BZÖ beschäftigt sich mit 'wichtigen' Fragen:
Bemüht Parlament wegen Faymanns Outfit

Wer hat angebliche Nobel-Krawatte & Hemd bezahlt? Orange Scherzfrage: Ist das neue Dienstkleidung?

BZÖ beschäftigt sich mit 'wichtigen' Fragen:
Bemüht Parlament wegen Faymanns Outfit © Bild: Reuters/Bader

Das BZÖ zeigt zunehmend Interesse am Herrenausstatter von Werner Faymann. Auf einem Plakat ist der SPÖ-Spitzenkandidat laut Werber Mariusz Demner in Hemd und Krawatte vom Wiener Nobelschneider Knize zu sehen. In einer der APA angekündigten parlamentarischen Anfrage wollen die Orangen nun wissen, wie viel das "feine Tuch" denn gekostet und vor allem, wer es bezahlt hat. Das Wortspiel zum Wahlkampf: Faymann sei ein "Knize-Kanzler" statt eines eventuellen Vize-Kanzlers.

"Vergleichbare Bekleidungsstücke sind in der Auslage des Geschäftes um 250 Euro zu finden", echauffiert sich in der Anfrage das BZÖ und stellt prompt Faymanns Image infrage: "Finden Sie es als selbst ernannter Vertreter der Arbeiterschaft, der kleinen Pensionisten und als Bundesminister der Republik Österreich für statthaft, allein für ein Hemd und eine Krawatte rund 250 Euro, also in alter Währung 3.500 Schillinge, zu zahlen?"

Scherzfrage des BZÖ
Wohl auch nicht ganz ernst gemeint ist die Frage des BZÖ, ob Faymanns neues Outfit auch dessen neue Dienstkleidung sei. Vor allem aber ist der orangen Fraktion wichtig, auf wen die Rechnung geht. "Wer hat dieses Luxusoutfit gezahlt?", will man wissen. "Privat, die SPÖ, die Werbeagentur, haben Sie sich Hemd und Krawatte schenken lassen oder wurden Steuergelder bzw. Ministeriumsgelder verwendet?" Und nicht weniger populistisch: "Was sagen Sie zu der Tatsache, dass allein die Kosten für Ihr Hemd und Ihre Krawatte rund ein Drittel einer Mindestpension oder der geplanten Mindestsicherung betragen?"

"Wandeln Sie auf den Spuren des ehemaligen sozialdemokratischen deutschen Bundeskanzlers (Gerhard, Anm.) Schröder, der als 'Brioni-Kanzler' in die Geschichtsbücher eingegangen ist (...)?". Große Chancen auf eine Beantwortung der Anfrage dürfte das BZÖ aber ohnehin nicht haben, da sie wohl kaum "Sache der Vollziehung" des Infrastrukturministeriums, dem Faymann noch vorsteht, ist.

(apa/red)