Fussball von

Champions League:
Losglück für Bayern

Münchner treffen im Viertelfinale auf den FC Porto - Atletico wieder gegen Real

Champions League © Bild: GEPA pictures/Witters/Sebastian Widmann

Atletico Madrid erhält in der Fußball-Champions-League die Chance zur Revanche am großen Stadtrivalen Real. Im Viertelfinale kommt es zu einer Neuauflage des dramatischen Vorjahresendspiels. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Bayern München mit ÖFB-Star David Alaba bekommt zuerst auswärts mit dem FC Porto zu tun. Die Hinspiele steigen am 14./15. April, die Rückspiele am 21./22. April.

Wie schon in der Gruppenphase duellieren einander Paris St. Germain und der FC Barcelona. PSG-Superstar Zlatan Ibrahimovic fehlt gegen seinen Ex-Club nach einer harten Roten Karte im Achtelfinale gegen Chelsea aber im Hinspiel gesperrt. Italiens Serienmeister Juventus Turin trifft auf Außenseiter AS Monaco, der sich im Achtelfinale gegen Arsenal durchgesetzt hatte.

Die Erinnerungen an das Finale 2014 in Lissabon sind in Madrid immer noch allgegenwärtig. Verteidiger Sergio Ramos rettete Real erst in der Nachspielzeit mit einem Kopftor in die Verlängerung. Dort setzte sich der Rekordgewinner von Europas Königsklasse dann mit 4:1 durch. Atletico krönte sich zwar zum Meister, wartet aber weiterhin auf seinen ersten Triumph in der Champions League.

Schon sechs Saisonduelle

Sechsmal sind die Stadtrivalen bisher in dieser Saison aufeinandergetroffen. Real hat noch kein Spiel gewonnen. In der Liga setzte es am 7. Februar sogar eine peinliche 0:4-Pleite. "Es wird ein schwieriges Spiel. Wir müssen in der Abwehr besser sein", erklärte Real-Direktor Emilio Butragueno. "Atletico ist ein starkes, kompaktes Team. Aber wenn man ins Finale will, muss man da drüberkommen. Wir sind der Titelverteidiger, also werden wir unser Bestes geben."

Die jüngste Form spricht allerdings auch nicht unbedingt für Real. Von den jüngsten vier Pflichtspielen haben die Königlichen nur eines gewonnen. Selbst nach einem 2:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel gegen Schalke mussten sie im Rückspiel (3:4) noch zittern. "Wichtig ist, dass wir unsere vielen Verletzten schnell wieder an Bord bekommen", meinte Butragueno. "Die drei Wochen (bis zum Viertelfinale) sind noch eine lange Zeit."

Bayern gegen Porto

Die nächste Hürde der Bayern auf dem Weg zum angestrebten Finale am 6. Juni in Berlin ist der Endspielgegner von 1987. Damals hatte sich Porto dank eines Fersler-Tores von Rabah Madjer im Wiener Prater mit 2:1 durchgesetzt. "Es gibt sicher unangenehmere Gegner", meinte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. "Wir sind mit der Auslosung zufrieden", bestätigte Teamkollege Thomas Müller. "Es hätte schlimmer kommen können."

Die Bayern gelten nach ihrer 7:0-Gala im Achtelfinal-Rückspiel gegen Schachtar Donezk als klarer Favorit. Auf die leichte Schulter nehmen wollen sie den aktuellen Tabellenzweiten der portugiesischen Liga aber nicht. "Porto hat seine Klasse gezeigt", warnte Lahm. "Portugiesische Mannschaften sind spielstark, technisch versiert und wollen gerne den Ball haben. Wichtig ist, dass wir unsere Leistung abrufen."

In der Favoritenrolle befindet sich auch Juventus gegen den AS Monaco. PSG dagegen macht sich Hoffnungen, Barcelona wie schon in der Gruppenphase zu fordern. Einem 3:2-Heimsieg der Pariser folgte auswärts ein 1:3. "Paris ist ein alter Bekannter", sagte Barcas Vizepräsident Jordi Mestre. "Das ist eine sehr starke Mannschaft." Im Vorjahr war für beide Teams im CL-Viertelfinale Endstation.

EL: Dragovic mit Kiew gegen Fiorentina

In der Europa League bekommen es ÖFB-Teamspieler Aleksandar Dragovic und sein Club Dynamo Kiew im Viertelfinale mit ACF Fiorentina zu tun. Mit dem Cup der Cupsieger 1975 und 1986 hat Dynamo bereits zwei Europacup-Trophäen gewonnen. In 18 Duellen mit italienischen Clubs gab es bisher aber nur zwei Siege. Die Fiorentina überzeugte am Donnerstag zudem ihrerseits mit einem 3:0 im italienischen Duell bei AS Roma. Von seinen jüngsten 17 Pflichtspielen hat der Club aus Florenz nur eines verloren.

Auch der deutsche Tabellenzweite VfL Wolfsburg bekommt es nach dem Achtelfinal-Triumph gegen Inter Mailand mit dem SSC Napoli neuerlich mit einem italienischen Vertreter zu tun. Titelverteidiger FC Sevilla trifft auf Zenit St. Petersburg. Dniepro Dniepropetrowsk misst sich im Duell zweier Außenseiter mit dem FC Brügge. Spieltermine sind der 16. und 23. April.

Kommentare