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43 Tote bei Busunfall in Frankreich

Bus frontal mit Lkw zusammengestoßen - 42 Passagiere und Lenker tot

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Lastwagen in Südwestfrankreich sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Die Fahrzeuge prallten am Freitag in der Früh 40 Kilometer nordöstlich von Bordeaux auf einer Landstraße frontal zusammen und gingen in Flammen auf, wie die Behörden mitteilten. Acht Menschen überlebten den schwersten Verkehrsunfall in Frankreich seit mehr als 30 Jahren.

Bei den Toten handelt es sich um 41 Buspassagiere, die meisten von ihnen ältere Menschen, den Busfahrer und den Lkw-Fahrer. Von den acht Verletzten erlitten jeweils zwei Verbrennungen und eine Gehirnerschütterung, teilte die Präfektur des Departements Gironde mit. Vier weitere Menschen kamen demnach mit leichten Blessuren davon. Der Bus sei mit einer Seniorengruppe auf dem Weg in den Ort Arzacq-Arraziguet im nördlichen Pyrenäen-Vorland gewesen.

Unfall in als gefährlich bekannter Kurve

Der Unfall ereignete sich auf einer Landstraße in der Gemeinde Puisseguin, die unweit der Kleinstadt Libourne liegt. Eine Anrainerin sagte dem Nachrichtensender i-Tele, der Unfall habe sich in einer als gefährlich bekannten Kurve ereignet. Der Bus war kurz zuvor in der Gemeinde Petit-Palais-et-Cornemps gestartet. Regierungsangaben zufolge transportierte der Lastwagen Holz.

Staatschef François Hollande sprach am Rande eines Griechenland-Besuchs von einer "furchtbaren Tragödie". Regierungschef Manuel Valls, Innenminister Bernard Cazeneuve und Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle.

Schwerstes Busunglück seit über zehn Jahren

Es ist das schwerste Busunglück in Europa seit mehr als zehn Jahren und der schwerste Verkehrsunfall in Frankreich seit mehr als 30 Jahren. 1982 waren bei einem Busunglück nahe der ostfranzösischen Stadt Beaune 53 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 44 Kinder.

Busunfall in Frankreich - Grafik
© APA/Martin Hirsch

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