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Teurer Softwarefehler

Bregenz: Vermeintlicher Jackpotgewinner klagt auf 5 Millionen Euro

Casinos Austria - Teurer Softwarefehler

Ein Schweizer Casino-Besucher dachte, er hätte 43 Millionen Euro gewonnen. Doch das Casino Bregenz weigert sich, die Summe auszubezahlen und beruft sich auf einen Softwarefehler. Nun hat der Spielbankkunde eine Klage in Höhe von 5 Millionen Euro eingebracht.

Nach dem vermeintlichen Gewinn eines Jackpots in Höhe von fast 43 Millionen Euro will der Casinobesucher nun auf zivilrechtlichem Weg vorgehen. Grund für den Disput: Das Casino Bregenz verweigert mit Hinweis auf einen Softwarefehler an dem Automaten eine Auszahlung. Der Schweizer brachte am Landesgericht Feldkirch eine Klage in Höhe von vorerst fünf Millionen Euro ein, informierte der Innsbrucker Anwalt des Schweizers, Thomas Kerle. Zudem sei eine Sachverhaltsdarstellung an das Finanzamt als Kontrollorgan für das Glücksspiel ergangen, hieß es.

Unglücklicher Gewinner
Der Schweizer hatte am 26. März 2011 bei einem Besuch im Casino Bregenz den Jackpot ausgelöst. Auf der Anzeige schien zur Freude des Besuchers eine Summe von fast 43 Millionen Euro auf. Laut dem Mann entfernte dann aber ein Mitarbeiter den Chip des Automaten, um ihn zu überprüfen. Dabei stellte sich offenbar heraus, dass ein Softwarefehler vorlag. Es sei auch für den Kunden an der Anzeige klar erkennbar gewesen, dass er nicht gewonnen habe, zudem weise der Automat ein Gewinnlimit von 4.500 Euro aus, so das Glücksspielunternehmen.

Unkooperatives Unternehmen?
Die Casinos Austria hätten bisher keine Bereitschaft gezeigt, zu einer Aufklärung der Vorkommnisse unter Einbeziehung unabhängiger Experten beizutragen, beklagte der Anwalt. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch habe zudem einem Antrag auf Beschlagnahme des betroffenen Automaten am 30. März 2011 nicht stattgegeben. Der Software-Fehler, auf den sich das Casino berufe, sei daher bisher nicht nachgewiesen, so der Anwalt, der auch der Polizei mangelhafte Ermittlungsarbeit vorwarf. Das strafrechtliche Verfahren wurde dennoch bereits eingestellt.

Casino weist Schuld von sich
Casinos-Sprecher Martin Himmelbauer wollte sich inhaltlich zu der Klage nicht äußern, da er diese bisher nicht kenne. "Wir wissen, dass rechtlich alles korrekt ist", betonte Himmelbauer. Dass man nicht gesprächsbereit sei, wies er zurück. Man habe sich um den Gast sofort nach dem Vorfall bemüht, dieser sei jedoch nicht zugänglich gewesen. Einen ähnlichen Automatenfehler habe es bei den Casinos Austria weder vorher noch nachher wieder gegeben.

Kommentare

Schlechte Werbung Das ist eine sehr schlechte werbung für die Casinos Austria. Sollens dem Schweizer sein Geld geben. Eine Frechheit sondergleichen.
Da lockens die Leute mit Riesenchackpots ins Casino und dann bekommt man gar nix. Ich gehe sicher nicht mehr ins Casino.

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