Bundesliga von

Stefan Maierhofers Traum-Comeback

Geschichte, wie sie nur der Fußball schreibt - Neo-Neustadt-Stürmer als Matchwinner

Stefan Maierhofer jubelt ala Messi © Bild: GEPA pictures/ M. Hoermandinger

"The Major is back" - Stefan Maierhofer hat für seine Rückkehr auf die Fußball-Bühne nicht zu viel versprochen. Drei Tage nach dem Transfercoup des SC Wiener Neustadt avancierte Maierhofer gleich zum Matchwinner der Niederösterreicher und atmete dem Bundesliga-Schlusslicht im Abstiegskampf neues Leben ein. Maierhofers Ferserl-Tor zum 1:0 ebnete am Samstag den Weg zum 2:0-Heimsieg gegen den WAC.

"Das war ein überragender Einstand, solche Geschichten schreibt nur der Fußball", freute sich der 2,02 Meter große Maierhofer nach seinem ersten Pflichtspiel seit 3. Mai 2014. Damals war er noch für Millwall in der zweithöchsten englischen Liga (Championship) auf Torjagd gegangen. Seitdem war Maierhofer vereinslos gewesen, nun lockte ihn Wiener Neustadt zumindest bis zur Winterpause zurück in die heimische Bundesliga.

Und Maierhofer ist von seiner neuen beruflichen Heimat begeistert: "Ich kann dem Verein nur ein Riesenkompliment aussprechen. Ich habe positives Feedback von allen Seiten bekommen, es macht mir Riesenspaß hier." Bei einer Kopfball-Chance, eigentlich Maierhofers Spezialität, vergab der 32-Jährige seinen zweiten Treffer. "Das ärgert mich."

Stefan Maierhofer
© APA/EXPA/MICHAEL GRUBER Stefan Maierhofer im Spiel gegen den WAC

Nun folgt Duell mit Ex-Club Rapid

Die Chance auf weitere Treffer bietet sich für den 19-fachen ÖFB-Internationalen aber bereits am Samstag in Wien gegen seinen derzeit schwächelnden Ex-Club Rapid. "Es wird für jeden ein tolles Gefühl sein, vor einer geilen Kulisse im Happel-Stadion zu spielen. Wir wollen wieder kompakt auftreten und dort weitermachen, wo wir gegen den WAC aufgehört haben", meinte Maierhofer, der nun gegen 14 ÖFB-Liga-Clubs gespielt und gegen alle diese auch getroffen hat.

Günter Kreissl, Wiener Neustadts Sportdirektor und Interimstrainer, war angesichts des Maierhofer-Märchens überglücklich. "Er war noch besser als erwartet. Er ist ein Spieler, der alle mitgerissen hat", sagte Kreissl, für den Maierhofers Abgang im Winter "nicht zu hundert Prozent fix" ist. "Aber wir kennen seine Tendenz", so Kreissl.

Wird Helgi Kolvidsson neuer Trainer?

Mit Helgi Kolvidsson saß beim WAC-Match einer der heißesten Kandidaten auf den Wiener Neustädter Trainerposten auf der Tribüne. "Der Eindruck ist sehr positiv, ich bin beeindruckt von der Vorstellung der Mannschaft", erklärte der Isländer. Kreissl will den Nachfolger von Heimo Pfeifenberger so rasch wie möglich präsentieren und bezeichnete Kolvidsson als "einen der interessantesten Kandidaten".

Der Rückstand von Wiener Neustadt auf den Vorletzten Admira, der bei der Austria 0:4 verlor, ist auf drei Punkte geschrumpft. "Natürlich schauen wir auf Wiener Neustadt", meinte Admira-Coach Walter Knaller. Angesichts der defensiv starken ersten 60 Minuten gegen die Austria merkte Knaller aber an: "Wenn wir so spielen wie in den ersten 60 Minuten, dann braucht uns nicht bange sein. Es gibt keinen Grund, die Nerven wegzuschmeißen."

Kommentare