Fakten von

Burgenland und Ungarn wollen Zusammenarbeit weiter intensivieren

Niessl und Staatssekretär Levente Magyar unterzeichneten Abkommen zur umfassenden Entwicklung der Verkehrsverbindungen

Das Burgenland und sein direkter Nachbar Ungarn wollen in Zukunft die Zusammenarbeit weiter intensiveren. Am Mittwoch unterzeichneten Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Levente Magyar, Staatssekretär im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel, laut Landesmedienservice ein gemeinsames Abkommen zur umfassenden Entwicklung der Verkehrsverbindungen zwischen dem Burgenland und Ungarn.

Auf Basis dieses Abkommens sollen konkrete und nachhaltige Projekte und Initiativen in Richtung Umsetzung gebracht und der Grenzraum verkehrsinfrastrukturell noch besser erschlossen werden, hieß es in einer Presseaussendung. "Das Burgenland und Ungarn haben bereits seit Jahren eine für den europäischen Raum modellhafte Basis einer funktionierenden und ergebnisorientierten Zusammenarbeit", so Niessl. Laut dem Landeshauptmann ist das weitere Abkommen "für den Ausbau der grenzüberschreitenden Aktivitäten zwischen dem Burgenland und Ungarn, für diese Region insgesamt gesehen, von großer Bedeutung", denn ein gemeinsames Europa brauche gemeinsame Wege. "Das kommt unseren nachbarschaftlichen Beziehungen zu Gute, das kommt den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute, das kommt der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region zu Gute", meinte Niessl.

Das nun unterzeichnete Abkommen beinhaltet fünf Punkte: Bei der Erarbeitung, Vorbereitung und Durchführung grenzüberschreitender Projekte soll eng zusammengearbeitet werden, um die in einer Verkehrsstudie ermittelten Ziele und Möglichkeiten zur Schaffung einer gut vernetzten Grenzregion zu verwirklichen. Vorbereitungsarbeiten für grenzüberschreitende Eisenbahnprojekte, die einerseits die Transeuropäischen Netze, aber auch die Ebene der Regionalbahnen betreffen, seien zu leisten. Weiters werde bei der Europäischen Union um Unterstützung für diese Projekte angesucht. Man verpflichte sich auch, diese gemeinsamen Projekte zu fördern und professionell umzusetzen, hieß es weiter. Außerdem sollen neue Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Gesundheit, Tourismus, Kultur und Bildung, aber auch in Richtung der kommunalen Ebene sondiert werden.

"Man sollte sich zwar stets an die Vergangenheit erinnern, aber viel mehr auf die Zukunft bauen. Die Zusammenarbeit zwischen Ungarn und dem Burgenland ist im Lichte der letzten 100 Jahre jetzt in ihrer intensivsten Phase. Diese erfolgreiche Kooperation ist durch konkrete Ergebnisse belegbar, die wirksam und effizient, konstruktiv und pragmatisch umgesetzt wurden. Darauf wollen wir aufbauen und mit der heutigen Unterzeichnung dieses Abkommens den nächsten Schritt als Grundlage für weitere gute Jahre setzen", so Levente Magyar.

Kommentare