Bundesrat von

Dörfler wurde angelobt

Von ihm geäußerter Ruf nach Abschaffung der Kammer war nur "Momentaufnahme"

Gerhard Dörfler Budnesrat © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) ist am Freitag in seiner neuen Funktion als Bundesrat angelobt worden. Der Neo-Mandatar hielt am Vormittag auch gleich seine erste Rede, Thema waren die Regionen in Europa. Am Rande der Sitzung erklärte er, dass sein Ruf nach Abschaffung der Kammer im Vorjahr nur eine "Momentaufnahme" gewesen sei.


Dörfler meinte, er habe sich im Februar 2012 nur der Meinung der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) angeschlossen. Er habe damals aber keine entsprechenden Anträge gestellt, noch den Bundesrat in irgendeiner Form beschimpft. Er habe den "Vorstoß von Burgstaller" eben "auch überlegenswert gefunden", so Dörfler am Rande der Sitzung.

In einer Aussendung vom 14. Februar 2012 hatte er noch erklärt, es freue ihn "umso mehr, dass nun nach dem Motto 'nun sind wir schon zwei' in dieser Frage eine Allianz mit LH Gabi Burgstaller gegeben ist" - "nachdem ich schon mehrfach meinen Standpunkt, wonach der Bundesrat abzuschaffen ist, klar gemacht habe."

Noch keine Reformvorschläge

Seine damaligen Ansichten begründete Dörfler nun auch damit, dass es generell darum gehe, die politische Architektur eines Landes zu hinterfragen. Als Beispiel nannte er Überlegungen, etwa den Bundeskanzler direkt wählen zu lassen. Er trete jedenfalls leidenschaftlich für eine Verstärkung des Direkt-Mandats ein, sagte er.

Reformvorschläge für den Bundesrat hat er noch keine. Es wäre "kühn", solche noch während seiner ersten Sitzungsteilnahme auszusprechen. Jetzt befinde er sich einmal in einer "Phase des Lernens".

Eröffnungsrede zu regionaler Zusammenarbeit

Er werde seine neue Aufgabe jedenfalls mit "Demut" wahrnehmen, sagte Dörfler am Freitag einmal mehr. Vorwürfe, damit seine Polit-Pension zu sichern, wies er energisch zurück. Er hätte seine langjährige politische Erfahrung auch "entsorgen" können, dies wolle er aber nicht, daher will er diese nun in den Bundesrat einbringen. Man solle ihn daran messen, was er inhaltlich beitragen wird, sagte er.

Seine Antrittsrede hielt Dörfler anlässlich der Erklärung des Präsidenten des Ausschusses der Regionen (AdR), Ramón Luis Valcárcel Siso, zum Thema "Die Rolle der Regionen in einem sich schnell wandelnden Europa". Der Ex-Landeschef verwies dabei u.a. auf das "erfolgreiche Projekt" des von ihm mitbegründeten Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit "Euregio Senza Confini" - ein Bündnis der Regionen Veneto, Friaul-Julisch Venetiens, Luca Zaia und Renzo Tondo sowie Kärnten. Es gehe dabei darum, Brücken zu bauen, betonte der Neo-Abgeordnete. Gerade bei dieser "grenzüberschreitenden Politik" wolle er seine Erfahrung einbringen, so Dörfler.

Kommentare

hoffentlich hat sich dr. fischer nachher die hände gewaschen und desifiziert !den der braune dreck stinkt bis zum himmel !und die zweitwohnung nicht in wien bitte , sondern in stinkenbrunn !

aufzeig

Charakterlose Sesselpicker gehören aus allen politischen Funktionen ausgesperrt.Kotz

Ach ja, Gerhard Dörfler. Ein Charakterbild mit Unterhaltungswert. Er hat sich selbst einmal als Fels in der Brandung bezeichnet. Mich persönlich erinnert er dann doch eher an einen Bimsstein, der versucht oben zu schwimmen um nicht vom selbstproduzierten Strudel verschlungen zu werden. Und so wie der Mann sich bei den eigenen Aussagen permanent verirrt und zur Tatsachenverdrehung ausholt, will ich seine Wortspenden auch nicht im Bundesrat, sondern ihn nur dann in einem öffentlichen Amt sehen, wenn er seinen Reisepass verlängern lässt.
Jede Handlung von Opportunismus und Eigennutz geprägt, jede Wortspende eine Zumutung an Moral und Intellekt...und auch im Bundesrat wird's nur dann gehen, wenn keiner mit dem Begriff Rosstäuscherei was anzufangen weiß.

Was hat der Mann im Bundesrat verloren! Einer der mitgeholfen hat Kärnten in die Pleite zu treiben, soll endlich von der politischen Bühne verschwinden!!!

Momentaufnahme pffff - SHAME ON YOU DÖRFLER!!!

Der "Schmutzbeutel" dreht sich und wendet sich wie er es braucht. Pfui Teufel. Er sei auf einen Versorgungsposten nicht angewiesen (erste Lüge), er habe sich nur der Meinung von Burgstallers angeschlossen (na und - jetzt nicht mehr oder was, Lüge Nr. 2) Der Mann hat mit den Ortstafeln großartiges geleistet und macht das jetzt mit dieser Performance alles kaputt. Shame on You Dörfler!

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