Bundesliga von

Befreiungsschlag für Sturm Graz

Grazer klettern nach 3:1-Sieg gegen Schlusslicht Wacker Innsbruck auf Platz sechs

Innsbruck vs. Sturm © Bild: APA/ERWIN SCHERIAU

Der Knopf bei Sturm Graz ist geplatzt. Mit dem 3:1 (0:0)-Heimerfolg über Schlusslicht Wacker Innsbruck feierten die Steirer den ersten Sieg im Jahr 2014 bzw. nach sechs Partien. Die Tore für die Milanic-Elf machten Marco Djuricin (48., 87.) und Patrick Wolf, Innsbrucks Ehrentreffer durch Roman Wallner in der Schlussminute kam zu spät.

Während sich Sturm wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigte, konnten sich die akut abstiegsbedrohten Tiroler neuerlich keine Luft verschaffen. Die Streiter-Elf ist nun schon zehn Matches und 14 Auswärtsspiele lang ohne Sieg, der Rückstand auf den Neunten, Admira Wacker, beträgt acht Runden vor dem Ende nach wie vor neun Zähler. Im direkten Duell der beiden Teams sind die Tiroler vor eigenem Publikum am Dienstag zum Siegen verdammt. Sturm zog punktemäßig zumindest bis zum Sonntag mit dem WAC und Wiener Neustadt gleich (je 32), kletterte drei Zähler hinter Ried auf Platz sechs.

Kaum Höhepunkte in der ersten Hälfe

45 Minuten lang war in der von 7.652 Zuschauern besuchten UPC-Arena allerdings nicht viel los. Ein von Taktik geprägtes Spiel hatte kaum Höhepunkte zu bieten, Torchancen waren mit einer Hand abzuzählen. Djuricin tankte sich in der 18. Minute von der Mittellinie bis in den Strafraum vor, fand dort aber in Safar seinen Meister. Der ungarische Schlussmann musste auch zehn Minuten darauf bei einem schönen Schuss von Florian Kainz aus 17 Metern eingreifen. Innsbruck wurde in der Offensive lediglich durch einen Bergmann-Schuss von der Strafraumgrenze am langen Eck vorbei auffällig (40.).

Schwungvolle Partie nach dem Seitenwechsel

Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf, auch das schnelle Tor für die Hausherren trug dazu bei. Offenbacher jagte Ji-Parana kurz nach der Mittellinie den Ball ab, der nach schnellem Konter über Kainz und den wiedergenesenen Beichler wieder in die Mitte kam und dort aus wenigen Metern von Djuricin verwertet wurde (48.). Sturm übte von da an wesentlich mehr Druck aus, Kainz verfehlte wenig später nur um Zentimeter den Innsbrucker Kasten (56.). Wieder zehn Minuten darauf machten die Grazer - mit etwas Glück - den Sack zu: Wolfs geblockter Schuss prallte von Djokic zum Schützen zurück, der schließlich überlegt ins rechte Eck einnetzte (65.).

Für Innsbruck vergab Hinterseer aus zehn Metern am kurzen Eck vorbei eine brauchbare Möglichkeit auf den Anschlusstreffer (65.), im Finish machte Djuricin nach Beric-Vorlage mit einem Heber über Safar dann seinen Doppelpack perfekt (87.). Den schönsten, wenngleich bedeutungslosen Treffer des Abends erzielte Wallner mit einem Schlenzer aus 25 Metern ins lange Eck (90.).

Kommentare