Sturm Graz - Salzburg von

Die Grazer Festung erobern

Salzburger zu Gast beim derzeit stärksten Heimteam der Bundesliga

Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg © Bild: GEPA/Mandl

Sturm Graz, das bis dato stärkste Heimteam der Bundesliga, ist für das Duell mit Double-Gewinner Salzburg gerüstet. "Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, die teuerste und beste Mannschaft Österreichs zu schlagen", sagte Sturm-Trainer Peter Hyballa vor dem Schlager der 19. Runde heute (18.30 Uhr, live im NEWS.AT-Ticker). Bei einem Sieg würde Sturm an Punkten mit den Salzburgern gleichziehen.

Die Grazer sind acht Runden ungeschlagen, in den jüngsten sechs Partien ging man fünfmal als Sieger vom Rasen. Die bisher letzte Niederlage setzte es am 30. September mit einem 2:3 in Salzburg. "Da waren wir knapp dran", erinnerte sich der seit Mittwoch 37 Jahre alte Hyballa.

"Umschalten" ist das Zauberwort

Der Deutsche erwartet offensiv ausgerichtete Gäste. "Die Salzburger greifen mit acht Offensiven an. Für uns wird Umschalten das Zauberwort sein. Wir müssen schauen, dass wir hin und wieder den Ball erwischen und dann schnell nach vorne spielen. Die Salzburger haben gerne den Ball, laufen ihm aber nicht gerne hinterher", meinte Hyballa.

Die Zwischenbilanz der Steirer zur Liga-Halbzeit fällt aufgrund des aktuellen Erfolgsruns positiv aus. "Wir haben 34 Punkte und sehr viel richtig gemacht. Es macht Spaß", sagte Hyballa. Der von Kaiserslautern ausgeliehene Angreifer Richard Sukuta-Pasu hat sich gut in Graz eingelebt und brennt auf den Schlager: "Ich freue mich riesig aufs Salzburg-Spiel, wir sind top motiviert."

Schmidt warnt speziell vor einem Sturm-Spieler

Salzburg-Trainer Roger Schmidt warnte seine Mannen ganz besonders vor seinem deutschen Landsmann Sukuta-Pasu: "Er war nicht umsonst eines der größten Sturmtalente in Deutschland. Er ist ein Stürmer mit vielen Facetten, enorm schnell, sehr robust und auf engem Raum brandgefährlich." Das gelte aber auch für zahlreiche weitere Sturm-Kicker. ""Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Wir stellen uns auf ein enges Spiel ein. Bei 100-prozentigem Einsatz können wir es gewinnen."

Die Salzburger wollen den Rückstand von aktuell fünf Punkten auf Tabellenführer Austria vor der Winterpause keinesfalls noch größer werden lassen. "Wir wollen in den verbleibenden Spielen einen guten Abschluss. Dann können wir positiv auf diese Herbstsaison zurückblicken. 37 Punkte sind ganz gut, dass es nicht immer so gut gelaufen ist, ist der Jugendlichkeit des Kaders geschuldet. Allerdings sehe ich große Möglichkeiten der Weiterentwicklung", erklärte Schmidt.

Leitgeb muss passen

Aller Voraussicht nach vermissen werden die Gäste den an der Hüfte verletzten langjährigen Sturm-Spieler Christoph Leitgeb. "Das ist ein schwerwiegender Ausfall, weil er zuletzt in hervorragender Verfassung war.", sagte Schmidt. Möglicher Ersatz ist der erst 16-jährige Lazaro. "Ich denke darüber nach. Er hat zuletzt aufgezeigt und sehr selbstbewusst agiert." Auch der angeschlagene Kevin Kampl ist fraglich.

Die Gesamtbilanz zwischen Sturm und Salzburg spricht seit dem Einstieg von Red Bull deutlich für die "Bullen": bei 17 Siegen und 9 Remis verloren die Salzburger nur 4 Partien, allesamt in Graz.


SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg:
(Samstag, 18.30 Uhr/live Sky, Graz, UPC Arena, SR Krassnitzer).

Sturm: Focher – Kaufmann, Dudic, Vujadinovic, Klem – Madl, T. Kainz – Sukuta-Pasu, Szabics, F. Kainz – Okotie

Ersatz: Waltl – Feldhofer, Ehrenreich, Bukva, Schloffer, Kröpfl, Ciftci, Weber, Bodul

Es fehlen: Säumel, Gratzei, Hölzl (alle verletzt), Koch (krank)

Salzburg: Walke - Klein, Vorsah, Schiemer, Ulmer - Ilsanker - Kampl/Teigl, Lazaro, Berisha, Mane - Soriano

Ersatz: Gustafsson - Dibon, Hinteregger, Sekagya, Mendes, Edomwonyi, Nielsen, Hierländer, Maierhofer

Fraglich: Kampl (Oberschenkelprobleme), Maierhofer (erkrankt)

Es fehlen: Leitgeb (Hüftverletzung), Svento, Alan (beide rekonvaleszent nach Kreuzbandriss), Schwegler (nach Knöchel-OP), Rodnei (Augenhöhlen-OP)

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