Champions League von

Ronaldo in Old Trafford

Manchester United gegen Real Madrid - "Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet"

Cristiano Ronaldo, Real Madrid © Bild: GEPA/Cuesta

Für viele etwas zu früh "erschüttert" heute (20.45 Uhr/live Puls4) im Achtelfinale das Gigantenduell zwischen Real Madrid und Manchester United die Champions League. "Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet", sagte etwa Real-Coach Jose Mourinho. Ein Spieler wird im Bernabeu-Stadion der spanischen Hauptstadt besonders im Fokus stehen: Reals Torjäger Cristiano Ronaldo trifft erstmals auf jenen Club, bei dem sein Aufstieg vom Talent zum Weltstar begann.

Und gerade rechtzeitig für das Match gegen die seit 14 Pflichtspielen ungeschlagenen Engländer ist der Mann aus Madeira in Hochform: 13 Pflichtspieltore gelangen ihm 2013 bereits, am Wochenende beeindruckte er beim 4:1 gegen den FC Sevilla mit einem Hattrick. Eine bemerkenswerte Steigerung im Vergleich zum November und Dezember, als ihm lediglich fünf Tore gelangen. Gerade im Herbst schienen die Bande zwischen Spieler und Club zu zerreißen, "CR7" ließ durchblicken, er fühle sich in Madrid "unglücklich", wieder einmal wurde er mit einer Rückkehr ins "Theater of Dreams" in Verbindung gebracht. Doch Ronaldo dementierte umgehend, dass es um Finanzielles gehe und gelobte, alles für den Club zu geben.

"Für mich ist das der Höhepunkt"

Das Versprechen hat scheinbar gehalten, die Titelverteidigung in der Primera Division muss man dennoch abschreiben. Sieht man vom Cup ab, ist die Königsklasse für Real die letzte Chance, das weiß auch Ronaldo. "Die Champions League mit Madrid ist eine sehr spezielle Sache, und wir wollen den zehnten europäischen Titel (Meistercup bzw. CL, Anm.) gewinnen. Für mich ist das der Höhepunkt", sagte Ronaldo, der 2008 just mit Manchester United zum bisher einzigen Mal die Champions League gewinnen konnte.

In Manchester nahm die große Karriere des von Sporting Lissabon gekommenen Portugiesen ihren Ausgang, in sechs Saisonen gelangen ihm in 292 Spielen 118 Tore. Zahlen, die er in Madrid freilich längst übertroffen hat: Dort erzielte er in 179 Partien schon 182 Treffer und rangiert unter den besten sechs Torschützen der Vereinsgeschichte. Sein Durchschnittswert von 1,02 Toren pro Spiel ist zudem höher als jener der noch vor ihm liegenden Legenden Alfredo di Stefano (0,77) oder Ferenc Puskas (0,93).

Statistik spricht für Real

"Ich habe schöne Erinnerungen an meine Zeit (in Manchester, Anm.)", sagte Ronaldo, "ich wollte schon seit längerem gegen sie spielen." Die Statistik spricht jedenfalls klar für Real, das sich in den vier bisherigen Duellen drei Mal durchsetzen konnte. Lediglich 1967/68 behielten die Engländer im Semifinale des Meisterbewerbs die Oberhand - und holten sich schließlich zum ersten von drei Mal die wertvollste Trophäe im europäischen Clubfußball.

Im bisher letzten direkten Vergleich behielt das "Weiße Ballett" im CL-Viertelfinale 2002/03 mit dem Gesamtscore von 6:5 die Oberhand. In Old Trafford gelangen dabei Ronaldos brasilianischem Namensvetter drei Treffer. Von den Spielern, die damals am Platz standen, sind lediglich ManUniteds Ryan Giggs und Rio Ferdinand im Aufgebot ihres Teams, Real-Goalie Iker Casillas fällt derzeit verletzt aus.

Alex Ferguson und Jose Mourinho
© Getty/AFP/Yates Das Duell zweier Trainerfüchse: Alex Ferguson und José Mourinho (Getty/AFP/Yates)

Real - ManUnited ist aber auch das Duell zweier großer Trainer, die sich mit viel Respekt begegnen. "Ich fühle mich privilegiert, sein Freund zu sein, weil er einer der wichtigsten Menschen im Fußball, aber vor allem ein guter Mensch ist", sagte Madrids streitbarer Coach Jose Mourinho, der beim 2:0-Erfolg Manchesters über Everton am Sonntag spioniert hatte und auch als Nachfolger von Langzeittrainer Ferguson bei den "Red Devils" gehandelt wird.

Kommentare

Ich freu mich schon riesig auf das heutige Match zwischen Real und Manchester und finde es klasse, dass Puls 4 dieses Spiel und nicht das der Dortmunder überträgt!

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