Bundesliga von

Schmidt verlässt Salzburg
und geht nach Leverkusen

Erfolgstrainer kann Rufen aus Deutschland nicht widerstehen - Nachfolge offen

Roger Schmidt applaudiert © Bild: GEPA pictures/ David Rodriguez Anchuelo

Roger Schmidt verlässt Österreichs Meister Red Bull Salzburg mit Saisonende und wird Cheftrainer beim deutschen Bundesligisten Bayer Leverkusen. Der aktuelle Tabellenvierte bestätigte am Freitagnachmittag die Verpflichtung des 47-Jährigen für die kommenden beiden Saisonen. Salzburg befindet sich ab sofort auf Trainersuche.

THEMEN:

Schmidt hatte die Salzburger im Sommer 2012 von Ricardo Moniz übernommen. Nach einem schwierigen ersten Jahr führte er die Bullen in dieser Saison mit aggressivem Angriffspressing in Rekordtempo zur Meisterschaft und bis ins Europa-League-Achtelfinale. "Der Red-Bull-Fußball hat auch zu den Begehrlichkeiten geführt, die unser Trainer jetzt geweckt hat", meinte Rangnick. "Das ist die logische Folge der Entwicklung, die bei uns stattgefunden hat."

Ralf Rangnick beim Interview
© GEPA pictures/ Felix Roittner Rangnick muss einen neuen Trainer suchen

Leverkusen freut sich auf Schmidt

"Es ist mir unglaublich schwer gefallen, weil ich sehr gern Trainer in Salzburg bin", versicherte Schmidt in einer schriftlichen Stellungnahme. "Es hätte hier auch noch einen Schritt weitergehen können." Nämlich in die Champions League. In dieser könnte der Deutsche kommende Saison aber auch mit Leverkusen spielen.

In Leverkusen freute sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler über die Verpflichtung von Schmidt, der die Nachfolge von Interimstrainer Sascha Lewandowski antritt. "Seine Art, Fußball spielen zu lassen, passt ideal zu Bayer 04 Leverkusen", betonte der ehemalige deutsche Nationaltrainer. "Wir haben uns unter vielen denkbaren Alternativen ganz bewusst für Roger Schmidt als neuen Bayer 04-Coach entschieden. Er steht für kampfbetonten, schnellen und attraktiven Angriffsfußball", ergänzte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade.

Ausstiegsklausel entscheidend

Schmidt hatte erst im Dezember seinen Vertrag mit den Salzburgern vorzeitig bis 2016 verlängert, macht nun aber offensichtlich von einer Ausstiegsklausel Gebrauch. "Roger hat es so entschieden, das muss man letztendlich akzeptieren. Da muss man auch Verständnis aufbringen", erklärte Rangnick. "Bayer Leverkusen ist einer der vier Topclubs in Deutschland. Wenn du als Trainer so ein Angebot bekommst, ist es reizvoll." Die Leverkusener müssen eine kolportierte Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro an Österreichs Meister zahlen.

In zwei bis drei Woche will Salzburg den Nachfolger von Schmidt präsentieren. "Für uns kommt ein Trainer nur dann infrage, wenn die Art und Weise, wie er bisher gespielt hat, unserer eigenen Spielweise nahekommt. Das ist eine der Grundvoraussetzungen", erklärte Rangnick zum Anforderungsprofil des neuen Mannes, der die "Bullen" endlich in die Champions League führen soll. Die Zeit drängt. Die Bullen wollen bereits "in den nächsten zwei bis drei Wochen" eine Lösung präsentieren - bevor sich das Gros der Mannschaft im Urlaub befindet.

Adi Hütter leger am See
© Heinz Stephan Tesarek / www.heinztesarek.com Heißester Kandidat auf die Nachfolge: Adi Hütter

Folgt nun Hütter nach?

"Wir wollen dem neuen Trainer und der Mannschaft die Chance geben, sich kennenzulernen", erklärte Rangnick. Die Spieler sollten nicht "auf irgendwelchen Stränden im Internet" von ihrem neuen Chef erfahren. Immerhin galt Schmidt vielen Spielern als Vaterfigur. Rangnick: "Daher ist es wichtig, dass der neue Trainer zeitnah eingestellt wird." Noch vor Saisonende.

Bisher hat Rangnick laut eigenen Angaben mit keinem Kandidaten gesprochen. In den nächsten ein bis zwei Tagen will er sich Gedanken machen. Als eine Möglichkeit wird immer wieder Grödig-Trainer Adi Hütter ins Spiel gebracht. "Die Zahl derer, die diesem Anforderungsprofil entsprechen, ist überschaubar", meinte Rangnick. Der neue Trainer müsse auf jeden Fall deutschsprachig sein.

Auch ohne Schmidt soll erstmals in der Red-Bull-Ära der Einzug in die Champions League gelingen. "Wir werden die Mannschaft in der Art verstärken, dass wir uns nicht nur für die Gruppe qualifizieren können. Wir wollen nicht nur dabei sein, sondern dort auch eine richtige Rolle spielen", betonte Rangnick. Stars wie Kevin Kampl oder Sadio Mane sollen auch bei Auslandsangeboten gehalten werden. Rangnick: "Unter normalen Gesichtspunkten werden wir keinen Spieler abgeben."

Kommentare

Winke Wnke Roger Rabit ....endlich Muas ma des Gsicht und seine Kommntare im heimischen Tv und Medien Nicht mehr ertragen ....Danke

Schade, dass er geht! Hat sehr viel aus Red Bull Salzburg gemacht!

Hoffentlich bereut er nicht seinen Entschluß, falls Bayer Leverkusen die Championsquali nicht schafft!!!

Seite 1 von 1