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Rapid empfängt Sturm

Wiener mit "Insider-Wissen". Lieblingsgegner für Ried, Austria hofft auf Comeback.

FUSSBALL - BL, Rapid vs Sturm © Bild: GEPA pictures

Die 3. Runde der tipico Bundesliga bringt spannende Paarungen mit sich. Sturm muss sich in Wien gegen Rapid behaupten, die mit Kainz und Beric bestens informiert sind über die anreisenden Gäste. Der SV Ried dürfte diesmal - statistisch gesehen - ein leichtes Spiel haben, die Innviertler erwarten ihren "Lieblingsgegner" Admira. Zurück nach Wien droht der Austria im schlimmsten Fall sogar das Tabellenschlusslicht, sie hofft aber auf einen Befreiungsschlag gegen Wr. Neustadt.

Rapid empfängt Sturm

Vizemeister Rapid hat am Samstagabend in der vierten Fußball-Bundesliga-Runde im Happel-Stadion Sturm Graz zu Gast. Die Hütteldorfer können dabei auf Insider-Wissen zurückgreifen, haben doch ihre beiden Neuzugänge Robert Beric und Florian Kainz einen Großteil der Saisonvorbereitung noch mit den Steirern absolviert. Das Duo ist gegen seinen Ex-Club besonders motiviert.

"Ich habe natürlich riesigen Respekt vor Sturm, aber es wäre mir ganz recht, würde ich wieder ein Tor schießen", betonte Kainz am Freitag. Der 21-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt beim 1:1 auswärts gegen die Admira getroffen hatte, steht vor seinem 100. Bundesliga-Einsatz (bisher 98 für Sturm, 1 für Rapid), seinem ersten im Happel-Stadion. Beric wartet dagegen noch auf sein erstes Tor im Rapid-Dress.

"Das sind genau die zwei Spieler, die wir haben wollten, sie passen auch vom Charakter perfekt zu uns. In beiden schlummert noch viel Potenzial, das wir herauszukitzeln versuchen", merkte Trainer Zoran Barisic zu den beiden ehemaligen Sturm-Spielern an, die ihren neuen Club mit wertvollen Informationen versorgt haben. "Wir wissen teilweise über die Standards von Sturm Bescheid und haben uns mit dem Trainerteam ausgetauscht", verriet Kainz.

"Lieblingsgegner" für Ried

Die SV Ried empfängt am Samstagabend in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga Lieblingsgegner Admira Wacker Mödling. Seit dem 29. Mai 2003 bzw. 4.090 Tagen, als es im Heimspiel ein 0:3 setzte, haben die Innviertler nicht mehr gegen die Niederösterreicher verloren. Seither gab es 16 Partien, die acht Siege für die Rieder und ebenso viele Remis brachten.

"Wir hoffen, dass wieder alle Punkte bei uns bleiben", meinte Ried-Coach Oliver Glasner zur Zielsetzung. Doch auch Admira-Trainer Walter Knaller und sein Team haben einen "Dreier" im Visier. "Mehr als 4.000 Tage sind wir jetzt schon gegen Ried ohne Sieg, das ist ein Wahnsinn. Irgendwann muss Schluss sein", betonte Knaller.

Ried-Spieler Oliver Kragl traf in der abgelaufenen Saison in allen vier Spielen gegen die Admira und erzielte insgesamt sechs Tore gegen die Südstädter. "Mir ist es relativ egal, ob ich ein Tor schieße oder nicht. Wichtig ist, dass wir dieses Spiel gewinnen und dann sechs Punkte am Konto haben", sagte Kragl, der seit dieser Saison nicht mehr als Mittelfeldspieler, sondern als Linksverteidiger fungiert.

Austria hofft auf Befreiungsschlag

Nach völlig verpatztem Saisonstart hofft die Austria im Nachzüglerduell der vierten Bundesliga-Runde auf den Befreiungsschlag. In Wiener Neustadt gastieren die ihre Form suchenden Violetten zum Runden-Auftakt am Samstag beim Schlusslicht. Der SC Wiener Neustadt hat nach drei Spielen null Punkte und ein Torverhältnis von 3:12 zu Buche stehen.

Gefordert ist dennoch die Austria. Zwei Remis und nur ein erzielter Treffer stehen aktuell zu Buche, die "Mini-Krise" ist Realität. Im schlimmsten Fall droht nun sogar der Rückfall ans Tabellenende. Unterliegt die Austria in Niederösterreich und holt die Admira in Ried zumindest einen Zähler, würden die Wiener erstmals seit März 2007 alleine die "Rote Laterne" übernehmen.

Gerald Baumgartner verschwendet daran keinen Gedanken. Der seit Sommer amtierende Austria-Coach sieht nach dem schlechtesten Start seit acht Jahren den Druck "von außen" kommen. "Das ist natürlich verständlich, denn zwei Punkte nach drei Spielen entsprechen nicht dem Leistungsniveau unserer Mannschaft", meinte Baumgartner, dem von der Club-Spitze diese Woche wiederholt der Rücken gestärkt wurde. Der harte Fankern kündigte nach einer Aussprache mit der Mannschaft vergangenen Sonntag ebenfalls volle Unterstützung an.

Höhenflug für WAC?

Der WAC peilt trotz weiter Anreise ins ferne "Ländle" eine Fortsetzung des Höhenflugs in der Fußball-Bundesliga an. Am Samstag (19.00 Uhr) gastieren die hervorragend in die Saison gestarteten Kärntner beim ebenfalls noch ungeschlagenen Aufsteiger Altach. Die zweitplatzierten Wolfsberger könnten mit einem vollen Erfolg beim Dritten aus Vorarlberg sogar die Tabellenspitze übernehmen.

Drei Siege und die maximale Punkteausbeute, dazu ein Torverhältnis von 10:1 und damit fast gleichauf mit dem überlegenen Meister Salzburg: Der WAC darf sich aktuell zurecht auf Wolke sieben wähnen. "Mehr geht nicht", stellte Trainer Dietmar Kühbauer zuletzt fest. Vier Siege in Folge in einer Saison haben die Lavanttaler jedenfalls noch nicht geschafft. Altach wird es den Gästen mit dem Elan eines Aufsteigers allerdings denkbar schwer machen.

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