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Ibrahimovic sieht Rot

PSG beweist gegen Valencia seine Klasse - Ausschluss macht es wieder spannend

Zlatan Ibrahimovic, Rot bei FC Valencia gegen Paris St. Germain, Champions League © Bild: Getty/AFP//Lago

Auf dem anvisierten Weg in Europas Fußball-Olymp hat Paris St. Germain seine Klasse aufblitzen lassen. Das 2:1 der Franzosen im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Valencia zeigte am Dienstagabend auf, dass die katarischen Millionen nicht schlecht investiert wurden. Ein später Gegentreffer sowie der unnötige Ausschluss von PSG-Star Zlatan Ibrahimovic lassen die Spanier aber noch von der Wende am 6. März in Paris träumen.

"Wir sollten zufrieden sein, aber am Ende lief es nicht gut für uns. Valencia ist eine gute Mannschaft. Wir müssen vorsichtig sein", sagte PSG-Trainer Carlo Ancelotti. Dem Italiener war aber klar, dass die Chancen auf den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale seit der Saison 1994/95 gut stehen. Auch PSG-Sportdirektor Leonardo stellte fest: "Ich denke, wir haben eine starke Botschaft gesendet."

Getrübt wurde die Vorstellung nur von der Last-Minute-Aktion von Ibrahimovic. Der exzentrische Schwede sah nach einem harten Einsteigen an der Outlinie, das der italienische Schiedsrichter Tagliavento etwas streng ahndete, zum dritten Mal im Champions-League-Einsatz Rot. "Ich denke, der Ausschluss war nicht gerechtfertigt. Aber das ist Fußball", meinte Ancelotti. Ibrahimovic wird nun zumindest im Rückspiel auf der Tribüne Platz nehmen.

Ob Valencia, das in der Königsklasse im Mestalla erstmals seit September 2010 wieder verlor, davon entscheidend profitiert, darf bezweifelt werden. Ibrahimovic lieferte in Spanien nämlich eine in Anbetracht seines Könnens unscheinbare Leistung ab. "Die Wahrheit ist, dass PSG zu Hause sehr stark ist. Sie haben eine beeindruckende Bilanz im Parc des Princes - auch ohne Ibra. Wir brauchen nicht glauben, dass es ohne Zlatan leichter für uns wird", urteilte Valencias Torschütze Adil Rami.

PSG beweist seine Qualität

Der französische Teamverteidiger hatte erst in der 90. Minute die Torsperre der Gäste durchbrochen. Davor verteidigte PSG den Zwei-Tore-Vorsprung nach Treffern der beiden Argentinier Ezequiel Lavezzi (10.) und Javier Pastore (43.) ohne großes Zittern. Beim in den vergangenen vier Jahren mit rund 250 Mio. Euro aus Katar aufpolierten Hauptstadt-Club zeigte sich, dass Qualität eingekauft wurde.

Nicht nur die Offensive mit Lavezzi, Pastore, dem unberechenbaren Ibrahimovic sowie Brasiliens Jungstar Lucas Moura überzeugte. Auch die Abwehr um den Brasilianer Alex scheint sattelfest. In der Gruppenphase ließ Paris nur drei Gegentore zu, in der französischen Ligue 1 kassierte der Tabellenführer in 24 Spielen nur 13 Tore.

Beckham noch Zuseher

Der neueste Pariser Einkauf David Beckham sah von der Tribüne aus eine auch auf diesem Niveau funktionierende Mannschaft. Inwiefern der 37-jährige Engländer in dieser noch Platz findet, wird sich zeigen. Am Mittwoch absolvierte Beckham die erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team. "Er wird uns dabei helfen, besser zu werden", meinte Ancelotti über den Altstar. Dessen Debüt scheint im Schlager gegen Marseille am 24. Februar wahrscheinlich.

David Beckham, Valencia gegen PSG, Champions League
© Gettyy/Ramos Neuzugang David Beckham darf bei PSG vorerst nur zuschauen. (Bild: Getty/Ramos)

Bis dahin wird gerade im Anbetracht der Vorstellung von Valencia über den Wert von Beckham für PSG gestritten werden. Zweifel sind zumindest für Zinedine Zidane nicht angebracht. Frankreichs Ex-Starkicker brach eine Lanze für seinen ehemalige Teamkollegen bei Real Madrid. "Auch wenn er 37 Jahre alt ist und nicht in jedem Spiel 90 Minuten auf dem Platz steht, kann er ein Spiel in 20 oder 30 Minuten entscheidend beeinflussen", erklärte Zidane. "Er ist ein wirklich großartiger Profi, von dessen Professionalität einige Spieler profitieren können."

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