Casting-Erfolg von

Große Chance – vor allem für den ORF

Iris Brüggler über den unverhofften Show-Glücksfall

Casting-Erfolg - Große Chance – vor allem für den ORF © Bild: NEWS

Was haben die ORF-Verantwortlichen in der letzten Zeit einstecken müssen: keine Programm„innovation“, die nicht von Kritik begleitet wurde. In den allermeisten Fällen völlig zu Recht. Mit der „Großen Chance“ ist plötzlich alles anders.

Zwar ist das Format vom deutschen Privatfernsehen bekannt. Und man darf auch die Frage stellen, warum der österreichische Gebührenzahler für diese Kopie in die Tasche greifen muss. Allerdings, und das ist neu: Das Konzept funktioniert. Die Show ist Unterhaltung. Und sie kommt beim Publikum an. Die Sendungsmacher haben (zumeist) ein glückliches Händchen bewiesen. Ö3 als Moderatorenpool funktioniert (fast immer), und Sido ist ein Glücksfall in der Jury. Dazu kommen geschickt gecastete Persönlichkeiten mit Starpotenzial.

Allen voran: Conchita Wurst. Eine Ausnahmeerscheinung. Dass sie es so weit schaffte, ist natürlich in erster Linie ihr Verdienst. Es ist aber auch dem ORF-Gespür zu verdanken. Egal, ob Frau Wurst am Ende als Gewinnerin durchs Ziel geht. Ihre Show alleine ist ein Gewinn für den ORF, der gut beraten wäre, sich auch nach der „Großen Chance“ um diese Dame zu kümmern. Solche Talente sind nicht alltäglich. Genauso wenig wie derartige ORF-Erfolgsgeschichten.

Sind Sie anderer Meinung?
Schreiben Sie uns: brueggler.iris@news.at