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Justiz ermittelt wegen
C.A.T.-Oil-Übernahme

Im Ermittlungsverfahren geht es um den Vorwurf der Marktmanipulation und der Untreue

Eine Ölförderanlage © Bild: istockphoto.com/David Jones - david.jones@live.ca

Der Übernahmekrimi rund um das Wiener Ölbohr-Unternehmen C.A.T. Oil AG spitzt sich zu. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt in Zusammenhang mit einem Pflichtangebot der Firma Joma Industrial Source Corp. vom vergangenen Dezember. „Hierbei geht es in erster Linie um den Vorwurf der Marktmanipulation und darüber hinaus um den Vorwurf der Untreue“, bestätigt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. C.A.T. Oil ist in Frankfurt börsenotiert.

Hinter Joma steht der neue C.A.T.-Oil-Haupteigentümer Maurice Dijols, der rund um den Jahreswechsel die Macht im Unternehmen an sich gerissen hat. Ausgebootet wurde die bisherige Hauptaktionärin Anna Brinkmann, die auch im Vorstand saß. Ausgangspunkt der Ermittlungen ist nun eine Strafanzeige der zypriotischen Firma AB PCO Investment Limited, die zumindest bis vor kurzem noch Brinkmann zuzurechnen war. Die AB PCO Investment Limited fühlt sich laut Anzeige um 177 Millionen Euro geschädigt.


Laut Staatsanwaltschaft wird derzeit gegen drei Beschuldigte ermittelt. Um wen es sich dabei handelt, will die Behörde vorerst nicht sagen. Die Ermittlungen würden noch am Anfang stehen. Seitens Dijols, Joma und C.A.T. Oil werden sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Man sei immer um größtmögliche Transparenz bemüht gewesen, heißt es in einer Stellungnahme. Das entscheidende Angebotsdokument sei von der Börsenaufsicht Bafin geprüft und nicht beanstandet worden.

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