Nach EU-Wahl von

BZÖ vor dem Ende?

Partei verordnet sich "Nachdenkprozess" über Fortbestand - Entscheidung bis Herbst

BZÖ mit Gerald Grosz © Bild: APA/Schlager

Das BZÖ verordnet sich einen "ergebnisoffenen Nachdenkprozess" darüber, ob es weiterbestehen soll. Das teilte Bündnisobmann Gerald Grosz am Mittwoch nach dem Parteivorstand in einer Aussendung mit. Als Deadline nannte er den Herbst: "Bis dahin sollen Fakten geschaffen werden. Wir werden uns entscheiden, ob und wenn, dann wie es das BZÖ weiter geben wird."

Der Parteivorstand habe sich mit dem "desaströsen" Abschneiden bei der EU-Wahl und möglichen Konsequenzen befasst, nun soll ein "umfassender Diskussionsprozess" bis Herbst die Zukunft des Bündnisses klären. Das Wahlergebnis "war die logische Konsequenz von zwölf verlorenen Wahlen in Serie seit dem Jahr 2008", so der Bündnisobmann. Es sei nicht klar gewesen, wofür das BZÖ stehe, "die Wähler haben auch nicht gewusst, warum man uns wählen soll".

Antritt bei Gemeinderatswahlen

Bei den kommenden Gemeinderatswahlen in Kärnten, Oberösterreich und Steiermark will Grosz dennoch kandidieren. Er betonte auch: "Mein Herz schlägt weiterhin für das BZÖ, und ich wüsste auch keine andere politische Heimat." Am Wahlabend hatte Grosz noch gemeint, das Bündnis werde "jedenfalls" weiter bestehen.

Kärntner BZÖ will eigenständig bleiben

Auch wenn es das BZÖ ab Herbst nicht mehr geben sollte, wollen die beiden verbleibenden Abgeordneten der Orangen im Kärntner Landtag "auf jeden Fall selbstständig bleiben". Das sagte die Kärntner BZÖ-Chefin und Obfrau der Interessensgemeinschaft im Landtag, Johanna Trodt-Limpl. "Einem anderen Klub anschließen würden wir uns auf keinen Fall."

Den "ergebnisoffenen Nachdenkprozess", den Obmann Gerald Grosz der Partei verordnet hatte, findet Trodt-Limpl "sehr richtig". Das BZÖ ist bis auf Kärnten in keinem Landtag mehr vertreten.

Kommentare

Ivoir

In diesem Fall bekäme auch das Wort Sterbehilfe eine positive Bedeutung!

das ende war 2008 und jetzt verschwinden halt die übrig gebliebenen geister

Selber Schuld! Im März bot ich die Operation Phönix an, einen legendären Wahlkampf mit neuen Inhalten. Wenn eine Partei im Todeskampf nicht einmal bereit ist über neue Ideen überhaupt nur zu sprechen, statt dessen uralte Kalauer plakatiert, dann hat diese Partei ihr Ende redlich verdient.
http://calculation-error.org/eu/

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