Challenger-Unglück jährt sich zum 25. Mal:
Gedenkfeier für Opfer in Cape Canaveral

Sieben Besatzungsmitglieder starben bei Katastrophe US-Raumfähre explodierte 1986 Sekunden nach Start

Es war eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der bemannten Raumfahrt: Am 28. Jänner 1986 explodierte die US-Raumfähre "Challenger" nur 73 Sekunden nach ihrem Start und riss sieben Menschen mit in den Tod.

Ein gewaltiger Feuerball war am Himmel zu sehen, als die "Challenger" in rund 15 Kilometern Höhe in tausende Teile zerbarst. Fassungslos verfolgten die Zuschauer auf der Tribüne im Weltraumbahnhof Cape Canaveral und auch die Menschen vor den Fernsehschirmen die Katastrophe. Kommandant Francis R. Scobee und seine Crew - Michael Smith, Judith Resnik, Ellison Onizuka, Ronald McNair, Gregory Jarvis und Christa McAuliffe - kamen dabei ums Leben.

45 Sekunden nach dem Start war die Welt noch in Ordnung: "Triebwerke laufen normal", sagte Steve Nesbitt von der Bodenkontrolle. Nach rund 58 Sekunden tauchten laut NASA-Protokoll bereits die ersten Probleme auf: Flammen waren an einer der Feststoffraketen zu sehen. An Bord weiß man nichts von den Komplikationen. "Ich spüre, wie das Baby anzieht. Woooohoooo!", rief Pilot Michael Smith 60 Sekunden nach dem Start begeistert. Wenig später bestätigt Kapitän Francis R. Scobee eine Schuberhöhung. 73 Sekunden nach dem Start wird dann das letzte Wort eines Besatzungsmitglieds vom Voice Recorder aufgezeichnet: "Uh, oh...", sagte Pilot Smith, dann reißt das Signal zur "Challenger" ab.

Ursache für das Unglück waren schadhafte Dichtungsringe (O-Ringe), die aufgrund der eisigen Kälte in der Nacht vor und am Morgen des Starts brüchig wurden. Dadurch trat ein Teil der Flammen an der Seite der Rakete aus und beschädigte den mit explosiven Wasserstoff gefüllten Außentank. Bereits vor dem Start hatten die Hersteller vor einem möglichen Risiko gewarnt. Die NASA ignorierte die Mahnungen jedoch.

Anlässlich des Jahrestages gedenken Freunde und Angehörige nahe der Unglücksstelle in Cape Canaveral (Florida) in einer Zeremonie der tödlich verunglückten Opfer.

Weiterführende Links:

NASA-Protokoll - Die letzten Minuten auf Band

NASA-Berichte

(red)

Kommentare

Challenger-Unglück! Opfer des Fortschritts; vielleicht auch Schlamperei und Zeitdruck!!!

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