Champions League: Arsenal nach 2:0-Sieg
über Juventus am besten Weg ins Semifinale

Fabregas und Henry treffen - Zwei Mal Rot für "Juve" Keine Tore bei Benfica Lissabon gegen Barcelona

Arsenal London ist in der Champions-League drauf und dran, den nächsten "Großen" des europäischen Klub-Fußballs aus dem Bewerb zu werfen. Nach dem Achtelfinal-Erfolg über Real Madrid siegten die "Gunners" in Highbury gegen Juventus Turin 2:0 (1:0) und stehen damit schon mit einem Bein im Halbfinale, Fabregas und Henry trafen für die Engländer. In Lissabon trennten sich der FC Barcelona und Benfica Lissabon in einem technisch hochklassigen Spiel 0:0.

Arsenal, das bis dato nie über die Runde der letzten Acht in Europas Eliteliga hinausgekommen ist, überraschte den italienischen Meister vor 35.472 Zuschauern mit Tempo-Fußball, der vor allem über seine französischen Stürmer-Star Henry führte. Gemeinsam mit dem 18-jährigen Jungstar Fabregas sorgte er für beide Treffer. Nach einer Kombination über Pires und Henry passte der Franzose zum Spanier, der Juve-Verteidiger Thuram "gurkte" und den Ball an Buffon vorbei zum 1:0 ins rechte Tormann-Eck einschob (40.).

Für die Vorentscheidung im Spiel zeichnete ebenfalls das Duo Henry-Fabregas verantwortlich: Ein Zuspiel des Spaniers drückte der Weltmeister von 1998 im Fallen vom Elfer aus zum 2:0 ins Tor (69.). Juventus blieb in der zweiten Spielhälfte ungefährlich und fiel nur durch zwei gelb-rote Karten in der Schlussphase (87. Camoranesi, 89. Zebina) auf. Im Rückspiel müssen die Turiner zusätzlich auf Ex-Arsenal-Spieler Viera verzichten, der nach seiner zweiten Gelben Karte gesperrt ist.

Viele Chancen, keine Tore in Lissabon
In Lissabon lief das Spiel vor 60.000 Zuschauern wie auf einer schiefen Ebene Richtung Benfica-Tor. Der Tabellenführer aus Spanien spielte Chance um Chance heraus, Benfica-Goalie Moretto stand unter Dauerbeschuss der Barca-Stars. Ronaldinho (7.), Van Bommel (33., 45.) und Eto'o (43.) vergaben jedoch die größten Möglichkeiten, die Superstars gingen in der ersten Spielhälfte beinahe stümperhaft mit den gebotenen Möglichkeiten um. Man hatte das Gefühl, dass die spielerisch überlegenen Spanier den Ball ins Tor tragen wollten.

In den zweiten 45 Minuten änderte sich nur wenig am Spiel, Larsson (57.) und Motta (58.) trafen nur Metall. Doch auch die Portugiesen hatten aus Kontern ihre Möglichkeiten, reklamierten bei zwei angeblichen Handspielen im Strafraum (60., 72.) vergeblich einen Elfmeter.

(apa/red)