IT-Messe von

Datensicherheit als
Hauptthema der CeBIT

Von Venenscanner bis zum abhörsicheren Smartphone: Datenschutz im Fokus

Venenscanner © Bild: Getty Images/AFP/YOSHIKAZU TSUNO

Die Sorge um die Sicherheit im Internet ist das Hauptthema der CeBIT geworden. Der Datenschutz ist als Reaktion auf die Abhörskandale der letzten Monate in den Mittelpunkt der Branchenschau gerückt.

Bei der CeBIT steht Datensicherheit im Mittelpunkt der Innovationen und Gespräche. Wer abhörsicher telefonieren will, muss im Moment auf Apps oder spezielle Telefone zurückgreifen. So bietet die App "Secure Call" angeblich ein Verschlüsselungslevel, das jenem auf Telefonen hochrangiger Politiker gleicht. Für rund 12 Euro im Monat ist man mit dabei. Die App "Chiffry" bietet zusätzlich die Option, sicher Nachrichten zu verschicken. Beide Apps sind aktuell aber nur für deutsche Handykunden erhältlich.

Abhörsicher Telefonieren

Zwei sichere Smartphones werden auf der CeBIT ebenfalls mit Interesse diskutiert. Das Blackphone von Geekphone und das Simko 3 versprechen sicheres Telefonieren für den Massenmarkt. Dafür heißt es allerdings Abschied Nehmen von Android und iOS - beide Geräte verlangen speziell für diese Zwecke entwickelte Betriebssysteme.

Venenscan statt Fingerabdruck

Auch biometrische Zugangsmethoden werden nach und nach auch für den Endverbraucher eingesetzt. Das Galaxy S5 von Samsung und das iPhone 5S von Apple haben zum Beispiel Fingerabdruck-Sensoren eingebaut. Genau diese sollen aber in Zukunft von einer anderen Technologie abgelöst werden, heißt es. Angeblich sollen Venenscanner zehn Mal sicherer als Iris-Scanner und 100 Mal sicherer als eine Gesichtserkennung sein. Das Venengeflecht der Menschen soll nämlich nicht kopierbar sein. Das macht sich Fujitsu als erster Hersteller zu Nutzen und verwendet einen solchen Sensor in seinen neuen Notebooks.

Praxistest auf CeBIT

Wie der Venenscanner in der Praxis funktioniert, wurde nun auf der CeBIT gezeigt. Das Venenbild wird durch einen Scanner erfasst, was rund zwei Minuten dauert. Ist das Bild einmal gespeichert, muss man nur noch mit der Hand über das Gerät fahren, um es zu entsperren. Wer sich nun vor Diebstählen mit abgehackten Händen fürchtet, kann beruhigt werden: die Technologie funktioniert nur mit einem lebendigen Körperteil, durch das Blut fließt und das Körpertemperatur vorweisen kann.

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