Putschversuch von

Heftige Kämpfe zwischen Armee-Einheiten

Burundi: Lage in ostafrikanischem Krisenland weiter unübersichtlich

Burundi © Bild: REUTERS/Goran Tomasevic

Nach einem Putschversuch von Teilen der Armee haben sich rivalisierende Einheiten im ostafrikanischen Burundi heftige Gefechte geliefert. Unterstützer und Gegner von Präsident Pierre Nkurunziza innerhalb der Militärs bekämpften sich in der Nacht auf Donnerstag rund um den Sitz des staatlichen Fernseh- und Radiosenders mit Maschinengewehren und Raketenwerfern.

Das berichteten Vertreter der Armee und Augenzeugen, sie sprachen von Feuergefechten und Explosionen. Der Machtkampf vor der geplanten Präsidentschaftswahl schien unentschieden.

Angriff auf staatlichen Rundfunk

Der Gebäudekomplex des staatlichen Rundfunks in der Hauptstadt Bujumbura wurde bisher von Nkurunziza-treuen Soldaten kontrolliert. Am frühen Donnerstag starteten Angehörige des Putschlagers nach eigenen Angaben aber einen Angriff auf die Gebäude. Auch aus anderen Teilen Bujumburas war Gefechtslärm zu hören. Journalisten berichteten von Angriffen der zu Nkurunziza stehenden Armeeteile auf private Rundfunkstationen.