Causa Buwog von

Urkunden unterdrückt?

Treuhandgesellschaft umbenannt - Ferint AG soll in entwendeten Akten vorkommen

Causa Buwog - Urkunden unterdrückt? © Bild: APA/Neubauer

Die Affäre um von einem Anwalt entwendete Akten betreffend Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und die Causa Buwog schlägt in Liechtenstein und Österreich weiter hohe Wellen: Laut Liechtensteins Leitendem Staatsanwalt Robert Wallner liegt in der Aktenaffäre der Straftatbestand der Urkundenunterdrückung vor: "Wir gehen davon aus, dass dem Rechtsanwalt vom Gericht klar mitgeteilt wurde, dass die Unterlagen nicht an ihn ausgefolgt werden sollen, weil eben ein neues Rechtshilfeersuchen (aus Wien, Anm.) vorliegt", sagte er im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio.

Die Liechtensteinische Rechtsanwaltskammer hat indes beim dortigen Obergericht ein Disziplinarverfahren gegen jenen Rechtsanwalt beantragt. Außerdem soll Grassers Treuhandgesellschaft Ferint, kurz nachdem die Akten vom Anwalt der Kanzlei Marxer an das Gericht zurückgegeben wurden, aus Effretikon in der Schweiz abgesiedelt und umbenannt worden sein, berichtet die Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger".

Man gehe von Urkundenunterdrückung aus, so Staatsanwalt Wallner. Der Anwalt habe die Unterlagen im Rahmen einer Akteneinsicht ohne Wissen des Gerichts entnommen und aus dem Gericht entfernt. Laut Darstellung der Liechtensteinischen Anwaltskanzlei sind die Vorwürfe "haltlos und ohne jede Grundlage". Das Vorgehen des Anwalts habe keine strafrechtlichen Vorschriften verletzt, denn der Rechtsgrund für die Einbehaltung der Unterlagen durch das Gericht sei weggefallen. Man habe dem Mandanten die Unterlagen "unverzüglich gegen Quittung ausgehändigt". Wallner bestätigte, dass "dieses Faktum im Zuge der Erhebungen bekanntgeworden ist".

Hausdurchsuchung hilft nicht
Die Akten befanden sich sechs Wochen lang außerhalb des Gerichts und waren auch bei zwei Hausdurchsuchungen nicht auffindbar. Gegen den Anwalt wurden unverzüglich Vorerhebungen wegen des Verdachts der Urkundenunterdrückung eingeleitet.

Grassers Treuhandgesellschaft Ferint heißt "seit zwei Wochen Sotavento und residiert bei einem Treuhänder in der Stadt Zürich". "Zufall oder nicht?", kommentiert der "Tagesanzeiger" diese Vorgänge. Sotavento ist der Name eines Strands auf der kanarischen Insel Fuerteventura.

"Die Ferint AG taucht auch in den Akten auf, die nun in Liechtenstein verschwunden sind", berichtet die Tageszeitung "Österreich".

Drehscheibe Ferint AG?
Die Schweizer Treuhandgesellschaft Ferint AG spielt eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen gegen den Ex-Finanzminister: Mit einem Ex-Meinl European Land-Manager - jener Treuhänder, wo in Liechtenstein Akten beschlagnahmt wurden, die nun sechs Wochen lang außerhalb des Gerichts waren - hat Grasser über einen Treuhand-Vertrag mit der Ferint AG in einen Genussschein der Kärntner Hypo Bank investiert. Ermittelt wird von den österreichischen Behörden zum Verdacht, das Geld komme aus der Buwog-Provision, was Grasser vehement bestreitet.

Mittels des über die Ferint abgewickelten Geschäfts soll Grasser am umstrittenen Verkauf der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank via dem Vermögensberater Tilo Berlin an die BayernLB mitprofitiert haben. Abgewickelt wurde dieser Deal, bei dem Grasser nach eigenen Angaben als amtierender Finanzminister 500.000 Euro in bar aus der Schweiz nach Österreich schaffte, über die Meinl Bank. Grasser hat immer dementiert, er habe während seiner Zeit als Finanzminister Ende 2006 über die Ferint einen Hypo-Genussschein im Wert von 500.000 Euro gezeichnet und damit einen satten Gewinn erzielt. Das Geld sei nicht seines gewesen, sondern von seiner Schwiegermutter gekommen.

Kommentare

Ist doch eine Frechheit,über Grasser im Korruptionssumpf zu schreiben ,wo er doch so ein ehrlicher aufrichtiger Österreicher ist , der im Vorraus seine Steuern zahlt ,sein Geld nur in Österreich anlegt ,hat er Vertrauen in sich selbst ,der der beste Finanzminister der Welt war ,(laut Molterer ) !

Hier geht es schon längst nicht mehr um Grasser, sondern viel mehr um die Glaubwürdigkeit des Rechtstaates! Der sogenannte Schutzschirm (Amtsmissbrauch von korrupten oder abhängigen Ermittler, Staatsanwälte u. Finanzsektionschefs) über das organisierte Verbrechen im Dunstkreis von Bänkern, Anwälte, Richter bis Politiker) in den Ministerien (Innen, Finanz u. Justiz) ist der eigentliche Skandal..........Diese ungeöffneten Konten von Grasser u. "ANDEREN" in Lichtenstein und in anderen Steueroasen auf dieser Welt bergen großen Sprengstoff für diese Republik............

Na Karl Heinz..... ....was haben Sie auf Ihrem Christbaumn heute aufgehängt. Vielleicht weiße Möpse wie Sie Ihre intelligente Frau auf dem Adventkranz hatte?

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Jetzt sind unser BP. Fischer,sowie Bundes -u.Vizekanzler am Zug ! Diese Herren müssen endlich Bewegung in diese Mafia-Gaunereien bringen ! Man kann doch nicht ewig zuschauen wie alles unterschlagen und verduscht wird ! Wenn schon unser Gericht nichts weiterbringt, muß unsere Regierung , sowie mit Hilfe der EU Druck auf die Liechtenstein und die Schweiz ausgeübt werden , die Konten und Stiftungen solangezu sperren bis geklärt ist ,ob diese Vorwürfe stimmen !

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Re: Jetzt sind unser BP. Fischer,sowie Bundes -u.Vizekanzler am Zug ! Die von Ihnen genannten Herren haben kein Interesse (obwohl sie das immer wieder heucheln) dass in der Sache was weitergeht, weil es doch einen (Ex-) Politikerkollegen betrifft und das gemeine Volk sehen würde, was die Herrschaften so während ihrer Bürozeit treiben. Wie heißt es doch so schön : " Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus"! Nichteinmal dann, wenn diese von einer anderen Partei ist, weil ohnehin alle Politiker gleich schlecht sind!

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Re: Jetzt sind unser BP. Fischer,sowie Bundes -u.Vizekanzler am Zug ! Der Bundeskanzler würde ja gerne, nur lässt ihn die halbe Regierung nicht.

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Wo ist \"katom5\" Wo ist der wackere Verteidiger des KHG, der jeden, der hier gegen KHG schreibt beschimpft und der Lüge bezichtigt. Antwort auf Fragen, warum man plötzlich eine Firma, die unter "Beschuss gekommen ist, von "Ferint" auf "Sotavento" umbenennen muss, wird er uns wieder nicht geben können. Geanuso, wie er mir keine Antwort auf meine Frage gab, warum ein Mensch, der nichts zu verbergen hat, Briefkastenfirmen auf den Virgin Inseln, in Zypern, in Lichtenstein usw.und ein undurchschaubares Firmengeflecht, welches nahezu über den ganzen Erdball verteilt ist, haben muss und seine Bankgeschäfte nicht - wie jeder normale Bürger - bei einer Bank in Österreich erledigen kann. Ach ja doch - wie war doch seine Antwort: Jeder darf tun was er will. Fragt sich nur warum man das so machen muss, wenn man nichts zu verbergen hat.

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Wo ist katom5 II Ach ja noch eine Antwort auf die Frage von "katom5" warum in der Causa nichts weitergeht! Seit April 2011 ist das Rechtshilfeersuchen der Repuplik Österreich an Liechtenstein bezüglich der Übergab gewisser Akten in dieser Causa an Österreich in dort anhängig. Es ist den Rechtsverdrehern - oh Entschuldigung den Rechtsanwaälten wollte ich sagen - (über Auftrag von Grasser oder dessen inländischen Anwälten?????) in Liechtenstein bis zum heutigen Tage gelungen, die Auslieferung zu verzögern. Warum aber muss man eine Herausgabe von Akten verzögern, wenn man nichts zu befürchten hat, dass frage ich Sie? Dass inzwischen der Verdacht besteht, dass diese Akten unvollständig bzw. verfälscht worden seien, wissen Sie ja hoffentlich. Soweit Ihre Frage, warum in der Sache nichts weitergeht

So arbeitet unsere \"unabhängige Justiz: Kein einziger der zahlreichen hiesigen Korruptionsskandale des letzten Jahrzehnts hat bisher zu rechtskräftigen Verurteilungen geführt.

Tarnen und Täuschen Da hilft nur eines: Alle wegen Verdunkelungsgefahr einsperren, samt den Beratern, oder wie KHG immer so schön sagte, den "Experten". Ein Ex-Finanzminister über Weihnachten in U-Haft wäre einmal etwas Neues in dieser leidigen Angelegenheit. Auch in U-Haft gilt für ihn die Unschuldsvermutung. Diese kann er sich patentieren lassen. Es gibt in der Zwischenzeit in Österreich keinen "Unschuldigeren" als ihn. Ist er überhaupt noch im Lande? Er hat uns schon viel Geld gekostet und wird uns noch viel mehr kosten, denn sein "Wirken" lebt weiter. und wie man sieht, denkt er nicht daran, sein Geld in Österreich zu versteuern. Er weiß ja bestens wofür unser Steuergeld ausgegeben wird!

korrupt Lieber Karl Heinz KASSA hoffentlich gehts dir bald an den Kragen.das wünsche ich mir und sicherlich ganz Österreich.

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Tarnen und Täuschen Wielange können KHG und sein Anwalt die Welt noch an der Nase herumführen ? Gibts es keinen in der Staatsanwaltschaft der etwas cleverer ist ?

Rollerfahrer melden

Re: Tarnen und Täuschen gab es Weisungen an die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft ??

es gilt die Unschuldsvermutung

huginator melden

Re: Tarnen und Täuschen Ich bin mir recht sicher, dass der KHG als Person allen Beteiligten recht wurscht ist. Aber es wird ein ganzer Haufen wichtiger Menschen gewusst haben, was der treibt und mitverdient haben. Deshalb geht nix weiter. Weil, wenn sie den KHG hochgehen lassen, dann reissts einige andere gleich mit.

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helfen wir Grasser..... so wie es aussieht, hat nicht nur der Herr Grasser einige Flecken am weißen Leiberl, auch viele andere Politiker müssen von seinem Treiben profitiert haben - wer so gedeckt wird von >Politik und Gericht - der hat wem in der Hand - hat Freunde ( Beteiligte von denen wir noch nichts wissen da noch geschont...) mit sehr viel Macht und wenn dem Herrn Grasser Morgen oder wann ein Unfall zukäme das würde doch einigen helfen - nicht wahr? - deswegen : U - HAFT für Grasser damit er geschützt wird und man ihm helfen kann das nichts passiert - es gilt ja die Unschuldsvermutung!

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