Bundesliga 7. Runde von

Sturm fordert Salzburg,
Austria bei der Admira

Sensationsteam WAC ist gegen Wr. Neustadt Favorit, Ried muss zu Aufsteiger Altach

Sturm Graz fordert Salzburg. © Bild: GEPA pictures/ Michael Riedler

Meister Red Bull Salzburg will die neuerlich verpasste Qualifikation für die Champions League so schnell wie möglich beiseiteschieben. Am Samstag (16.30 Uhr im LIVE-Ticker auf NEWS.AT) will der Tabellenführer in der Liga zu Hause gegen Sturm Graz "Frustbewältigung" betreiben. Trainer Adi Hütter kündigte nach der 0:3-Niederlage in Malmö einige Umstellungen an. In den restlichen Samstags-Spielen muss die Austria zur Admira, der WAC peilt gegen Wiener Neustadt die Fortsetzung des Erfolgslaufs an und Altach empfängt Ried.

"Es gibt Spieler, die nach so einem Spiel eine Pause brauchen", erklärte Hütter. "Wir werden daher auch in diesem Spiel rotieren." Kandidaten für einen Platz in der Startformation sind die ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer und Valentino Lazaro. Kein Thema für einen Platz im Kader ist bis zur Länderspielpause Flügelspieler Sadio Mane. Der Senegalese absolviert als Disziplinarmaßnahme Individualtraining.

Die Salzburger sind mit sechs Siegen und einem Torverhältnis von 29:1 fulminant in die Liga gestartet. In zwei Wochen kommt es zum Spitzenduell beim bisher ebenfalls makellosen WAC. 29 Tore hat in der Bundesliga-Geschichte in den ersten sechs Partien bisher kein Team erzielt, weniger als eines kassiert nur der FC Tirol in der Saison 2001/02.

Erst ein Liga-Gegentreffer der Bullen

Den einzigen Gegentreffer in der Liga musste der Titelverteidiger beim 6:1 zum Auftakt gegen Rapid hinnehmen. Auch Sturm ist ein gerne gesehener Gast. Ihren ersten Sieg der Red-Bull-Ära in Salzburg fuhren die Grazer erst im April ein, als die Bullen bereits als Meister feststanden (2:1). "Daran wollen wir anschließen", erklärte Sturm-Trainer Darko Milanic. Davor hatte es in Salzburg in 17 Antritten 15 Niederlagen gesetzt.

Salzburg gegen Malmö.
© APA/Helmut Fohringer In der Liga läuft es für die Bullen bedeutend besser als international.

"Wir werden nur eine Chance haben, wenn wir effizient sind", sagte Milanic, der nach dem CL-Aus nicht mit einem Leistungsabfall beim Tabellenführer rechnet. "Salzburg hatte so viele Erfolgserlebnisse im letzten Jahr und hat genügend physische und psychische Kraft und Qualität, um voll da zu sein."

Milanic hat sein Team gezielt auf den Gegner vorbereitet. Malmö diene nur in puncto Mut und Disziplin als Vorbild. "Besonders in den Zweikämpfen müssen wir präsent sein. Eine 0:3-Niederlage ist für Salzburg nicht alltäglich. Ein gewisser Schock könnte da sein", meinte Mittelfeldspieler Daniel Offenbacher. "Die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, müssen wir effizient nützen."

Austria muss zur Admira

Die Leistungskurve hat im Derby zuletzt leicht nach oben gezeigt, dennoch wartet die Wiener Austria auch vor dem siebenten Saisonspiel weiter auf den ersten Sieg. Saisonübergreifend ist sie gar neun Punktspiele ohne vollen Erfolg. Nummer zehn soll verhindert werden, "indem wir an die Leistung gegen Rapid anschließen", erklärte Trainer Gerald Baumgartner. Im Derby vergangenen Sonntag hatten die Violetten erst im Finish nach einem Eigenfehler von Mario Leitgeb den 2:2-Ausgleich kassiert. Die Durststrecke soll am Samstag (19.00 Uhr) bei der Admira enden, sonst nimmt der Druck weiter zu. "Wir nehmen die Situation ernst", betonte Baumgartner.

Austria gegen Rapid.
© APA/Hans Punz Auch im Derby hat es wieder nicht für einen Sieg der Austria gereicht.

Vor dem Admira-Spiel bangt die Austria allerdings um den Einsatz von Derby-Torschütze Alexander Gorgon. Der 25-Jährige laboriert an einer Knieprellung. Als möglicher Ersatz stünde Alexander Grünwald bereit, Marco Meilinger müsste auf den Flügel zurückkehren. "Jedes nächste Spiel ist eine große Chance, dass wir uns da irgendwie aus dem Schlamassel ziehen", erklärte Gorgon.

Punktegleich

Die Admira ist Vorletzter, hält nach einer 4:5-Pleite im NÖ-Derby in Wr. Neustadt wie die Austria bei fünf Zählern. "Sie spielen zuhause, verspüren aber aufgrund der Tabellensituation wohl auch schon ein bisschen Druck und werden uns nichts schenken", meinte Baumgartner. "Jetzt brauchen wir Punkte, wir sind wieder im Abstiegskampf", bestätigte Admira-Trainer Walter Knaller.

Von den jüngsten zwölf Ligaspielen haben die Niederösterreicher nur zwei gewonnen, in den vergangenen zwei Partien kassierten sie insgesamt acht Gegentore. Diese Woche legte Knaller den Schwerpunkt daher auf die Defensivausrichtung. "Es ist uns bewusst, dass wir besser werden müssen in der Verteidigung", betonte der Chefcoach. Daraus würden sich auch mehr Konterchancen ergeben.

WAC gegen Wr. Neustadt Favorit

Der WAC geht am Samstag (19.00 Uhr) als klarer Favorit ins Heimspiel gegen Schlusslicht Wr. Neustadt. Die Rolle ist neu für das Sensationsteam der Fußball-Bundesliga. Trainer Dietmar Kühbauer will sie annehmen. Die "Bodenhaftung" habe sein Team trotz sechs Ligaspielen in sechs Spielen aber nicht verloren.

Sturm gegen den WAC.
© GEPA pictures/ Wolfgang Grebien Der WAC peilt den siebenten Sieg an.

"Wir bauen keine Luftschlösser. Wir sind alle am Boden, das kann ich garantieren", versicherte Kühbauer. Es gebe keinen Grund zur Überheblichkeit. "Wir nehmen die Favoritenrolle an, aber es wird kein Spaziergang", betonte der Erfolgscoach. Die Neustädter haben mit einem 5:4 gegen die Admira zuletzt den ersten Sieg eingefahren, auswärts aber alle drei Saisonspiele mit zumindest zwei Toren Unterschied verloren.

Wolfsberg dagegen ist das einzige Team, dass mit Titelverteidiger Salzburg mithalten kann. Das direkte Duell steigt nach der Länderspielpause in Klagenfurt. Der Vorsprung auf Platz drei beträgt bereits zehn Punkte, die Ziele will Kühbauer aber noch nicht nach oben korrigieren. "Wir sind vorne dabei, das ist schön, eine super Leistung. Wir haben in der Welt aber nichts verändert."

Aufsteiger Altach gegen Ried

Die SV Ried will am Samstag beim SCR Altach im dritten Anlauf erstmals in dieser Saison auswärts anschreiben. Der Saisonauftakt verlief für das Team von Oliver Glasner nicht wunschgemäß - erst ein voller Erfolg steht vor der 7. Runde der Fußball-Bundesliga für die Innviertler zu Buche. Aufsteiger Altach möchte mit taktischer Flexibilität die 0:5-Pleite bei Meister Salzburg vergessen machen.

Salzburg gegen Altach.
© GEPA pictures/ Felix Roittner In Salzburg gab es für Altach zuletzt nichts zu holen.

Auswärts bei den viertplatzierten Altachern wollen sich die Rieder nicht wie zuletzt selbst "das Leben schwer" machen. "Unser Hauptproblem ist, dass wir die Bälle durch individuelle Fehler und schlimme Fehlpässe zu schnell verlieren", analysierte Glasner, der gegen die Vorarlberger abermals ein "Spiel auf Messers Schneide" erwartet.

Altach-Trainer Damir Canadi will mit seiner Mannschaft die Lehren aus der 0:5-Pleite bei Meister Salzburg gezogen haben: "Es waren individuelle Fehler im Zweikampfverhalten, die für die Niederlage verantwortlich waren", meinte Canadi, der zwar das mangelnde Selbstvertrauen in manchen Situationen bemängelte, jedoch betonte: "Wir haben auch gegen Salzburg aus taktischer Sicht einige Dinge hervorragend gemacht."

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