CAI einigt sich mit den Gewerkschaften:
Teil des Alitalia-Personals wird übernommen

Beschäftigte setzen wilde Streicks indes weiter fort Die neue Fluglinie soll 12.000 Mitarbeiter umfassen

CAI einigt sich mit den Gewerkschaften:
Teil des Alitalia-Personals wird übernommen © Bild: Claudio Peri/EPA/APA

Das italienische Investorenbündnis CAI, das die bankrotte Airline Alitalia übernehmen will, und die konföderierten Gewerkschaften haben einen Pakt zur Umsetzung des Abkommens unterzeichnet, das im September zur Neugründung der Airline unterschrieben worden war. Damit kann CAI mit der Anstellung des Personals der "alten" Alitalia beginnen.

Über 12.000 Mitarbeiter soll die neue Fluggesellschaft beschäftigen, die aus der Fusion der Alitalia mit der privaten italienischen Fluggesellschaft Air One entstehen soll. Der CAI-Plan sieht die Streichung von über 3.250 Jobs vor. Die Regierung in Rom hat den von der Entlassung bedrohten Beschäftigten bereits Entschädigungszahlungen für die kommenden sieben Jahre zugesichert.

Fortsetzung des Streiks
Die Alitalia-Mitarbeiter setzten ihren wilden Streik fort. Allein auf dem römischen Flughafen Fiumicino wurden 60 Flüge gestrichen. Seit Dienstag streikt ein Teil der Alitalia-Belegschaft gegen das neue Arbeitsvertragsmodell der CAI.

Das Investorenkonsortium hat der Regierung Berlusconi einen verbindlichen Übernahmeplan für die Alitalia übergeben. Neun Fachverbände, die die Mehrheit der Piloten und des Flugpersonals repräsentieren, hatten sich vor zehn Tagen geweigert, das Arbeitsvertragsmodell zu unterstützen. Sie verlangen die Neuaufnahme der Gespräche mit der CAI über den neuen Vertrag, dem die größten Gewerkschaftsorganisationen des Landes bereits zugestimmt haben. Die Fachgewerkschaften protestieren gegen die "unnachgiebige Haltung" der CAI, die von der Regierung unterstützt werde. Die größten Gewerkschaften im Land hatten dagegen dem Arbeitsvertragsmodell zugestimmt.

Die CAI war im dritten Anlauf, Alitalia zu verkaufen, der einzige Bieter. Um die Überlebenschancen zu verbessern, ist die Regierung in Rom zudem noch auf der Suche nach einem ausländischen Großaktionär. Im Gespräch sind Air France-KLM und Lufthansa.
(apa/red)