Bundesliga 5. Runde von

Duell der Remiskönige

Wacker gegen Ried - Kirchler erstmals zurück auf der Wacker-Trainerbank

Roland Kirchler auf die Tribühne verbannt. © Bild: APA/GERT EGGENBERGER

Wacker Innsbruck und Ried sind in der Fußball-Bundesliga nach vier Spielen etwas überraschend noch ungeschlagen. Am Samstag (19.00 Uhr) kommt es im Tivoli-Stadion nun zum direkten Duell des Vierten mit dem Fünften. Sehr wahrscheinlich ist eine Punkteteilung, sind die beiden Teams doch mit je drei Unentschieden die Remiskönige der Liga.

Für die Tiroler gab es bisher im eigenen Stadion mit dem 2:2 gegen Sturm Graz und dem 1:1 gegen Red Bull Salzburg nur Punkteteilungen, die Rieder wiederum sind in der Fremde nach einem 0:0 in Grödig und einem 3:3 bei der Wiener Austria noch ungeschlagen und unbesiegt. Geht es nach den Hoffnungen der beiden Trainer, so soll sich dieser Trend zumindest fortsetzen.

"Wir haben jetzt die Gegner Ried und Wiener Neustadt, in solchen Spielen müssen wir schauen zu gewinnen oder zumindest nicht zu verlieren", sagte Wacker-Trainer Roland Kirchler. Zu erwarten sei eine interessante Partie. "Ried ist eine Mannschaft, die auf unserem Niveau liegt und genauso wie wir offensiv ausgerichtet ist", meinte Innsbrucks Coach. Ihm steht nur Miroslav Milosevic verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Stjepan Vuleta wird trotz Achillessehnenproblemen als "Joker" dabei sein.

Kirchler nicht mehr gesperrt

Um zu punkten, dürfen sich die Tiroler jedenfalls nicht einen Auftritt wie in der ersten Hälfte beim 1:1 in Wolfsberg erlauben. "Das war katastrophal, aber auch die Ausnahme in der Saison. In der zweiten Hälfte hat man dann den FC Wacker neu gesehen", sagte Kirchler. Da wäre für die Tiroler auch noch mehr möglich gewesen, auch aufgrund eines vergebenen Elfmeters von Roman Wallner blieb es beim Remis. "Ich spiele lieber Remis, als ich verliere. Wir sind genau da, wo wir hingehören. Es ist wichtig, dass wir uns den Respekt der anderen Mannschaften zurückerarbeitet haben", zog Kirchler ein positives Zwischenresümee.

Der 42-Jährige sitzt nach Ablauf seiner Funktionssperre für vier Partien diese Saison zum ersten Mal auf der Trainerbank, sein ungeschlagen gebliebener Co Florian Klausner rückt also wieder ins zweite Glied. "Ich freue mich, wieder dabei zu sein, die Emotionen sind auf der Linie schon ganz anders", betonte Kirchler. Der Ausflug auf die Tribüne hatte für den Tiroler aber auch positive Aspekte. "Man hat einen anderen Blick aufs Spiel, sieht mehr. Das hilft für die Arbeit unter der Woche", meinte Kirchler, der sich daher vorstellen könnte, in Zukunft einen Vertrauten zwecks Analyse auf die Tribüne zu setzen.

Ried zuversichtlich

Der Blick auf die vergangene Saison zeichnet ein eindeutiges Bild, hatte sich da doch jeweils die Heimmannschaft durchgesetzt. "Wir haben uns in Innsbruck immer schwergetan", erinnerte sich Ried-Trainer Michael Angerschmid an die jüngsten Liga-Auftritte auf dem Tivoli (0:0,0:1,0:2). Der 39-Jährige rechnete auch diesmal mit einem starken Gegner. "Innsbruck ist besser als im vergangenen Jahr. Der Abstiegs-Druck ist weg, die Mannschaft ist gut in die Saison gestartet", war sich Rieds Chefcoach bewusst.

Der erste Auswärtssieg nach saisonübergreifend sechs Spielen soll trotzdem gelingen. "Wir müssen das Spiel genauso aufbauen wie gegen Wiener Neustadt und die nötigen Räume finden. Dann haben wir gute Chancen, dass wir Innsbruck schlagen", sagte Angerschmid. Dafür müssen die Oberösterreicher allerdings ihre zuletzt in Niederösterreich beim 1:1 gezeigte Abschlussschwäche abstellen.


Für Tore könnte auch Julius Perstaller sorgen, der seit seinem Wechsel von Innsbruck im Sommer bei den Riedern noch nicht über die "Joker"-Rolle hinauskam. "Für mich ist das jetzt natürlich ein ganz anderes Gefühl gegen statt mit Innsbruck zu spielen. Ich freue mich schon sehr darauf", meinte der Stürmer. Zu erwarten sei eine ausgeglichene Partie. "Die Innsbrucker sind gut drauf, haben viel Selbstvertrauen getankt und können daher befreit aufspielen. Es ist aber ein schlagbarer Gegner, wir sind sehr gut aufgestellt", sagte der 24-Jährige.

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