"Business as usual" für Tormanntrainer:
Klaus Lindenberger bereitet Goalies vor

Neuling: "Gratzei hat sicher gewissen Heimvorteil" Zum Thema Macho: "Macho braucht Unterstützung"

"Business as usual" für Tormanntrainer:
Klaus Lindenberger bereitet Goalies vor © Bild: APA/Artinger

Rund vier Monate vor der Heim-EM harrt die Tormannfrage in Österreichs Fußball-Nationalteam noch ihrer Klärung. Gegen Deutschland ist Alexander Manninger erste Wahl, mit Christian Gratzei ist ein Kader-Debütant Nummer zwei. Jürgen Macho wurde bewusst nicht einberufen, Helge Payer, der ohnehin nicht gespielt hätte, sagte krankheitsbedingt ab. ÖFB-Tormanntrainer Klaus Lindenberger findet an dieser Situation freilich nichts Besonderes.

Lindenberger ist von der Wahl Gratzeis jedenfalls überzeugt. Auch wenn man sich vom Sturm-Tormann jetzt freilich keine Wunderdinge erwarten dürfe. "Man muss es realistisch sehen, er hat sicher einen gewissen Heimvorteil. Aber er hat gute Leistungen gebracht, natürlich auch mit Fehlern."

Die Situation des gegen Deutschland absenten Jürgen Macho schätzt er als knifflig ein. Ist der Favorit auf die Nummer eins im ÖFB-Team doch bei seinem Clubtrainer in Athen in Ungnade gefallen und muss sich seinen Platz erst wieder erkämpfen. "Glätten wird sich das schwer lassen", fürchtet Lindenberger. "Ich telefoniere oft mit ihm, und für ihn ist das sehr unbefriedigend. Er ist schon der Typ, der da Unterstützung braucht."

Selbst wenn Macho bis zum Ende der Saison, die sich noch über 12 Runden bis zum 13. April erstreckt, gar nicht mehr zum Einsatz kommen sollte, wird der 30-Jährige bei der EURO aber wohl zumindest auf der Bank sitzen. Lindenberger: "Wir kennen seine Qualitäten. Er hat schon so viel Positives vollbracht."

Hinter dem Trio Macho-Manninger-Payer haben sich in den letzten Monaten freilich bereits weitere Kandidaten in Stellung gebracht. Der bei Xanthi in Griechenland spielende Michael Gspurning etwa, oder Ramazan Özcan vom deutschen Zweitligisten Hoffenheim.

"Wir verfolgen das ganz genau", so Lindenberger, der vor Gspurning ("die sind derzeit immerhin Sechster der griechischen Liga") und Özcan den Hut zieht. "Es freut mich für den Rambo (Özcan, Anm.) wirklich, dass er da jetzt spielt. Aber auf den EURO-Zug noch aufzuspringen, das wird nicht leicht für ihn."

(apa/red)

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