Bush in USA so unbeliebt wie nie: Präsident
im Umfragetief - nur 36 Prozent Zustimmung

Bloß 2 von 10 US-Bürgern glauben an Sieg im Irak Nur Nixon hatte zuvor derart schlechte Umfragewerte

US-Präsident George W. Bush hat vor dem dritten Jahrestag des Irak-Krieges ein neues Umfragetief erreicht. Danach sind nur noch 36 Prozent der US-Bürger mit der Amtsführung ihres Präsidenten zufrieden, während sechs von zehn Amerikanern Bush schlechte Noten ausstellen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hervor.

Danach glauben nur noch etwas mehr als zwei von zehn US-Bürgern mit Sicherheit daran, dass die USA den Krieg im Irak gewinnen werden. Vor zwei Jahren waren es noch knapp acht von zehn Befragten. 57 Prozent aller US-Bürger halten den Irak-Krieg inzwischen für einen Fehler. Knapp sieben von zehn Amerikanern bezweifeln, dass der Präsident einen klaren Plan im Irak verfolgt.

Bush hatte im November vergangenen Jahres mit 37 Prozent die bisher geringste Zustimmung erhalten. Außer Bush hatte nur der frühere US-Präsident Richard Nixon derart schlechte Umfragewerte in der zweiten Amtszeit.

Irak-Krieg und "Katrina" machen Bush zu schaffen
Bushs Umfragewerte haben durch den Irak-Krieg, die schleppende Hilfe nach dem Hurrikan "Katrina", die Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin, den Lobbyisten-Skandal sowie Korruptionsskandale von Mitgliedern seiner Republikanischen Partei gelitten.

Die Umfrage wurde vom US-Nachrichtensender CNN und der Tageszeitung "USA Today" in Auftrag gegeben. Es wurden vom 10. bis 12. März 1001 Bürger befragt. Die Fehlerquote liegt bei plus/minus drei Prozent.

(apa)