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2. Titel-Matchball für Salzburg

Bullen reicht Remis für Titelgewinn - Sturm braucht Punkte im Europacup-Rennen

Jonatan Soriano jubelt mit Sabitzer © Bild: GEPA pictures/ Felix Roittner

Zweiter Matchball für Red Bull Salzburg. Nach dem 2:2 in Altach hat der Titelverteidiger am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr) in Graz bei Sturm die nächste Chance das Meisterstück in der Fußball-Bundesliga vorzeitig perfekt zu machen. Den Salzburgern reicht aufgrund von acht Punkten Vorsprung sowie des um 31 Treffer besseren Torverhältnisses im Vergleich zu Verfolger Rapid eigentlich schon ein Punktgewinn.

"Grundsätzlich reicht uns ein Punkt, wir haben aber den Anspruch, in Graz zu gewinnen", gab Salzburg-Trainer Adi Hütter die Marschroute vor. Mit einem vollen Erfolg wäre der Titel auch offiziell nach der 34. Runde schon in der Tasche. "Die Mannschaft hat nicht nur die Qualität, sondern auch die Erfahrung, mit so einer Situation umzugehen", sagte Hütter. Bei einem deutlich geringeren Punkte-Polster wäre die Lage sicher angespannter. "Wir müssen trotzdem hoch konzentriert an dieses Spiel herangehen und brauchen eine viel bessere Leistung als in Altach, um zu gewinnen", weiß Salzburgs Coach.

Soriano vermutlich wieder fit

Topstürmer Jonatan Soriano, der in Altach verletzt gefehlt hatte, dürfte rechtzeitig fit werden. Der 29-Jährige hat die Torjägerkrone mit 30 Toren ziemlich sicher schon in der Tasche, ist aber nach wie vor motiviert, gilt es doch seine persönliche Saison-Bestmarke aus der vergangenen Saison (31) zu überbieten. "Es wäre wichtig für uns, dass Soriano spielen kann. Er kann uns helfen, dass wir als Sieger vom Platz gehen", hofft auch Stürmer-Kollege Marcel Sabitzer auf einen Einsatz des Spaniers. Das Zusammenspiel der beiden funktioniert immer besser. "Wir ergänzen uns gut", sagte Sabitzer.

Jonatan Soriano jubelt
© GEPA pictures/ Felix Roittner Soriano will seine eigene Bestmarke überbieten

Beim nächsten Anlauf der sieben Partien unbesiegten Salzburger auf die Champions-League-Gruppenphase könnte der Ex-Rapidler aber nicht mehr dabei sein. Sabitzer ist nur für ein Jahr von Leipzig ausgeliehen, wo er einen Kontrakt bis 2018 besitzt. "Für mich steht im Vordergrund, dass ich mich weiterentwickeln kann. Wo das sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen", gab der 21-Jährige keinen Einblick in seine Zukunftsplanung. Priorität hat das Saisonfinish mit Salzburg. "Sturm hat eine gute Mannschaft und ist sehr heimstark. Wir haben aber das klare Ziel, am Mittwoch den Meistertitel zu fixieren", erklärte der 18-fache Saison-Torschütze.

Grazer brauchen Punkte im Europacup-Rennen

Gegen die Grazer gab es für die "Bullen" zuletzt insgesamt sowie auch in Graz zwei Siege hintereinander. In der UPC-Arena ist der Tabellenführer zudem sechs Partien unbesiegt, holte dabei je drei Siege und Remis. Sturm glückte zuletzt am 23. Oktober 2011 mit einem 2:1 ein Liga-Heimsieg gegen die Mozartstädter. Ein Ende dieser langen Durststrecke haben die Grazer nötig, um im Europacuprennen am Ende vielleicht nicht durch die Finger schauen zu müssen.

Drei Runden vor Schluss liegt die Truppe von Chefcoach Franco Foda (53/+15 Tore) zwar noch auf Rang drei, hat allerdings mit Altach (53/+1) und dem WAC (52/+4) zwei direkte Konkurrenten voll im Nacken sitzen. Der Motor der Steirer kam zuletzt mit vier Partien ohne Sieg, dabei nur drei Punkten und zuletzt einer bitteren 0:1-Niederlage beim WAC gehörig ins Stottern. "Man kann sich aussuchen, wie man die Bilanz sieht. Wir haben die letzten vier Spiele nicht gewonnen, aber auch von den letzten acht Spielen nur eines verloren", erinnerte Sturms Trainer Franco Foda.

Rapid will in Grödig Vizemeistertitel fixieren

Rapid hat den Vizemeistertitel in der Fußball-Bundesliga unmittelbar vor Augen. Die Wiener haben dank sieben Punkten Vorsprung auf Sturm Graz und Altach schon in Grödig die erste Chance, das Champions-League-Qualifikations-Ticket zu lösen. Im Stadion am Fuße des Untersberg sind die Hütteldorfer aber bisher noch sieglos.

Hofmann jubelt mit Beric
© GEPA pictures/ Philipp Brem Rapid will in Grödig endlich jubeln.

Die Grödiger haben den Klassenerhalt in der jüngsten Runde mit einem 3:2-Sieg gegen Ried vorzeitig fixiert. Viel Brisanz ist trotzdem in der Partie, stehen doch bei Grödig mit Tomi, Stefan Nutz und Philipp Huspek drei Akteure unter Vertrag, die nach Saisonende zu Rapid wechseln. Das Trio wird auch zum Einsatz kommen. "Ich sehe keinen Grund, sie herauszunehmen, sie sind nach wie vor bei Grödig tätig", sagte Grödig-Trainer Michael Baur.

Der Tiroler rechnet auch damit, dass seine Offensiv-Asse hoch motiviert zu Werke gehen. "Es ist eine Riesenherausforderung für sie. Sie können eine Duftmarke hinterlassen bei ihrem neuen Club und neuen Trainer", meinte Baur. Angst davor, den Wienern den Startplatz in der Qualifikation zur "Königsklasse" zu vermasseln, bräuchten die drei Kicker keine haben. "Rapid ist sieben Punkte vorne und zu stark, um den Vorsprung noch aus der Hand zu geben", ist Baur überzeugt.

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