Bundesliga von

Salzburg ist so gut wie fix Meister,
keine Entscheidung im Kellerduell

"Bullen" können nur noch theoretisch abgefangen werden - Admira & Neustadt siegen

Salzburger Jubel © Bild: GEPA pictures/ Christian Walgram

Der Meistertitel in der österreichischen Bundesliga ist so gut wie vergeben. Red Bull Salzburg steht dank eines 0:0 bei Sturm Graz unmittelbar vor der erfolgreichen Titelverteidigung. Im Kampf um den Klassenerhalt haben in der drittletzten Runde am Mittwoch sowohl Schlusslicht Wr. Neustadt (2:0 gegen WAC) als auch der Vorletzte Admira (1:0 bei der Austria) jeweils drei Punkte geholt.

Red Bull Salzburg - Sturm Graz 0:0

Tabellenführer Red Bull Salzburg hat auch den zweiten Matchball zum endgültigen Titelgewinn ausgelassen. Im Gastspiel bei Europacup-Aspirant Sturm Graz trennten sich beide Mannschaften mit 0:0. Die "Bullen" erfüllten aber das "Minimalziel", holten einen Punkt und liegen zwei Runden vor Schluss mit einem Spiel mehr und dem klar besseren Torverhältnis neun Punkte vor Verfolger Rapid.

Die Salzburger blieben in der 34. Runde zum dritten Mal in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg. Im Heimspiel gegen den WAC am Sonntag könnte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im dritten Anlauf auch die letzten rechnerischen Zweifel ausräumen. Die Grazer blieben mit dem Remis auch im neunten Heimspiel en suite ungeschlagen. Für den Europacup-Anwärter könnte sich der Punkt im Rennen um das internationale Geschäft als ein wichtiger herausstellen. Vor den letzten zwei Runden liegen die drittplatzierten Grazer mit 54 Punkten einen Zähler vor Altach bzw. zwei vor dem WAC.

Jonatan Soriano ist zurück

Hütter schicke vor offiziell 12.064 Zuschauern - darunter nur etwa 100 Salzburg-Anhänger - in der Grazer UPC-Arena eine im Vergleich zum Altach-Spiel marginal veränderte Elf aufs Feld. Routinier Christian Schwegler und Takumi Minamino rückten auf der rechten Seite für Schmitz und Lazaro in die Mannschaft. Torjäger Jonatan Soriano stand nach überstandenen Sprunggelenksproblemen wieder in der Startelf.

Sturm gegen Salzburg
© GEPA pictures/ Hans Oberlaender Marcel Sabitzer und Co. gingen leer aus

Foda musste in der Offensive mit Kienast, Schick, Stankovic und Beichler prominente Kräfte vorgeben. Hinter Solospitze Donis Avdijaj begann die Offensivreihe Schloffer-Offenbacher-Schmerböck.

Marcel Sabitzer (3.) und Soriano (15.) "klopften" in der temporeichen Anfangsphase bei Starkregen bei Sturm-Torhüter Christian Gratzei an. In der Folge mehrten sich auf beiden Seiten die Ungenauigkeiten, die beste Chance der Grazer vergab Schloffer, der in der 34. Minute über das Tor schoss. Salzburg, das mehr Spielanteile hatte, wurde vor der Pause aber nur noch aus einem Soriano-Freistoß gefährlich, den Gratzei über die Latte lenkte (45+1).

Martin Hinteregger durfte spielen

Wenige Sekunden nach Wiederbeginn rettete Sturm-Verteidiger Madl gegen den durchbrechenden Sabitzer mit einem riskanten Tackling. Auf der Gegenseite stellte Schwegler ebenso risikoreich gegen Piesinger seinen Körper im Strafraum in den Weg. Die Grazer, deren Manager Gerhard Goldbrich im Vorfeld der Partie den Freispruch des gegen Altach zu Unrecht ausgeschlossenen Salzburg-Verteidigers Martin Hinteregger kritisiert hatte, ließen die Salzburger Tormaschinerie in der Folge kaum zur Entfaltung kommen und versuchten ihr Glück im Konterspiel.

Minamino gegen Sturm
© GEPA pictures/ Christian Walgram Takumi Minamino war ein ständiger Gefahrenherd

In der 54. Minute kam David Schloffer im Laufduell mit dem letzten Mann der Salzburger, Minamino, zu Fall, Schiedsrichter Grobelnik wertete dies als Schwalbe. Auf der Gegenseite strich ein Soriano-Freistoß knapp am linken Pfosten vorbei (73.). Während die Salzburger in der zweiten Hälfte leistungsmäßig abfielen und sich keine einzige hundertprozentige Chance herausspielten, kombinierte Sturm gefälliger, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Die beste Möglichkeit ließ im Finish Soriano aus, der nach einer Lazaro-Hereingabe über das Tor schoss (84.).

Austria Wien - Admira Wacker 0:1

Die Wiener Austria hat auch gegen Admira Wacker Mödling nicht den Weg aus ihrem hartnäckigen Tief gefunden. Der Siebente musste sich in der Generali-Arena dem Vorletzten in einer schwachen Partie knapp 0:1 (0:0) geschlagen geben. Die Wiener verabsäumten es damit, sich für die bittere 1:4-Schlappe im Derby gegen Rapid zu rehabilitieren.

Admira jubelt
© GEPA pictures/ Philipp Brem Die Admira bejubelt den Auswärtssieg

Die Wiener haben damit aus den jüngsten zehn Partien nur einen Sieg geholt. Für die Admira, die dank eines späten Kopfballtreffers von Christoph Schößwendter (83.) erfolgreich blieb, war es ein großer Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Die Niederösterreicher haben zwei Runden vor Schluss weiter drei Punkte Vorsprung auf das ebenfalls siegreiche Schlusslicht Wiener Neustadt und feierten den Erfolg vor den mitgereisten Anhängern frenetisch.

Wiener Neustadt - WAC 2:0

Wiener Neustadt liegt zwei Runden vor Schluss in der Fußball-Bundesliga noch immer drei Punkte hinter der Admira. Das Tabellenschlusslicht feierte am Mittwochabend zwar einen verdienten 2:0-(1:0)-Erfolg über den WAC, der damit weiter einen Zähler hinter Altach auf Platz fünf rangiert. Doch da auch der Vorletzte Admira bei der Wiener Austria 1:0 (0:0) siegte, verringerte sich der Abstand nicht.

Hofbauer gegen WAC
© GEPA pictures/ Mario Kneisl Dominik Hofbauer war einer der Stärksten auf dem Platz

Dominik Hofbauer (45.+1) und Reinhold Ranftl (70.) beendeten mit ihren Toren die Negativserie von zuletzt zehn sieglosen Partien des Teams von Trainer Helgi Kolvidsson. Die Negativserie der Wolfsberger fand dagegen ihre Fortsetzung, sie nun schon seit elf Spielen en suite in fremden Stadien ohne Sieg (nur zwei Remis bei neun Niederlagen). Und in Wiener Neustadt haben sie bisher in der obersten Spielklasse überhaupt noch nie gewonnen (nur ein Remis bei fünf Niederlagen).

Grödig - Rapid wegen Regens abgesagt

Kommentare