Causa Hypo von

Deutsche Justiz eröffnet Verfahren

Ex-Bank-Chefs Wolfgang Kulterer und Tilo Berlin sowie GraWe-Manager Siegfried Grigg im Visier der Staatsanwaltschaft München.

Causa Hypo - Deutsche Justiz eröffnet Verfahren © Bild: APA/Eggenberger

Wie das Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv auf www.news.at berichtet, hat die Staatsanwaltschaft München jetzt ein neues Verfahren gegen die früheren Chefs der Hypo-Alpe Adria Wolfgang Kulterer und Tilo Berlin, sowie gegen den früheren Hypo-Leasing-Boss Josef Kircher und den Manager der Grazer Wechselseitigen Siegfried Grigg eingeleitet.

Das ist einigermaßen überraschend, da es sich bei den Verdächtigen um Österreicher handelt und eigentlich die Staatsanwaltschaft Klagenfurt zuständig sein sollte. Diese hat jedoch in der Vergangenheit mehrere Verfahren verjähren oder ähnlich gelagerte Verdachtsmomente fallen gelassen.

Beim neuen Verfahren, das unter der Zahl 406 Js 104999/12 wegen des Verdachts des Betruges nach § 236 des deutschen Strafgesetzbuches geführt wird, wird den Verdächtigen vorgeworfen, die BayernLB beim Verkauf der Hypo Alpe Adria arglistig über den Wert der Hypo getäuscht zu haben.

Ausgangspunkt der Ermittlungen sind bereits vorliegende Ermittlungsakten aus anderen Verfahren sowie Zivilprozesse in Wien, bei denen es um die behauptete Eigenmittelfeindlichkeit von Nebenabreden zu Vorzugsaktien geht, mit denen die Hypo einst ihr Eigenkapital aufstockte. Der dabei erhobene Verdacht, dass Bilanzen der Kärntner Bank falsch gewesen sein sollen, wurde von der Klagenfurter Staatsanwaltschaft nie mit sonderlichem Nachdruck verfolgt. Ein Verfahren gegen zwei Beschuldigte verjährte am Tisch der zuständigen Staatsanwältin, in anderen Fällen wurde der Verdacht der Bilanzfälschung von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt fallen gelassen.

Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Sie haben bisher stets betont, nichts Unrechtes getan zu haben. Auch der Vorwurf der Bilanzfälschung wurde bisher – insbesondere im Hinblick auf umstrittene Nebenabreden bei Kapitalerhöhungen über Vorzugsaktien – entschieden zurückgewiesen.

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Kommentare

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Typisch Sobald die oberen 10.000 in einem Verfahren betroffen waeren, laesst die Staatsanwaltschaft solange die Akten liegen - bis diese verjaehrt sind. Jeder normale Buerger waere in dieser Sache schon laengst verdonnert worden. Wann hoert dieses korrupete Rechtssystem endlich auf und arbeitet richtig wie es sich gehoert. Bei uns ist es ja schon bald schlimmer als in Osteuropa wo Korruption sowieso ein Teil der Einnahmen sind. Eigentlich muss man sich schaemen - Oesterreicher zu sein - erst wird die Hypo verstaatlicht und wir duerfen dafuer bezahlen und dann werden nicht mal die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen - Trauriges Oesterreich

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Re: Typisch Vollkommen richtig! Und wenn die bayr. LB den angestrebten Prozess gewinnt? Dann stellen sie Regressansprüche - und wer wird die bezahlen? Wir alle, denn jetzt gehört diese Bank ja uns allen! Und was lernt man daraus ? Nichts! Verschleppung, Verjährung,... das ist die Antwort der Justiz!
Wie Metternich schon sagte: "... der Balkan beginnt hinter Erdberg"

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