Buwog & Terminal Tower von

Razzia bei Raiffeisenlandesbank OÖ

Wirtschaftspolizei nimmt Unterlagen mit - Bank bestreitet Vorwürfe

Buwog & Terminal Tower - Razzia bei Raiffeisenlandesbank OÖ © Bild: RLB OÖ

Großrazzia bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) in Linz: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat am Donnerstag an mehreren Firmenadressen Unterlagen und Datenmaterial sichergestellt. Die Amtshandlung habe "bis spät in die Nachtstunden gedauert", hieß es seitens der Behörde.

Bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) haben Ermittler der am Donnerstag in Linz in einer Großaktion Hausdurchsuchungen durchgeführt, bestätigte ein Sprecher der WKStA am Freitag. An mehreren Firmenadressen seien Unterlagen und Datenmaterial sichergestellt worden.

Die Großaktion wurde durchgeführt zur Sicherstellung von Beweismaterial, ob es bei der Buwog-Privatisierung und beim Terminal Tower Linz allenfalls zu strafrechtlich relevanten Zahlungsflüssen gekommen sei. Der Korruptionsverdacht richtet sich auch gegen Verantwortliche des oberösterreichischen Finanzinstituts: Es werde geprüft, ob "Personen aus dem Management der RLB OÖ allenfalls strafrechtliches Verhalten gesetzt haben", sagte Ulrich. Namen könne er keine nennen. Das Ermittlungsverfahren laufe, die Unterlagen müssten nun ausgewertet werden.

Bank weist Vorwürfe zurück
Die RLB OÖ betonte am Freitag, dass die Hausdurchsuchung "unter Wahrung des Bankgeheimnisses" durchgeführt worden sei. Die Ermittler hätten keine Kundenunterlagen mitgenommen, sondern nur Unterlagen der Bank im Zusammenhang mit den beiden Projekten Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog) und Terminal Tower Linz.

Die RLB OÖ sieht sich zu Unrecht im Visier der Korruptionsermittler: Bei den Ermittlungen rund um die Buwog-Privatisierung und die fast 10 Mio. Euro-Provision der siegreichen Immofinanz an Peter Hochegger und Walter Meischberger habe Ex-Immofinanz Karl Petrikovics den damaligen Partner RLB OÖ belastet, daraufhin habe die Bank Petrikovics geklagt.