3-Auswärtsniederlage aus. Für die Salzburger war dies ein nur schwer zu verdauender Tiefschlag, wie der inzwischen zurückgetretene Trainer Adi Hütter stets betont hatte.

Malmös Star heißt Markus Rosenberg. Der 32-jährige Kapitän und Topstürmer spielte als Legionär für Ajax Amsterdam, Werder Bremen oder West Bromwich, ehe er in seine Heimatstadt zurückkehrte. Rosenberg war mit zwei Toren im Vorjahr auch ein entscheidender Faktor beim Aus der Salzburger. Betreut wird Malmö nach wie vor vom Norweger Aage Hareide.

Oder wird es doch Schalgiris?

Schalgiris ist fünffacher litauischer Meister, im Vorjahr scheiterten die Grünweißen in der Champions-League-Qualifikation in der 2. Runde an Dinamo Zagreb. Trainiert wird der Verein von Valdas Dambrauskas, Teamstützen sind Kapitän und Abwehrchef Deividas Semberas oder Mittelfeldspieler Mantas Kuklys.

Beim 0:0 in Malmö verteidigte Schalgiris jedenfalls solide und rang dem Favoriten ein torloses Remis ab. Gegen Salzburg spielte Schalgiris bereits im Play-off zur Europa League 2013. Damals setzten sich die Mozartstädter mit 5:0 (h) und 2:0 (a) durch.

WAC winkt EL-Quali-Duell mit Dortmund

Dem WAC winkt in der dritten Qualifikationsrunde für die Fußball-Europa-League ein Duell mit Borussia Dortmund. Sollten die Kärntner nach dem 1:0 bei Schachtjor Soligorsk am kommenden Donnerstag in Klagenfurt den Aufstieg unter Dach und Fach bringen, ginge es am 30. Juli daheim und am 6. August auswärts gegen den deutschen Spitzenclub, wie die Auslosung am Freitag in Nyon ergab.

WAC-Trainer Dietmar Kühbauer nahm die Aussicht auf Duelle mit dem Champions-League-Finalisten von 2013 und achtfachen deutschen Meister mit großer Freude auf. "Wenn wir weiterkommen sollten, könnte es kein besseres Los geben. Über die Schwere dieser Aufgabe müssen wir nicht diskutieren, aber von der Attraktivität her wünscht sich jeder so einen Gegner", sagte der Burgenländer.

Allzu sehr wollte sich Kühbauer aber noch nicht mit dem BVB beschäftigen - schließlich steht noch das Rückspiel gegen Soligorsk auf dem Programm. "Wir dürfen jetzt nicht groß reden, sonst stehen wir ziemlich blöd da, wenn wir es am Donnerstag nicht schaffen. Aber dieses Los muss ein zusätzlicher Antrieb sein, damit wir gegen Soligorsk aufsteigen", forderte der Coach.

Die Gegner von Sturm und Altach

Sturm Graz trifft in der 3. Runde - wie alle anderen österreichischen Europacup-Vertreter zuerst zuhause - auf den russischen Erstligisten Rubin Kasan, der SCR Altach trifft bei seiner Premiere auf internationalem Parkett auf den portugiesischen Vertreter Vitoria Guimaraes. Spieltermine sind der 30. Juli und 6. August.

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