Busunfälle auf Österreichs Straßen: Eine Chronologie der Unglücke der letzten Jahre

Im August '00 starben acht junge Deutsche auf A1 Oft verunglücken ausländische Fahrzeuge & Kinder

Österreichs Straßen waren immer wieder Schauplatz folgenschwerer Busunfälle. Hier eine Chronologie der vergangenen Jahre:

- 23. August 1988: Die B10 ist Schauplatz eines der schwersten Unfälle in Österreich. Zwischen Schwechat und Schwadorf in Niederösterreich prallt ein mit 35 Urlaubern besetzter Reisebus gegen einen Lkw-Zug. Zwölf Menschen werden getötet.

- 6. November 1989: Vier Tote, zehn Schwer- und 18 Leichtverletzte lautet die Bilanz eines Unglücks auf der Reschen-Bundesstraße bei Pfunds in Tirol. Bei den Opfern handelt es sich um Deutsche.

- 9. April 1991: Vier Tote und 33 Verletzte fordert ein schwerer Unfall auf der Westautobahn im Gemeindegebiet von Böheimkirchen in Niederösterreich. Ein Reisebus kommt von der Fahrbahn ab und stürzt über eine sechs Meter hohe Böschung.

- 8. August 1991: In der Obersteiermark verunglückt bei der Fahrt vom Triebener Tauern talwärts ein ungarischer Reisebus. 13 Passagiere werden getötet.

- 9. Juni 1994: Fünf Menschen sterben in einem voll besetzten belgischen Reisebus, der auf dem Perchauer Sattel in Kärnten mit einem Tankwagen kollidiert. Das Fahrzeug wird vom Lkw-Anhänger regelrecht aufgeschlitzt.

- 4. August 1994: Fünf Todesopfer fordert ein Unfall auf der Westautobahn in St. Valentin in Niederösterreich. Ein Behindertenbus des Malteser Hospitaldienstes prallt gegen einen abgestellten Lkw.

- 9. Jänner 1995: Ein mit 50 gebürtigen Serben besetzter Reisebus aus Deutschland kracht auf der Westautobahn bei Amstetten gegen einen Lkw-Zug. Vier Männer, eine Frau und ein Kind werden getötet.

- 6. Dezember 1995: Zehn Tote und 34 Verletzte ist die Bilanz eines Busunglücks in Salzburg. Der Doppeldecker aus Landshut in Bayern gerät ins Schleudern und stürzt in den Wolfgangsee.

- 5. Dezember 1998: Vier Tote und 48 zum Teil schwer Verletzte sind nach einem schweren Unglück in Oberösterreich zu beklagen. Ein mit deutschen Pensionisten besetzter Reisebus rutscht auf einem Güterweg bei Windischgarsten über eine Böschung. Der Lenker wollte die Schneeketten trotz Vorschrift erst montieren, als er nicht mehr weiterkam.

- 24. Jänner 1999: Ein mit 50 Skiurlaubern aus Ungarn besetzter Reisebus kommt im Bezirk Deutschlandsberg in der Weststeiermark ins Schleudern und stürzt über eine Böschung. 18 Personen werden getötet, die weiteren Fahrgäste zum Teil schwer verletzt.

- 3. April 1999: Beim Schneiden einer Kurve bei Hard (Bez. Bregenz) stößt ein Pkw frontal gegen einen tschechischen Reisebus. Insgesamt sterben vier Menschen.

- 27. September 1999: Ein Bus und ein Pkw rasen in einem Gegenverkehrsbereich der A1 zwischen Pöchlarn und Ybbs frontal gegeneinander. Drei Menschen werden getötet, zahlreiche weitere verletzt.

- 21. August 2000: In einem Gegenverkehrsbereich auf der Westautobahn bei Pöchlarn (Bezirk Melk) schlitzt der Anhänger eines schleudernden Lkw das obere Deck eines deutschen Doppeldeckerbusses auf. Acht Jugendliche werden getötet, 23 weitere zum Teil schwer verletzt.

- 21. September 2000: Ein folgenschwerer Unfall mit einem Schülerbus ereignet sich in der Tiroler Gemeinde Terfens (Bezirk Schwaz). Das Fahrzeug stürzt über eine steile Böschung und überschlägt sich mehrmals. Der Busfahrer ist sofort tot, sieben Kinder erleiden mittelschwere bis schwere Verletzungen. Im Bus hatten sich insgesamt 18 Schul- und Kindergartenkinder befunden.

- 1. Mai 2001: Auf der Inntalautobahn beim Vomp in Tirol sterben sechs Menschen, nachdem ein Bus möglicherweise durch Spurrillen auf der stark befahrenen Transitroute außer Kontrolle und durch die Leitschiene auf die Gegenfahrbahn geriet. 53 Businsassen werden verletzt. In den folgenden Tagen sterben zwei weitere Passagiere im Krankenhaus. Bei den Opfern handelt es sich um Tiroler auf der Rückfahrt von einem Ausflug.

- 8. August 2001: Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Vorarlberger Klein-Lkw und einem steirischen Reisebus kommen beide Lenker und eine Frau aus der Reisegruppe ums Leben. Das Unglück im Ambergtunnel auf der Rheintalautobahn ist der zweite blutige Unfall in einem Gegenverkehrstunnel binnen drei Tagen.

- 10. August 2004: Bei einem Busunfall am Dürrnberg bei Hallein in Salzburg sterben fünf Menschen, 40 werden verletzt. Der überwiegend mit Briten besetzte Reisebus stürzte 30 Meter über einen Abhang. Auslöser war ein vorschriftswidriges Überholmanöver eines Kleinbusses, der in der Folge den Reisebus touchierte.

- 5. März 2005: Beim Zusammenstoß zwischen einem Bus und einer Straßenbahn in Wien-Floridsdorf sterben ein vier Jahre alter Bub und ein 16-Jähriger.

- 3. Oktober 2005: 24 Verletzte fordert ein Auffahrunfall, in den zwei vollbesetzte Autobusse in Unterkärnten im Bezirk Völkermarkt verwickelt sind. Mit den Fahrzeugen hatten 120 Pensionisten aus Osttirol nach Kroatien fahren wollen.

- 31. März 2006: Im Tiroler Außerfern stürzt ein mit deutschen Schülern besetzter Bus auf dem Weg vom Skikurs in Südtirol nach Aachen bei Vils (Bezirk Reutte) über eine zwei Meter hohe Böschung - 13 Verletzte.

- 29. Mai 2006: Ein 18-jähriger Lehrling stirbt, weitere acht zum Teil Schwerverletzte fordert ein Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Kleinbus in Neukirchen an der Vöckla in Oberösterreich (Bez. Vöcklabruck).

- 2. Juni 2006: Ein mit 22 Moldawiern besetzter Reisebus stürzt auf der Fahrt auf der A2 in den Wiener Neustädter Kanal. Das Unglück fordert drei Tote und einen Schwerverletzten.

- 20. Juni 2006: Sechs zum Teil Schwerverletzte fordert der Frontalzusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Lkw in Ampass östlich von Innsbruck.

- 16. Juli 2006: Ein tschechischer Reisebus stürzt in Freistadt in Oberösterreich über eine Böschung: 21 Verletzte

(APA/red)