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ORF-Moderatorin tritt für ÖVP an

Auch Miss Burgenland im Team

Burgenland - ORF-Moderatorin tritt für ÖVP an © Bild: HERBERT PFARRHOFER

ORF-Moderatorin Gaby Schwarz geht als ÖVP-Spitzenkandidatin im Burgenland ins Rennen. Schwarz habe sich bisher parteipolitisch nicht engagiert.

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Die ÖVP Burgenland präsentierte am Mittwoch ihre Landesliste für die Nationalratswahl. An erster Stelle des von Landesparteiobmann Thomas Steiner vorgestellten Teams steht mit der langjährigen ORF Burgenland-Mitarbeiterin und -Moderatorin Gaby Schwarz eine Quereinsteigerin. Mit auf der Liste sind auch Miss Burgenland Margot Pölz und die zukünftige Österreichische Weinkönigin Anna Reichardt.

Der Beschluss zur Listenreihung im Landesparteivorstand sei einstimmig erfolgt, so Steiner vor Journalisten. Auf Platz Zwei der Landesliste kandidiert der Nationalratsabgeordnete und ehemalige Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. Am dritten Platz folgt die frühere Eisenstädter Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel.

Schwarz habe sich bisher parteipolitisch nicht engagiert, sei aber "eine durch und durch politische Frau", sagte Steiner. Auf der Bundesliste erhalte sie den vierten Platz und damit ein sicheres Mandat.

Schwarz war beim ORF im Burgenland, den sie nach 37 Jahren verließ, als Moderatorin sowie als Marketingleiterin und Programmchefin tätig. Auf freiwilliger Basis ist sie als organisatorische Leiterin der Kriseninterventin im Burgenland tätig. Sie habe sich ein Leben lang um Menschen gekümmert, sowohl beruflich, als auch in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, sagte die ÖVP-Spitzenkandidatin: "Das ist eigentlich mein Beweggrund, genau für diese Menschen in dem Land, in dem ich lebe, eine starke Stimme zu sein in Wien. Das ist das, was mich dazu bewogen hat, den ORF zu verlassen und jetzt Teil dieser Bewegung zu sein."

Aus den unterschiedlichsten Bereichen

Die ÖVP Burgenland habe zur Mandatsvergabe ein durchgängiges Vorzugsstimmensystem beschlossen: "Das heißt, diejenige Person, die die meisten Vorzugsstimmen haben wird, soll auch das Mandat bekommen", erläuterte Steiner.

Aus Sicht der Landespartei sei es "sehr erfreulich, wenn drei Nationalräte aus dem Burgenland aus der ÖVP kommen können", zeigte sich Landesparteisekretär Christoph Wolf optimistisch.

Bei der Nationalratswahl 2013 konnte die Volkspartei in keinem der zwei Regionalwahlkreise ein Mandat erringen. Auf der Landesliste hatte Berlakovich ein Vorzugsstimmenmandat erreicht, das er infolge seines Ausscheidens aus der Bundesregierung auch annahm.

Die 14 Kandidaten auf der Landesliste kämen aus verschiedensten Berufen und bildeten "eine Liste, die zu 100 Prozent Sebastian Kurz und die Volkspartei unterstützt", so Steiner. Auf den ÖVP-Listen sind 18 von 27 Plätzen mit Frauen besetzt, man habe damit "den höchsten Frauenanteil aller politischen Parteien im Burgenland". 14 Kandidaten seien unter 35 Jahre alt. Nun wolle man bis zum 15. Oktober alles tun, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.

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