Champions League Asien von

Kung-Fu statt Kicken

Umstrittener Treffer führt in Südkorea zu einer Massenschlägerei nach Eishockey-Vorbild

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    Wilde Szenen spielten sich in der asiatischen Champions League bei der Partie der Suwon Bluewings aus Südkorea und Al Sadd aus Katar ab.

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    Auslöser war ein umstrittener Treffer der Gäste aus Doha.

Ein umstrittener Treffer im Spiel der Suwon Bluewings gegen Al Sadd aus Doha hat in der asiatischen Fußball-Champions-League zu einer Massenschlägerei geführt, die selbst dem härtesten Eishockey-Profi Respekt abringt. Mindestens genauso überraschend ist, dass die Partie lediglich für zehn Minuten unterbrochen wurde und das Tohuwabohu nur drei Ausschlüsse nach sich zog. Andere Länder, andere Sitten.

Es begann mit dem Treffer zum 2:0-Endstand für die Gäste aus Doha. Während die Koreaner mit einer Spielunterbrechung wegen einer Behandlungspause eines Spielers rechneten, erzielte Mamadou Niang das zweite Tor seines Teams, wie die deutsche "Bild" berichtete.

Das verkrafteten offenbar nicht alle Spieler der Heimmannschaft. Was folgte, hätte auch aus einem klassischen Kung-Fu-Schinken stammen können. Schiedsrichter Malik Abdul Bashir aus Singapur schickte im Anschluss nur drei Spieler vom Platz, unter ihnen den Torschützen. Nach zehn Minuten ging es weiter. Gespannt darf man auf das Rückspiel sein, das kommende Woche in Doha stattfinden wird.

Stronach ließ wiederholen
In Österreich reagierte man in einem ähnlichen Fall übrigens ganz anders. Als Christian Mayrleb im Jahr 2000 eine als fair gedachte Rückgabe zum Bregenzer Gegner aufnahm und ein Tor erzielte, wurde die Partie auf Stronach-Anordnung wiederholt.

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