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Sturm schenkt Grödig sechs Tore ein

Grazer feiern Kantersieg beim Tabellenzweiten und leisten Wiener Clubs Schützenhilfe

Jubel von Offenbacher und Schloffer im Bundesliga-Spiel Grödig gegen Sturm © Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl

Sturm Graz ist mit einem 6:0 (4:0) bei Grödig endgültig im Frühjahr "angekommen". Vier Tage nach dem ersten Sieg präsentierten sich die Steirer in der 29. Runde auch auswärts beeindruckend stark. Für Grödig endete der kurze Aufwind hingegen mit einer harten Bauchlandung. Die Salzburger sind erstmals seit der 19. Runde nicht mehr Zweiter sondern sogar nur noch auf Platz vir zu finden.

Und zwar wegen der gleichzeitigen Siege von Rapid und Austria, womit die Europacup-Ambitionen des Überraschungs-Aufsteigers einen weiteren Dämpfer erlitten. Zu holen war für die von Personalproblemen geplagten Salzburger an diesem Abend nichts, denn Sturm agierte mit frühem Pressing höchst effizient und hatte in der ersten Hälfte das Spiel komplett im Griff. Schon früh war deshalb eine 4:0-Führung und die Basis für den Sieg gelegt.

Die verdiente Führung fiel in der 17. Minute. Nach einem Angriff der Steirer bekam die Grödig-Verteidigung den Ball nicht weg und Marco Djuricin jagt den Ball via Querlatte zum 1:0 ins Tor. Fünf Minuten später wurde Djuricin von Beric schön frei gespielt, nach gutem Haken ging der Ball am bereits verladenen Keeper Fend, aber auch hauchdünn links am Tor vorbei.

Hadzic und Tomi im Bundesliga-Spiel Grödig gegen Sturm
© GEPA pictures/ Mathias Mandl Hadzic und Co. ließen Grödig keine Chance

Hütters Maßnahmen fruchten nicht

Sturm ließ nicht locker und schon in der 28. Minute wurde der engagierte Auftritt belohnt. Nach einem Schloffer-Freistoß von links "rasierte" Robert Beric per Kopf das Leder zum 2:0 für Sturm in die Maschen. Grödig-Trainer Adi Hütter reagierte - vergeblich - mit einem Doppeltausch.

Denn innerhalb einer Minute sorgten die wiedererstarkten Gäste für die Vorentscheidung. Bei einem Freistoß von Offenbacher (1. Bundesliga-Tor) verschätzte sich Keeper Fend völlig (37.), nur wenige Sekunden später bediente der ausgezeichnete Schloffer Beric ideal, der Millionen-Goalgetter zeigte sich endlich wieder und an diesem Abend erneut von der zielsicheren Seite (38.) und erzielte das 4:0. Vier Tore in einer Hälfte hatte Sturm zuletzt eineinhalb Jahre davor gegen Wolfsberg erzielt.

Sturm zeigt sich nimmersatt

Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine, Grödig wirkte aber zumindest ein wenig motivierter und erzwang gleich den ersten Eckball des Spiels. Aber schon im Gegenzug hätte Beric aus einem Konter fast das nächste Tor für die Milanic-Truppe erzielt. Sein Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei.

Danach war viel Stückwerk angesagt, das Spiel verflachte ziemlich. Sturm tat zunächst auch nur das Nötigste und lauerte auf die Chance. Die kam in der 81. Minute. Der von Kainz nach einem Konter ideal bediente Marc Andre Schmerböck erzielte gefühlvoll das 5:0. Drei Minuten vor Schluss gelang nach einem Weber-Stanglpass mit Daniel Beichler auch dem zweiten Sturm-Einwechselspieler aus kurzer Distanz ein Tor zum Endstand von 6:0. Sechs Treffer und 20:8 Torschüsse für Sturm sagen alles.

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