Cerberus verkauft BAWAG-Beteiligungen: Auch Bösendorfer-Verkauf schon eingeleitet

"Lehman Brothers" sucht Käufer für Lotterien-Anteil

Der neue BAWAG-Eigentümer Cerberus startet nun den Verkauf von Beteiligungen der Bank. Für den 36-prozentigen Anteil an den Österreichischen Lotterien sei die Investmentbank Lehman Brothers mit der Käufersuche beauftragt worden, berichtet der "Kurier".

Beim Fernsehsender ATV ist wie berichtet , 24. September, eine Aufsichtsratssitzung anberaumt worden. Insider rechnen damit, dass Mehrheitseigentümer und Aufsichtsratschef Herbert Kloiber bei dieser Gelegenheit Auskunft über den anstehenden Verkauf der BAWAG-Anteile geben wird.

Bösendorfer
Der Verkauf der Klavierfabrik Bösendorfer sei eingeleitet, als potentester und damit wahrscheinlichster Käufer gelte der japanische Yamaha-Konzern, heißt es in der "Kronen Zeitung".

Lotterien-Anteil
Als Preis für den Lotterien-Anteil werden um die 200 Mio. Euro kolportiert. Interessiert sind die Casinos Austria, die bereits 34 Prozent an den Lotterien besitzen und ein Vorkaufsrecht haben. Casinos-Boss Karl Stoss dazu im "Kurier": "Wenn die Cerberus-Leute kommen, die ich ja kenne, werde ich gerne sagen: Reden wir." In den Casinos soll der Kaufpreis aber eher bei 100 als bei 200 Mio. Euro gesehen werden.

Verkauf des Anteils des Casinos Austria
Probleme bei der Finanzierung dürften die Casinos nicht haben: Unter Dach und Fach ist mittlerweile der Verkauf des Anteils der Casinos Austria am südafrikanischen Casino-Betreiber "Gold Reef Resorts" für etwa 200 Mio. Euro. "Der Deal ist unter Dach und Fach, es steht nur die Behördengenehmigung aus", so Stoss im "Kurier".

Sollten die Casinos bei den Lotterien zum Zug kommen, sei in der Folge ein Rückzug von dann 70 Prozent auf 51 Prozent denkbar, indem den anderen Gesellschaftern Anteile angeboten würden, so die Zeitung. Beteiligt sind an den Lotterien auch Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Raiffeisen, Erste Bank, Volksbanken, das Bankhaus Schellhammer & Schattera und der ORF. Die Erste Bank hat bereits wissen lassen, nicht aufstocken zu wollen.

(apa/red)