Titelkampf von

Salzburg bleibt dran

Bullen nach Sieg bei Rapid im Stimmungshoch - Kampl mit Kampfansage an die Austria

Red Bull Salzburg feiert Sieg über Rapid © Bild: GEPA/Brem

Red Bull Salzburg lässt im Kampf um die erfolgreiche Verteidigung des Meistertitels nicht locker. Durch den 3:1-Auswärtssieg am Samstag gegen Rapid verkürzten die Mozartstädter den Rückstand auf Spitzenreiter Austria zumindest bis Sonntag auf drei Punkte und tankten Moral für die letzten fünf Runden. "Nach diesem Spiel glauben wir alle noch mehr an den Titel. Wir werden die Austria für jeden Punkt bestrafen, den sie verliert", versprach Mittelfeldspieler Kevin Kampl.

Etwas schaumgebremster äußerte sich sein Trainer Roger Schmidt. "Ich glaube, wir werden die Saison auf diese Art und Weise zu Ende spielen. Ob es dann für die Meisterschaft reicht, wird man sehen." Der jüngste Aufwärtstrend seiner bereits 14 Ligapartien ungeschlagenen Truppe stimmt den Deutschen zuversichtlich. "Wir haben uns in dieser Saison weiterentwickelt und sind auf dem richtigen Weg."

"Rapid hat uns alles abverlangt"

Dabei lief es für die "Bullen" im Hanappi-Stadion zunächst nicht wunschgemäß, erst ein schwerer Gerson-Patzer ließ die Gäste zurück ins Spiel kommen. Dennoch legte Schmidt Wert darauf, dass die Salzburger die Partie dank der eigenen Stärke gedreht hätten.

"Die Mannschaft hat trotz der schwierigen Situation nach dem Rückstand immer an sich geglaubt. Das war großartig, auch wenn es wahrscheinlich nicht unsere beste Leistung war", betonte Schmidt und sprach von einem verdienten Sieg. "Es war ein schwieriges und intensives Spiel, Rapid hat uns alles abverlangt. Wenn man so ein Match noch dreht, ist das ein extrem gutes Zeichen."

Durch den ersten Saisonsieg über Rapid wurde das im Frühjahr ausgegebene Minimalziel erreicht, schließlich ist der Doublegewinner seit Samstag nicht mehr von einem Champions-League-Qualifikationsplatz zu verdrängen. "Doch wir hätten einen Voll-Einbruch erleiden müssen, um das nicht zu schaffen", relativierte Schmidt. Dass für den mit Abstand reichsten Club des Landes ein zweiter Platz nicht zufriedenstellend sein kann, ist dem Coach bewusst. "Ich weiß nicht, ob wir jemals den Ansprüchen genügen werden, aber wir werden es versuchen."

Alan kann noch mehr

Zumindest gegen Rapid wurden die Ansprüche erfüllt - vor allem dank des kurzfristig für den erkrankten Jonatan Soriano eingesprungenen Doppel-Torschützen Alan. "Man hat zwar gesehen, dass ihm noch die Substanz fehlt, doch er war im richtigen Moment da. Das zeigt, welche Qualität und Mentalität er hat", lobte Schmidt den Brasilianer, der sich bescheiden gab. "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, das kommt noch. Zufrieden bin ich erst, wenn wir Meister sind."

Neben Alan stand bei Salzburg auch Eddie Gustafsson im Mittelpunkt. Der Schwede absolvierte am Samstag sein erstes Liga-Match seit dem 2:4 im Hanappi-Stadion am 20. November 2011. "Wir haben zwei gute Tormänner auf Augenhöhe. Gustafsson hat zuletzt einen guten Eindruck hinterlassen und sich die restlichen Spiele verdient", meinte Schmidt und machte damit klar, dass der Schwede wohl bis Saisonende statt Alexander Walke im Tor stehen wird.

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