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Spielsysteme im Casino

Was ist erlaubt und wann wird der Spieler zum Betrüger?

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Poker, Black Jack, Roulette oder Einarmiger Bandit – diese und weitere bekannte Spiele gibt es in eigentlich jeder seriösen Spielbank und auch online sind sie längst zu einer reizvollen Freizeitbeschäftigung geworden. Ganz gleich, ob die Besucher regelmäßig spielen oder den besonderen Charme eines Casinos nur ein einziges Mal am eigenen Leib erleben wollen, in der Regel geht der Besuch eines entsprechenden Betriebs mit strengen Regeln einher.

Kaum verwunderlich, denn schließlich geht es um hohe Geldbeträge, die auch so manchen Spieler mit zweifelhaften Absichten anlocken. Für viele Glücksspiele haben sich so im Laufe der Jahre verschiedene Techniken, Tricks und Systeme entwickelt, die die Chancen auf einen Gewinn erhöhen sollen oder den Vorteil der Bank ausgleichen. Fakt ist aber, dass längst nicht jede dieser Methoden gern gesehen ist, einige von ihnen verstoßen sogar hochgradig gegen das Gesetz.

1. Definition: Spielsystem

Wer aktiv Glücksspiele spielt, der wird über kurz oder lang eine ganz eigene Taktik entwickeln, die das Spielverhalten beeinflusst. Je nach Spiel werden dabei vielleicht besondere Zahlenreihen gesammelt, ganz bestimmte Geldbeträge gesetzt oder sich an den Erfahrungen und Empfehlungen anderer Spieler und (selbsternannter) Experten orientiert. Oft handelt es sich aber auch nur um einfache Gesten oder einen Spruch, die angeblich das nötige Quäntchen Glück bringen sollen. Neben diesen eher lockeren Spielsystemen, die zu einem großen Teil auf Aberglauben und dem schlichten Hoffen auf einen großen Gewinn basieren, gibt es aber auch noch Systeme, die auf harten Fakten und Zahlen aufgebaut sind. Sie werten die Wahrscheinlichkeiten für jeden einzelnen Würfelwurf aus, wägen das Risiko für einen Gewinn oder Verlust ab und bieten so eine mathematische Basis, um im Glücksspiel auf die sinnvollsten Werte zu setzen.

2. Grundsätzliche Go’s und No Go’s im Casino

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3. Populäre Glücksspiele und gängige Systeme

a. Roulette

i. Martingale System

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Die Martingale-Methode ist die wohl einfachste Form eines Roulettesystems, denn hier geht es um das schlichte Verdoppeln, auch Doublieren genannt. Der Spieler beginnt mit einem beliebigen Einsatz auf eine einfache Chance, also zum Beispiel die Farbe Rot oder Schwarz. Verliert er, so verdoppelt er beim nächsten Mal den Einsatz, verliert er erneut, so wird nochmals verdoppelt. So geht es immer weiter. Wenn er irgendwann gewinnt, hat er automatisch alle bisherigen Verluste getilgt und geht sogar noch mit einem Plus aus dem Spiel. Problematisch an dieser Strategie ist aber, dass der Spieler recht schnell an das Maximum der Bank, also den Höchsteinsatz gelangt oder einfach nicht mehr genügend Geld hat, um zu verdoppeln.

ii. Paroli System

Das Paroli System funktioniert im Vergleich mit dem Martingale System im Grunde genau andersherum. Es wird also nicht nach einem Verlust, sondern nach einem Gewinn verdoppelt. Das System ist damit sehr viel kapitalschonender und weniger riskant und vor allem für Einsteiger geeignet.

iii. D´Alembert System

Das D'Alembert System ist der Martingale-Strategie sehr ähnlich, wird jedoch auch mit deutlich geringerem Risiko gespielt. Der Einsatz wird also auch hier nach jedem Verlust erhöht, allerdings in geringeren Abständen. Ein einzelner Gewinncoup reicht daher nicht, um alle vorangegangenen Verluste auszugleichen. Vorteilhaft ist daran, dass die Einsätze nicht so schnell steigen, sodass eine längere Verlustreihe leichter zu verkraften ist.

iv. Technische Spielereien

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Einige Spieler sind dazu übergegangen, sich nicht länger auf Systeme zu verlassen, sondern auf Fehler beim Roulettetisch oder Kessel zu suchen. Tatsächlich gibt es hier Abweichungen, die durch den Bau entstehen. Um diese für sich zu nutzen, müssten allerdings sehr viele Daten gesammelt werden und das wiederum – also das ständige Beobachten eines einzigen Tisches – würde die Casinobetreiber nervös machen. Ein solch auffälliges Verhalten kann ein Hausverbot zur Folge haben.

b. Poker

i. Starthände

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Eine gute Starthand ist im Pokern zweifellos von großer Wichtigkeit, aber auch andere Faktoren gilt es nicht außer Acht zu lassen. Bezüglich der Starthände wird zwischen den Spielarten Tight Play und Loose Play unterschieden:

  • Tight Play – es werden nur wenige, dafür aber wirklich gute Hände gespielt.
  • Loose Play – es wird eine hohe Anzahl an Händen gespielt, die aber nicht zwangsläufig sehr gut sein müssen.

Idealerweise werden beide Spielarten miteinander kombiniert. Solange viele Spieler am Tisch sitzen, ist Tight Play angesagt, je mehr die Anzahl abnimmt, desto häufiger sollte Loose Play zum Einsatz kommen.

ii. Preflop

Der Preflop ist der Augenblick im Poker, bei dem der Spieler seine zwei Karten erhalten hat, die drei offenen Gemeinschaftskarten jedoch noch nicht ausliegen. Vor allem besteht die Strategie daraus, offensichtliche Verhaltensregeln zu vermeiden, also beispielsweise in Jubel auszubrechen oder bei einem schlechten Blatt vor den anderen Spielern zu verzweifeln. Auch die Überlegung, ob ein Mitgehen in der ersten Wettrunde Sinn macht oder gar das Aussteigen aus der Runde sind hier bereits relevant.

iii. Flop

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Der Flop ist einer der großen Momente des Pokers, denn bei ihm werden die Gemeinschaftskarten offengelegt. Nach dem Flop ändert sich das Verhältnis zwischen den bereits erhaltenen Karten und den Karten, die noch verteilt werden. Nun gilt es zu entscheiden, ob aufgehört oder weitergespielt wird. Dies ist abhängig davon, ob der Flop zu der Starthand passt, ob bereits vor dem Flop ein starkes Pärchen auf der Hand war und ob ein hohes Potential auf die nächste Ziehung besteht.

c. Black Jack

i. Karten zählen

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Karten zählen ist gesetzlich zwar nicht verboten, wird in Casinos allerdings nicht gerne gesehen. Der Grund dafür ist, dass es sich im Grunde um reine Mathematik handelt, denn der Spieler merkt sich jede einzelne gespielte Karte und weiß so, welcher Wert sich noch im Kartenstapel befindet. In fast jedem Casino ist das Karten zählen unerwünscht und wird mittlerweile mit unterschiedlichsten Methoden genauestens kontrolliert. Spieler können aber in jedem Fall beruhigt sein, denn: Das Kartenzählen an sich ist prinzipiell legal und kann nicht strafrechtlich verfolgt werden, das Casino selbst kann jedoch ein Zähl- oder Eintrittsverbot erlassen. Ein aktuell sehr prominentes Beispiel für das misslungene Karten zählen ist übrigens Schauspieler Ben Affleck – er flog auf und wurde auf Lebenszeit im Hard Rock Casino in Las Vegas gesperrt. Mehr zu den Hintergründen hier.

ii. Basic Strategy

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Wer Black Jack ohne Karten zählen spielen will, der kann und sollte sich zumindest auf die sogenannten Basic Strategies verlassen. Darunter fallen verschiedenste Tabellen, die dem Spieler aufzeigen, wann welche Entscheidung am vorteilhaftesten ist. Diese Grundstrategie basiert auf mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen und gibt einen Überblick über alle möglichen Ergebnisse.

d. Slotmaschinen und Spielautomaten

i. Reine Glückssache oder durchdachte Planung?

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Slotmaschinen arbeiten stets mit Zufallsgeneratoren und ein Gewinn ist demnach reine Glückssache. Zwar gibt es auch hier viele Strategien, diese beruhen im Grunde aber lediglich auf der Annahme, man habe eine momentane Glückssträhne oder sind ähnlich irrational belegt.

ii. Manipulation

Ein Ärgernis für viele Spielautomatenbetreiber sind die sogenannten „Slot-Hacker“. Sie werden an die Automaten angeschlossen und manipulieren diese mithilfe eines Zählwerks. Findige Hacker sind außerdem in der Lage, die Software der Automaten zu beeinflussen und so beispielsweise für eine höhere Gewinnausschüttung zu sorgen. In der Vergangenheit wurden bereits etliche dieser Fälle vermeldet, wobei sich zum Teil aber nicht nur Dritte, sondern auch die Spielautomatenbetreiber selbst ihre Taschen vollgemacht haben. Dass das Thema immer noch brisant ist, zeigt ein Fall aus dem vergangenen Monat, der unter folgendem Beitrag genauer eingesehen werden kann.

e. Craps (oder auch Seven Eleven)

i. Place-, Pass- und Free-Odds-Wetten

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Unterschieden werden beim Craps vor allem die Wetten Place-, Pass- und Free-Odds. Pass stellt dabei den Klassiker dar – es wird gewettet, dass der Shooter gewinnt und er entweder beim ersten oder zweiten Wurf gewinnt. Bei den Place-Wetten wird hingegen darauf gesetzt, dass eine bestimmte Augenzahl vor der nächsten Sieben gewürfelt wird. Odds-Wetten sind Zusatzwetten, die von der Spielbank zu fairen Quoten und daher ohne Bankvorteil abgeschlossen werden. Die Würfel laden zwar förmlich dazu ein, manipuliert oder ausgetauscht zu werden, entsprechende Betrugsversuche lassen sich jedoch so leicht entdecken, dass hier in der Regel keinerlei Gefahr besteht.

f. Sonderfall: Online-Glücksspiel (Poker)

Während die gängigen Pokerstrategien allesamt unproblematisch sind, so müssen sich Pokerspieler dennoch mit einigen Schwierigkeiten herumschlagen. Denn laut StGB wird sowohl das Anbieten als auch die Teilnahme nach deutschem Strafrecht verboten und kann mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen geahndet werden. Da die Pokeranbieter ihren Sitz jedoch im Ausland haben, profitieren diese von der dortigen Rechtslage –beispielsweise auf Malta, den britischen Kanalinseln oder Gibraltar. Bisher ist das Risiko für deutsche Spieler aber trotzdem überschaubar, denn Urteile oder strafrechtliche Verfolgung gab es bisher nicht. Probleme kann es jedoch mit dem Finanzamt geben, sofern dem Pokerspiel gewerblich nachgegangen wird.

g. Sonderfall: Videopoker

Beim Videopoker erhält der Spieler fünf zufällige Karten von der Maschine, nachdem er seinen Einsatz gemacht hat. Der Spieler kann sich entscheiden, Karten zu behalten oder abzuwerfen, wobei jedes abgeworfene Blatt durch ein neues ersetzt wird. Spielt er eine gewinnbringende Hand aus, so wird er laut Auszahlungstabelle ausgezahlt. Die Kartenwerte entsprechen dabei dem normalen Poker. Möglichkeiten des Betrugs sind eigentlich nicht möglich, sofern der Spieler das Gerät nicht mit besonderen Mitteln manipuliert – in der Vergangenheit war es einigen Betrügern aber bereits möglich, das Gerät und dessen Sensoren allein durch den Einsatz eines Laserpointers zu beeinflussen, sodass hier immer wieder Handlungsbedarf für die Hersteller und Betreiber besteht.

i. Kombinationen für höchstmöglichen Gewinn

Videopoker ist gerade für Anfänger durchaus gut geeignet, um mehr über das Pokern zu erfahren, sofern dies ohne echte Einsätze und am heimischen PC ausgeführt wird. So können beispielsweise auch die Kombinationen und Wahrscheinlichkeiten näher untersucht und teilweise auch erlernt werden. In einer echten Pokerrunde werden Spieler allerdings sehr schnell die Unterschiede bemerken, denn an der Maschine oder dem Computer lässt sich einerseits das Bluffen nicht erlernen und auch der Dealer ist nicht vorhanden.

4. Aberglaube im Glücksspiel

Beim Glücksspiel ist der Aberglaube sehr häufig vertreten. Das liegt vor allem daran, dass viele Spieler ihr Geld nicht verlieren wollen und daher alles tun, um zu gewinnen. Auf der anderen Seite möchten sie aber auch in der Lage sein, eine plötzlich einsetzende Glückssträhne zu erklären, damit diese zukünftig erneut in Erscheinung treten kann.

a. Glücksbringer

  • Sei es ein bestimmtes Kleidungsstück oder ein Schmuckstück, viele Gegenstände werden zu Glücksbringern, nur weil sie bei einem plötzlichen Gewinn am Körper getragen wurden.
  • Auch eher weitverbreiteter Aberglaube ist häufig anzutreffen. So kann zum Beispiel ein bestimmter Tag, ein Datum oder eine Uhrzeit Glück oder Pech bringen.

b. Pechbringer

  • Tatsächlich haben viele Casinos keine 13. Etage, da die 13 häufig als Unglückszahl interpretiert wird.
  • Einige Spieler vermeiden es, ein Casino durch die Vordertür zu betreten. Sie wollen so verhindern, dass das Pech derjenigen, die gerade verloren haben, auf sie abfärbt.
  • Wer sein Geld während des Spielens zählt, fordert sein Pech heraus.

5. Konsequenzen eines versuchten Betrugs

a. Aussperrung

Die Aussperrung aus einem Casino ist die wohl harmloseste Form der Konsequenz, die eine Spielhalle ziehen kann. Vom Spiel ausgesperrt werden in der Regel nur diejenigen, die sich auffällig benehmen, den Spielverlauf stören oder sich nicht an die Regeln halten. Die Aussperrung ist dabei in der Regel nur temporär und hat ansonsten keinerlei Auswirkungen. Bei ernsteren Fehltritten kann der Ausschluss aus einem Casino aber beispielsweise auch lebenslang sein oder mit anderen Konsequenzen einhergehen.

b. Geldstrafen

Der offensichtliche Betrug – beispielsweise durch markierte Karten, besondere Technik oder sonstige Tricks – kann und wird zum Teil mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. Das mussten im Jahr 2011 beispielsweise drei Gauner erfahren, die mittels Infrarot-Kontaktlinsen unsichtbar markierte Karten am Pokertisch zu ihrem Vorteil nutzten. In der folgenden Gerichtsverhandlung wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro fällig, hinzu kam außerdem eine zweijährige Freiheitsstrafe für den Anführer der kriminellen Bande. Genauere Details hält das Magazin 20minuten bereit.

c. Freiheitsstrafen

Wie bereits erwähnt sind auch Freiheitsstrafen eine mögliche Konsequenz, wobei dies abhängig ist von der Schwere des Vergehens und von den individuellen Umständen.

d. Eintragung ins "Black Book"

Als Black Book wird eine Liste bezeichnet, auf der Personen eingetragen werden, die ein klares Spielbankverbot haben. Alle eingetragenen Personen gelten als unerwünscht, wobei nicht nur Besucher, sondern auch Teilhaber und Betreiber darunter fallen können.

e. "Mafia-Methoden"?

Geht es nach den Hollywoodfilmen, so verlässt so mancher Falschspieler das Casino nicht mehr lebend oder muss zumindest mit gebrochenen Fingern rechnen. Diese und ähnliche Mafiamethoden sind aber keineswegs ein fester Bestandteil der Casino-Szene, zumal sie sich schnell herumsprechen würden. Das Casino täte sich also keinen Gefallen und würde stattdessen wohl eher seine Kundschaft abschrecken. Ganz auszuschließen sind derartige Praktiken in großen wie auch kleinen Etablissements zwar nie – vor allem dann, wenn es um sehr viel Geld geht – doch derlei Methoden kommen genauso wenig an die Öffentlichkeit wie die wirklich großen Betrügereien. Durchaus verständlich, denn schließlich gibt kaum ein Casino gerne zu, dass ein Besucher die Sicherheitsmechanismen durchschaut und den Betrieb "übers Ohr gehauen" hat. Oder um es mit einem klassischen Spruch aus der Hauptstadt des Glücksspiels auszudrücken: "What happens in Vegas stays in Vegas."

6. Betrug durch das Casino? – die andere Seite der Medaille

Während einerseits die Spieler im Fokus der kriminellen Machenschaften stehen, so werden andererseits aber auch immer wieder die Casinos selbst hinterfragt. Gerade diejenigen, die womöglich ihr ganzes Geld an den Automaten und Tischen verloren haben, werfen den Betreibern Betrug vor. Tatsache ist aber, dass Casinos es schlichtweg nicht nötig haben zu betrügen, denn die Statistik steht ohnehin zu ihren Gunsten. Dafür sorgen neben den Gewinnen durch die Spiele selbst auch die Eintrittsgelder oder die verkauften Getränke. Und nicht zuletzt würde auch der Ruf des Casinos leiden, wenn immer mehr Besucher sich betrogen fühlen und nicht mehr wiederkommen. Nicht zuletzt hat außerdem die Glücksspielkommission ein Auge auf die Abläufe.
Abgesehen davon ist es aber durchaus korrekt, dass Casinos der spielfreudigen Kundschaft gerne alkoholische Freigetränke ausgeben, zum Spielen animieren und ihnen so den einen oder anderen Dollar mehr aus dem Portemonnaie ziehen.

a. Angestellte im Casino – Freund oder Feind des Spielers?

i. Croupier

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Der Croupier ist verantwortlich für den korrekten Ablauf eines Spiels am Tisch und ist Spielleiter bei Kartenspielen oder am Roulettetisch. Wie die Seite Casinoverdiener berichtet, werden Croupiers zumeist direkt von den jeweiligen Spielbanken ausgebildet. Demnach haben die einzelnen Spielhallen also eigene Lehrzentren und kümmern sich selbständig um die Nachwuchsbeschaffung. Andererseits gibt es aber auch spezielle Croupier-Schulen, in denen eine private Ausbildung möglich ist. Entsprechende Privatschulen gibt es beispielsweise in der Schweiz und in Österreich, aber auch im deutschen Lindau werden Interessierte fündig. Grundsätzlich ist der Croupier eine Kraft, die gegenüber dem Gast und dem Haus neutral agiert. Auf der anderen Seite ist es jedoch durchaus so, dass Croupiers im Laufe der Jahre immer schneller und geschickter werden, sodass manch ein Gast kaum noch alle Handgriffe verfolgen kann – vor allem dann nicht, wenn er vielleicht schon etwas getrunken hat. Mit unzufriedenen oder gar streitsüchtigen Gästen kann es demnach also auch schon einmal zu Streit kommen, weshalb der Beruf des Croupiers mitunter sehr stressig werden kann.

ii. Servicekraft

Die Servicekräfte eines Casinos ähneln denen eines guten Hotels oder Restaurants und nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr. So stehen sie am Empfang und begrüßen die Gäste, mixen Cocktails oder kümmern sich um die Wünsche der Besucher. Eine Ausbildung in der Gastronomie oder im Hotelfach ist oftmals Voraussetzung. Unter die Servicekräfte können andererseits aber auch Techniker, Kassierer oder auch Sicherheitsangestellte fallen – also eben all jene, die indirekt mit den Geschehnissen im Casino zu tun haben und sich auf die eine oder andere Art um das Wohl der Kunden kümmern.

b. Online-Casino und klassisches Casino im Vergleich

Seit einigen Jahren sind Online-Casinos mehr und mehr im Kommen und laufen den klassischen Casinos den Rang ab. Das mag einerseits an den sehr attraktiven Startboni liegen, andererseits aber auch an dem einfachen Vorteil, dass die Spieler ihr Haus nicht mehr verlassen müssen und die Bequemlichkeit des Online-Casinos vorziehen. Zudem ist die Auswahl an Spielen online meist sehr viel umfangreicher und der Einstieg fällt dank einfacher Spielregeln oder gar Erklärungsvideos leichter. Das klassische Casino muss sich hingegen durch andere Vorteile behaupten, darunter seine meist sehr imposante Atmosphäre, das besondere Flair und Spielgefühl, das beispielsweise durch den Kleiderdress oder die professionellen Dealer entsteht. Nicht zu vergessen sind außerdem Getränke und Longdrinks – in amerikanischen Casinos sogar meist kostenfrei.

i. Hausvorteil berücksichtigen

Der sogenannte Hausvorteil beschreibt den erwarteten Verlust des Spielers bezogen auf seinen Einsatz. Er drückt aus, wie groß der Gewinn des Casinos auf jeden eingesetzten Betrag des Spielers ist. Wird also vom Casino ein Hausvorteil von 3,5 % veranschlagt, so bedeutet dies in der Praxis, dass die Auszahlungsrate des Casinos an den Spieler 96,5% beträgt. Sowohl im klassischen Casino als auch im Online-Casino kann der Hausvorteil schnell für Verwirrung sorgen, zumal er sich von Casino zu Casino unterscheiden kann. Spieler sollten ihre Spiele daher stets entsprechend abstimmen, sodass die Chancen auf ein vorteilhaftes Spiel maximiert werden. Ein Beispiel: Ein progressiver Onlineautomat bietet zwar hohe Gewinnsummen, hier ist der Hausvorteil jedoch stets höher und die Ausschüttung dadurch niedriger.

ii. Merkmale für ein seriöses Casino

Es gibt etliche Möglichkeiten, um ein Casino auf seine Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. So werden Online-Casinos beispielsweise geprüft und müssen eine Lizenz erhalten, aber auch bekannte Auszeichnungen und Gütesiegel (etwa von der eCOGRA) sind aussagekräftig. Weiterhin sind die dahinterstehenden Unternehmen an der Börse gelistet und in der Regel schon seit vielen Jahren im Geschäft. Bewertungen von professionellen Spielern und Vergleichs- oder Testportalen sind ebenfalls wichtig, zudem sollten die Casinos über unterschiedliche Möglichkeiten des Supports und Services verfügen. Darunter fallen Email, Telefon, Chat und ähnliches.

iii. Probleme mit Casino-Betreibern

Wie bereits erwähnt, handeln Casinos verständlicherweise meist in ihrem eigenen Interesse, schlechte Presse können sie aber dennoch nicht gebrauchen. Spieler müssen daher nicht befürchten, Probleme mit Casino-Betreibern zu bekommen – sofern sie sich nicht strafbar machen oder sonstiges unangemessenes Verhalten an den Tag legen. In einem solchen Fall greift die Rechtsprechung.

7. Fazit

In Branchen, in denen es um viel Geld geht, stehen Betrug und Misstrauen an der Tagesordnung. Auch in der Glücksspielbranche verhält es sich nicht anders, zumal die Spielhallen viele Möglichkeiten der Manipulation bieten. Während einige Spielstrategien und Verhaltensweisen der Spieler zwar nicht unbedingt gern gesehen sein mögen, so gibt es insgesamt jedoch nur wenige Spieler, die ernsthaft betrügen und dafür große Geschütze auffahren – ähnlich verhält es sich seitens der Casinobetreiber, denn auch dort wird zweifellos nicht immer mit offenen Karten gespielt, wenngleich der Großteil der Spielhallen seine Kunden nicht ausnimmt, sondern lieber mit fairen Mitteln an sich binden möchte.

Kommentare

Man sieht - sie haben sich wircklich bemüht die Benim-Regel in einem Casino ausführlich zu erklären.
Es ist zu erwarten, dass man ähnliche Artikel über Go´s-No Go´s in Museum, Kirche etc. hervorbringt.
....seit dem Vorfall mit dem Schweizwer In Bregenz, wo der Typ 43 Milionen Jackpot gewann, man zahlte ihn nicht aus, unw versuchte ihn mit halbe mile ^^ abzuspeißen gilt nur : Verlieren erlaubt.

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