Bushs Kampagne zur Enthaltsamkeit ist zwecklos: US-Teenies tun es trotzdem!

Regierung fördert Programme zur Enthaltsamkeit Jugendliche lassen sich von Sex nicht abhalten

Die von US-Präsident George W. Bush propagierte Erziehung zur sexuellen Enthaltsamkeit hält Teenager anscheinend nicht vom Geschlechtsverkehr ab. Sie hat auch keinen Einfluss darauf, ob Kondome benutzt werden. Das geht einem Bericht der "Washington Post" zufolge aus den jüngsten Ergebnissen einer Studie hervor.

Sie wurde 1997 vom Kongress in Auftrag gegeben und verfolgte den Weg von 2.000 Kindern aus städtischen und ländlichen Gebieten bis zum High-School-Abschluss. Dabei wurde etwa die Hälfte der Gruppe zusätzlich zur Aufklärung etwa über Schwangerschaftsverhütung und Safe Sex auch mit Abstinenz-Programmen konfrontiert. Am Ende der Studie habe sich herausgestellt, dass je die Hälfte beider Gruppen der nunmehr durchschnittlich knapp 17 Jahre alten Schüler enthaltsam geblieben seien.

Die "aktiven" Teenager hätten ungefähr im Alter von 15 Jahren den ersten Sex gehabt, ergab die Untersuchung. Weniger als ein Viertel von ihnen in beiden Gruppen hätten nach eigenen Angaben jedes Mal beim Sex Kondome benutzt. Mehr als ein Drittel wiederum in beiden Gruppen hätten zwei oder mehr Partner gehabt.

"Das sind nicht sehr viele gute Nachrichten für Leute, die auf Abstinenz-Erziehung bauen", zitierte die "Washington Post" Sarah Brown, Direktorin der "Nationalen Kampagne zur Verhinderung von Teen-Schwangerschaften". Die Regierung in Washington fördert Programme zur Enthaltsamkeit pro Jahr mit 176 Millionen Dollar (etwa 130 Millionen Euro). Die einzelnen Bundesstaaten und Kommunen investieren zusätzliche Millionen.

(apa)