Burgenland goes Europe: Für Mattersburg
ist UEFA-Cup-Teilnahme zum Greifen nahe!

NEWS: Alles über das Geheimnis des Sensationsklubs Zehn Burgenländer im Kader und Schmalspur-Budget

Burgenland goes Europe: Für Mattersburg
ist UEFA-Cup-Teilnahme zum Greifen nahe!

Mattersburg, der Top-Aufsteiger der Liga, liegt sensationell auf Platz zwei. Für den Dorfklub mit zehn Burgenländern im Kader und Schmalspur-Budget ist die UEFA-Cup-Teilnahme zum Greifen nahe. Lesen Sie alles über das Geheimnis der burgenländischen Eigenbau-Vereins.

Die Burgenländer rangieren sechs Runden vor Schluss hinter Meister Red Bull Salzburg auf Platz zwei, neun Punkte vor Rapid, elf Punkte vor der Austria. Ein Europacupplatz ist somit praktisch fix, für die Wiener Großvereine ist derUEFA-Cup-Zug vielleicht schon abgefahren. Und das ist in vielerlei Hinsicht sensationell: Der SV Mattersburg verfügt mit einem Etat von rund 6,5 Millionen Euro nur über knapp die Hälfte des Budgets von Rapid und über weniger als ein Drittel von jenem der Austria.

Und setzt, im Gegensatz zu den Wiener Klubs, konsequent auf Kicker mit Lokalkolorit: Während am letzten Wochenende etwa die Austria gegen den FC Superfund keinen einzigen Wiener aufs Feld schickte und Rapid bei Sturm gerade vier Eigenbau-Kicker einsetzte, liefen beim jüngsten 5:1-Sieg von Mattersburg gegen den GAK mit Mörz, Kühbauer, Wagner, Borenitsch, Schmidt, Bürger und Fuchs gleich sieben echte Burgenländer auf – und schossen vier der fünf Tore.

Selbst SVM-Coach Franz Ledererwohnt in Steinwurfweite vom Pappelstadion, Tormann-Coach Leo Martinschitz ist eine burgenländische Goalie-Legende, Sportdirektor Ernst Simmel kommt aus der Nachbargemeinde Rohrbach. Ebenso wie Shootingstar Christian Fuchs, Neo-Nationalspieler, und Amateure-Goalie Roland Gerdenitsch, der gegen Rapid mit "zarten" 28 ein unerwartetes Liga-Debüt feierte.

Langzeit-Obmann Martin Pucher: "Wir sind ein FC Burgenland und werden immer ein erdiger Verein mit mehrheitlich Spielern aus der Region bleiben." Der Wirkungskreis der Mattersburg-Scouts reicht aber auch über Bundesland-Grenzen: Der Exverteidiger und jetzige Co-Trainer Zatek kam aus der Slowakei, der neue Verteidiger Csizmadia aus Ungarn, Stürmer Hanikel und Junior Mansberger kommen aus Niederösterreich, Atam und Naumoski aus Wien.

Die konsequente Klubpolitik des Bankkaufmanns Pucher trägt längst wirtschaftliche Früchte: Mit bisher 9.744 zahlenden Zuschauern pro Spiel hat der Verein aus der 6.500-Einwohner-Gemeinde den dritthöchsten Zuschauerschnitt der Liga, ein Drittel mehr als die Austria. Seit Jahren schreibt der SVM am Saisonende Gewinne, und das soll so bleiben. "Wir haben heuer keinen einzigen Euro an Einnahmen aus dem Europacup budgetiert", bestätigt Obmann Pucher. Das Geld spülen die Fans in die Klubkasse: 3,4 Millionen Euro sind aus Eintrittsgeldern eingeplant, rund eine halbe Million bringen die Gastronomie-Erlöse aus dem 800 Quadratmeter großen SVM-Café unter der Haupttribüne des vereinseigenen Pappelstadions und der Verkauf von Fanartikeln, 1,1 Millionen kommen von Sponsoren. An TV-Geldern lukriert man rund 1,5 Millionen Euro.

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