BV-Wahl von

Kaum ist Währing grün, soll
es Parkpickerl verpasst bekommen

So zelebrieren die Grünen einen ihrer wenigen Wahlerfolge

NOSSEK / VASSILAKOU © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Währing ist nicht mehr schwarz, sondern grün gefärbt. Das ist in der für die Grünen enttäuschend ausgefallenen Wien-Wahl einer der wenigen Teilerfolge. Nun will die künftige Bezirksvorsteherin Silvia Nossek so schnell wie möglich das Parkpickerl einführen.

"Währing hat ein wirkliches Platzproblem", sagte sie. "Die Situation ist bis Gersthof hinauf unerträglich." Durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung will Nossek nicht nur Platz für parkende Bezirksbewohner schaffen, sondern auch für zusätzliche Radverbindungen, mehr Grün, aber auch für die öffentlichen Verkehrsmittel, die allzu oft durch Falschparker behindert würden. Eine weitere Befragung der Bürger - zwei in ÖVP-Zeiten fielen negativ aus - lehnte sie ab. "In Wahrheit war die Wahl die Deklaration", so Nossek.

NOSSEK / VASSILAKOU
© APA/HERBERT NEUBAUER

Währing "bisschen verschnarcht"

Der Wunsch nach Veränderung sei groß gewesen, das habe man seit zwei bis drei Jahren deutlich gespürt. Nach Jahrzehnten der ÖVP-Dominanz habe das Gefühl vorgeherrscht, "dass Währing ein bisschen von der Substanz lebt, ein bisschen verschnarcht ist", meinte Nossek. So sei ein Großteil des Grünraums, beispielsweise im Cottage-Viertel, vor 100 Jahre geschaffen worden. Hier will sie nun ansetzen und beispielsweise die Währinger Straße oder die "Autorennbahn" Gersthofer Straße neu beleben.

Vassilakou entspannter

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zeigte sich deutlich entspannter als in den Tagen zuvor. "Langsam stellt sich heute Freude ein", sagte sie in der Pressekonferenz. Als Erfolg wertete sie, dass etwa im zweiten Bezirk der Bezirksvorsteher-Stellvertreter zurückerobert werden konnte. Außerdem habe es bei der Gemeinderatswahl Stimmzuwächse gegeben: Man habe 98.000 Stimmen geschafft, um 3.000 mehr als 2010.

Bezirkswahl in der Innenstadt
© APA/Martin Hirsch

Dabei ist die Zeit der großen Grünen Wahlerfolge wieder vorbei: Nach eher bescheidenen Ergebnissen im Burgenland, der Steiermark und OÖ setzte es bei der Wien-Wahl das erste (leichte) Minus seit 2010. Es ist das sechste in den nun 19 Bundes- bzw. Landeswahl unter Parteichefin Eva Glawischnig. Gefeiert wurde, dass Rot-Grün in Wien weiter eine Mehrheit hat, was jedoch nicht das Verdienst der Grünen war.

Wahlziel verfehlt

Sie verfehlten ihr Wahlziel, nach der ersten Regierungsperiode zuzulegen - das Spitzenkandidatin Maria Vassilakou sogar mit einer mittlerweile wieder zurückgezogenen Rücktrittsankündigung unterstrichen hatte. Nach dem zweiten Verlust in Serie in Wien sind die Grünen in der Bundeshauptstadt jetzt so schwach wie seit 2001 nicht mehr. Und bei weitem nicht mehr an der parteiinternen Spitze: Von Rang 3 fielen sie auf Rang 5 hinter Tirol und Kärnten zurück - hinter sich nur noch Oberösterreich und die drei Länder, in denen sie nicht in der Landesregierung sind: Niederösterreich, Steiermark und Burgenland.

Tja.... #rücktrittvomrücktritt 󾍇

Posted by news.at on Dienstag, 13. Oktober 2015

Floridsdorf doch rot, nicht blau

Die FPÖ muss sich doch mit nur einem Bezirksvorsteher in Wien zufriedengeben: Die Briefwähler haben das vorerst ebenfalls blau dominierte Floridsdorf doch noch gedreht und der SPÖ eine hauchdünne Mehrheit verschafft. Damit kann SPÖ-Bezirkschef Georg Papai im 21. Bezirk weiter regieren.

Stimmenmehrheit Wahlen zur Bezirksvertretung 2010 und 2015
© APA/Martin Hirsch

Zwischenzeitlich - nach Auszählung der Stimmen ohne Wahlkarten - hatte es so ausgesehen, als ob nicht nur Simmering, sondern auch Floridsdorf künftig FPÖ-dominiert sein würden. Dank Briefstimmen schaffte es die SPÖ schließlich doch noch, mit 38,36 Prozent äußerst knapp vor der FPÖ mit 37,15 Prozent auf Platz 1 zu landen. Die Differenz war mit rund 1.000 Stimmen allerdings mehr als gering.

Weit abgeschlagen angesichts der starken Duellanten die übrigen Parteien: Die Grünen landeten mit 7,30 Prozent auf dem dritten Platz, die ÖVP kam auf 6,48 und die NEOS auf 3,65 Prozent. Die Liste "Wir für Floridsdorf" schaffte mit 4,95 Prozent erneut den Sprung ins Bezirksparlament.

Kommentare

leute .. IHR habt sie gewählt.. und es sollte doch wahrlich klar gewesen sein, was auf euch zukommt...
darüberhinaus ist das wieder einmal eine MEHR als typische aktion: diemenschen sagen NEIN .... und sie machen es... alles klar...das sind eben die grünen, resp das ist ihr demokratieverständnis. selber schuld liebe währiger.. sorry aber KEIN mitleid.

das ist typisch für die Grünen - das Volk sagt nein sie machen es trotzdem . eigentlich müssten sie noch mal abstimmen lassen - den das Volk hatte nein gesagt - ein mehr wie klarer Gesetztesbruch

genau. selber schuld, die währinger sollen bestraft werden.

Ich finde es schon amüsant, aber wie man wählt so parkt man....

plolin123

Entschuldigung, aber was sind die Grünen? Gleich verlogen, wie die anderen Parteien. Selber hetzen und um nichts besser sein. Tja, unglaubwürdiger gehts nicht mehr. Traurig. Habe selbst einmal grün gewählt...

elrubina melden

Bin dafür das alle Radfahrer, mindestens eine Haftpflichtvericherung
wie die Autofahrer abschließen müssen, und auch natürlich auch ein
Fahradkennzeichen haben müssen.
Nehmen ja schließlich am Verkehr teil. Gleiche Pflicht für alle

neusiedlersee melden

Fahrradkennzeichen gab es schon in Österreich. Aber das wäre heute nur EU-weit durchzusetzen und sinnvoll.
Hallo Brüssel, vielleicht nimmt man noch ein paar Beamte auf, die sich mit dem Problem die nächsten paar Jahre beschäftigen können.

Haha, jetzt hat die FPÖ überhaupt nur einen Bezirk, sogar die Grünen haben 2! Von wegen knappes Duell mit Rot!

Brum melden

Ich bin in Währing aufgewachsen, damals (70er & 80er) war es ein schöner bürgerlicher Bezirk. Was für ein Wahnsinn dieses Idyll jetzt dem grünen Terror auszusetzen. 15km/h Zonen für Wien flächendeckend, jeder Radler soll schneller sein als ein Auto...
Meine Grosseltern hätten die Vassilakuh mit an nassen Fetzen rausgeprügelt....

Nicolay melden

Die Mehrheit sieht das anscheined anders. Zeit, dass sich was ändert!

plolin123
plolin123 melden

Welche Mehrheit?

Bill Rizer
Bill Rizer melden

Sie meinen die 11,84%-Mehrheit? Sie haben ein merkwürdiges Demokratieverständnis.

Tavington melden

mathe ist auch nicht seine stärke.

neusiedlersee melden

Das Problem der Demokratie ist die Mehrheit. Und da es mehr Blöde, Ungebildete und Unwissende gibt, haben diese immer recht.
Einmal gab es Politiker, die Vorbild waren. Die konnten Menschen vom Sinnvollen überzeugen. Heute gehören oder hören Politiker nur auf die Mehrheit.
Man darf daraus seine Schlüsse ziehen - und auf mich mit Steinen werfen, wie es uns die Zuwanderer vormachen.

immerwieder melden

11,84 % als mehrheit zu bezeichnen ist aber scho a bissl .. naa ... seltsam . aber is eh wurscht, denn als die V das erste mal in die stadtregierung kam, hatten die grünen ja AUCH nicht viel mehr.. und was hat sie nur alles "daraus gemacht"???

11223344 melden

nun da die grüne partei immer auf die autofahrer hinprügelt schlage ich vor dass kein einziges mitglied der grünen fraktion ein auto besitzen darf und auch mit keinem mitfahren darf. wenn schon denn schon, alles grüne auf die räder oder auf schusters rappen. die griechische kuh ist ja auch auf die mahü-diskussionen mit ihrem suv gekommen, eine farce sondergleichen

Denksport melden

Vassilkakou ist sowohl österreichische, als auch griechische Staatsbürgerin.

Nicolay melden

Jetzt machen Sie sich mal nicht in die Hose.

Eva Barbamama
Eva Barbamama melden

Frau G. hat im Sommergespräch gesagt, dass sie nach Mauthausen geflogen ist! Das finde ich sehr anständig! Ist ja auch ein weiter weg und ich mach mir deswegen nicht in die Hose um gleich mal die geistig niveauvollen Kommentare zu verhindern!

gustigusti melden

Frau G ist auch wichtig! Die hat es sozusagen "geschafft". Das kommunistische Gedankengut bezieht sich natürlich nur auf die Untertanen, jene, die sich zB kein 40.000 Euro Elektroauto leisten können.

neusiedlersee melden

Wie bzw. mittels welcher Fluglinie fliegt man nach Mauthausen.
Und was macht man dort? Ich bin nicht in der Lage mir einen Platz anzusehen wo soviel Leid und Angst für IMMER(!) unauslöschlich mit dem Boden + den Gebäuden verbunden sind. Ich würde dort vor Angst Todesgefühle erleiden. Fährt man dort hin um sich öffentlich betroffen zu zeigen. Mit graust es vor Menschen, das tun.

11223344 melden

leider kenne ich kein schimpfwort dass diesen erbämlichen grünen gerecht wäre. aber wie schon unten steht, wie hat nichts anderes verdient, nichts aus der vergangenheit gelernt und daher viel spass mit eueren roten und grünen ......................

neusiedlersee melden

Wer seine Meinung nur mittels Schimpfworten ausdrücken kann sollte diese bei sich behalten.

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