33. Bundesliga-Runde von

Austria kämpft Wacker nieder

Wiener entscheiden eine ausgeglichene Partie erst spät. Am Ende steht's sogar 3:0.

Austrias Hosiner und Barazite jubeln in Innsbruck © Bild: APA/Parigger

Die Austria ist dank eines Arbeitssieges in Innsbruck weiter auf dem Weg zum 24. Meistertitel der Clubgeschichte. Im Auswärtsspiel bei Nachzügler FC Wacker sicherten erst späte Tore von Philipp Hosiner (83., 93.) und Nacer Barazite (90.) einen 3:0 (0:0)-Erfolg. Die Wiener blieben damit auswärts in dieser Saison weiter unbesiegt und brachten Verfolger Salzburg vor dem Sonntagspiel in Wiener Neustadt unter Zugzwang. Aktuell beträgt der Vorsprung der zum dritten Mal in Serie erfolgreichen Austria neun Punkte.

Drei Runden vor Saisonende haben die Violetten damit alle Trümpfe in der Hand. Die nächsten Partien absolvieren die Wiener zu Hause gegen Wiener Neustadt (18.5.) und Mattersburg (22.5.). Wacker fiel hingegen durch den Sieg der Admira wieder ans Tabellenende zurück. Mit 30 Punkten liegen die Innsbrucker punktegleich mit Wiener Neustadt und einen Zähler hinter den Südstädtern. In der nächsten Runden wartet auf den Letzten nun die schwere Reise nach Salzburg.

Philipp Hosiner brach in der 83. Minute mit seinem 30. Saisontor die Torsperre der Gäste am Tivoli. Nach Pass von James Holland schaufelte der Teamspieler zwar unter den Ball, dieser fand über Wacker-Keeper Szabolcs Safar aber trotzdem den Weg ins Tor. Der im Finish eingewechselte Barazite erhöhte zum 2:0, ehe Hosiner noch einen Treffer nachlegte.

Innsbruck wird nicht belohnt
Wacker stand trotz einer starken Leistung am Ende mit leeren Händen da. Nach drei Niederlagen und 0:9 Toren war die Kirchler-Elf sichtlich erpicht, gegen die Wiener erstmals in dieser Saison anzuschreiben. Die Tiroler starteten überfallsartig, bereits in den ersten Minuten war Austria-Torhüter Heinz Lindner bei Eckbällen und Torschüssen gefordert. Die Austria fing sich erst nach einer Viertelstunde - und ließ bei einer Aktion in der 19. Minute gleich dreimal die Möglichkeit auf die Führung aus.

Tomas Jun traf zunächst aus der Drehung die Latte und nach Gorgon-Vorarbeit einen Wacker-Verteidiger auf der Linie. Den abspringenden Ball setzte Hosiner aus wenigen Metern neben das Gehäuse. Ansonsten war von den 43 Zählern Unterschied in der Tabelle wenig zu sehen. Die Austria agierte zwar spielbestimmend, in den entscheidenden Aktionen in der Offensive waren die Gäste aber zu ungenau.

Wacker wirkte bei den Gegenstößen auch ohne den gesperrten Roman Wallner, der von Marcel Schreter vertreten wurde, für ein Tor gut. Einzig negativ für die Hausherren war der Ausfall von Kapitän Alexander Hauser, der nach einem Zusammenstoß mit Alexander Gorgon etwas benommen vom Feld musste.

Austria wacht auf
In der Pause dürfte Trainer Peter Stöger wie so oft aber die richtigen Worte gefunden haben. Die Austria startete deutlich engagierter in die zweiten 45 Minuten und rannte gegen Tiroler Abwehr an. Einzige Ausbeute war vorerst aber nur ein missglückter Torschuss des Tirolers Florian Mader aus aussichtsreicher Position (58.).

Eine zunehmend verflachende Partie versuchte Stöger mit der Hereinnahme von Roman Kienast anzuheizen, im Finish brachte er mit Barazite eine weitere Offensivkraft. Ein Schachzug, der sich schließlich lohnen sollte. Auch, weil Lindner bei einem Kopfball von Christian Schilling bravourös zur Stelle war (86.). Anstelle 1:1 stand es wenige Minuten später 3:0 für die Austria.

Meinungen
Roland Kirchler
(Trainer Wacker): "Wir haben in den ersten 25 Minuten richtig gut Fußball gespielt. Aber letztendlich werden wir bestraft. Die Austria hat in der zweiten Spielhälfte die Konterchance genutzt, das 0:2 und 0:3 waren dann schon egal. Beim Kopfball von Schilling habe ich den Ball schon im Tor gesehen, dann hätten wir diesen verdienten Punkt auch mitgenommen. Ich habe immer gesagt, es wird sich noch oft drehen in der Tabelle. Wir müssen ruhig bleiben und die Nerven bewahren."

Peter Stöger (Trainer Austria): "Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf so teuer wie möglich verkaufen will. Wacker war permanent gefährlich, es hätte mehrere Möglichkeiten gegeben, dass sie Tore erzielen. Ich denke aber, wir sind trotz der späten Tore verdient als Sieger vom Platz gegangen. Wir haben nun die Möglichkeit, in den Heimspielen alles klar zu machen. Das ist unser Ziel und unser Wunsch."

Philipp Hosiner (Doppeltorschütze Austria): "Jeder, der das Tor (1:0, Anm.) gesehen hat, hat gesehen, dass es pures Glück war. Innsbruck hat uns alles abverlangt, wir sind glücklich in Führung gegangen. Dann war Innsbruck sehr geknickt und wir konnten noch nachlegen. Jetzt haben wir zwei Heimspiele, da wollen wir den Meistertitel fixieren."

FC Wacker Innsbruck - FK Austria Wien Endstand 0:3 (0:0)
Tivoli Stadion Tirol, 6.780, SR Schüttengruber.

Tore: 0:1 (83.) Hosiner
0:2 (90.) Barazite
0:3 (93.) Hosiner

Wacker: Safar - Bergmann, Siller, Svejnoha, Schilling - Kofler - Schütz, Saurer, Hinterseer (73. Piesinger), Hauser (25. Wernitznig) - Schreter (82. Perstaller)
Austria: Lindner - Dilaver (58. Koch), Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland - Gorgon (79. Barazite), Mader, A. Grünwald (70. Kienast), Jun - Hosiner
Gelbe Karten: Schilling, Wernitznig, Svejnoha, Kofler, Schütz bzw. Gorgon, Holland
Die Besten: Safar, Schütz bzw. Ortlechner, Suttner, Jun

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