Pferdesport von

California Chrome gewinnt
140. Kentucky Derby

Der Topfavorit setzte sich beim größten Pferderennen der USA deutlich durch

California Chrome siegt im Kentucky Derby. © Bild: Andy Lyons/Getty Images

Topfavorit California Chrome hat das 140. Kentucky Derby gewonnen. Der braune Hengst kam am Samstag (Ortszeit) unter Jockey Victor Espinoza auf der Rennbahn von Churchhill Downs in Louisville/Kentucky zu einem überlegenen Sieg. Eingangs der Zielgeraden setzte sich California Chrome vom Feld ab und entschied das traditionsreichste Pferderennen Amerikas.

Das Siegerpferd bewältigte den Zwei-Kilometer-Kurs in 2:03:66 Minuten und lag eineindreiviertel Längen vor dem zweitplatzierten Commanding Curve und eine weitere Länge vor Danza. California Chrome erwischte einen guten Start und galoppierte stets in der Spitzengruppe. In der Schlusskurve attackierte Victor Espinoza aus dritter Position die Leader. Ohne die letzten Reserven zu mobilisieren, kreuzte California Chrome den Zielpfosten sicher vor dem 37:1-Außenseiter Commander Curve.

California Chrome
© Matthew Stockman/Getty Images Zieleinlauf für California Chrome

Die 164.906 Zuschauer, darunter viele Prominente wie die NFL-Quarterbacks Tom Brady und Aaron Rodgers, sorgten für die zweitgrößte Kulisse der Derby-Geschichte. Trainer Art Sherman wurde mit 77 Jahren ältester Siegercoach des Traditions-Events. California Chrome ist seit 1962 das erste in Kalifornien gezüchtete Pferd, das das Kentucky Derby gewonnen hat. Während Jockey Espinoza das Kentucky Derby vor zwölf Jahren mit War Emblem bereits einmal gewonnen hat, war California Chrome der erste Derby-Starter aus dem Stall von Sherman. Auch die beiden Besitzer und Züchter des Siegers, Steve Coburn und Martin Perry, gehörten bisher nicht zu den bekannten Namen im US-Rennsport.

Jockey Victor Espinoza.
© Kevin C. Cox/Getty Images Jockey Victor Espinoza

Während andere Millionen für einen Jährling ausgeben, zahlten sie für die Mutter von California Chrome gerade einmal 8.000 Dollar. Mit 2.500 Dollar bewegte sich die Deck-Taxe des Vaters Lucky Pulpit ebenfalls im untersten Preissegment. Der Siegerscheck am Samstag belief sich auf über 1,4 Mio. Dollar (1,01 Mio. Euro).

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