Bundesliga 32. Runde von

Rapid will auch gegen
die Admira gewinnen

Siegesserie soll ausgebaut werden. Salzburg will gegen Sturm wieder mehr zeigen.

Rapid will auch gegen die Admira gewinnen. © Bild: APA/Herbert Neubauer

Rapid ist darauf aus, die gute Form der vergangenen Wochen im Ligafinish zu konservieren. Fünf Spiele in Serie hat der Rekordmeister zuletzt zu null gewonnen. Im heutigen Heimspiel gegen die Admira (19.00 Uhr/LIVE im NEWS.AT-Ticker) soll die Torsperre anhalten. Klares Ziel ist der Vizemeistertitel. Nach dem 1:0-Erfolg zuletzt im Derby liegen die Hütteldorfer fünf Runden vor Schluss fünf Zähler vor dem Stadtrivalen Austria.

Rapid - Admira

"Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition. Das ist aber nur eine Momentaufnahme", betonte Rapid-Sportdirektor Andreas Müller. "Wir wollen den zweiten Platz unbedingt bis Ende der Saison verteidigen." Gegen die Admira hat sich Rapid in dieser Saison bisher sehr schwergetan, auswärts setzte es zwei Niederlagen. Dazu sind auch die Niederösterreicher seit drei Ligaspielen ungeschlagen.

"Ich erwarte einen starken Gegner, aber auch eine starke Rapid-Mannschaft", erklärte Trainer Zoran Barisic. Guido Burgstaller fehlt gesperrt, dafür kehrt Stürmer Terrence Boyd zurück. Einzig blessierter Spieler ist Youngster Dominik Wydra. "Die Burschen machen es mir im Moment sehr, sehr schwer, was die Anfangsformation betrifft", sagte Barisic über sein Luxusproblem in der Offensive. "Es ist nicht leicht, den einen oder anderen nicht aufzustellen."

Admira gegen Sturm.
© APA/Erwin Scheriau Die Admira musste zuletzt eine Cup-Pleite hinnehmen.

In den drei bisherigen Saisonduellen hat Rapid jeweils zwei Tore kassiert. In den vergangenen fünf Partien oder 522 Ligaminuten hat Keeper Jan Novota aber nicht ein einziges Mal hinter sich greifen müssen. Hält er seinen Kasten gegen die Admira auch nur fünf Minuten sauber, wäre der Clubrekord für die längste Torsperre in der Bundesliga eingestellt. Den hält Legende Herbert Feurer mit 527 Minuten in der Saison 1982/83. "Es sind aber nicht nur wir, es ist die gesamte Mannschaft, die gut nach hinten arbeitet", lobte Abwehrchef Mario Sonnleitner.

Admira nicht ohne Hoffnung

Die Admira will mit bewährten Methoden dagegenhalten. "In gewissen Situationen sind sie verwundbar. Das ist so, wenn du immer hoch stehst und viel investierst", meinte Trainer Walter Knaller. "Sie versuchen immer dem Gegner ihr Spiel aufzuzwingen. Rapid ist sicher Favorit, wir haben aber trotz des dezimierten Kaders Hoffnung."

Den Südstädtern fehlen gleich sechs Spieler verletzt, Stürmer Issiaka Ouedraogo ist gesperrt. Dazu kommt die Mehrbelastung durch das Cup-Viertelfinale, in dem es diese Woche mit einem bitteren 0:1 gegen Sturm Graz eine Enttäuschung gesetzt hat. "Das ist abgehakt, körperlich hängt das Spiel aber noch ein bisschen in den Knochen. Die Müdigkeit ist da", sagte Knaller. Einen Punktgewinn bei Rapid würde er daher bereits als positives Ergebnis betrachten.

Salzburg - Sturm

Beim Heimspiel gegen Sturm Graz darf Meister Salzburg am Samstag (16.30 Uhr) die nächste Ehrenrunde drehen. Der Spannungsabfall ist auch an den jüngsten Ergebnissen abzulesen, zuletzt gab es gegen Grödig aber wieder einen Sieg. "Jetzt müssen wir den Motor wieder hochfahren und Vollgas geben", forderte Mittelfeldmann Christoph Leitgeb. Sturm kommt nach dem Cuperfolg jedenfalls mit breiter Brust.

Salzburg gegen Grödig.
© APA/Krugfoto Salzburg will nach dem Derby-Sieg nachlegen.

Nach in Rekordzeit fixiertem Titel kam für die "Bullen" nach 12 Ligasiegen en suite ein 0:3 bei der Austria, dem wiederum ein 0:0 gegen Innsbruck folgte. Für Leitgeb ist das "normal", für Schmidt "menschlich". Der Trainer freute sich jedenfalls über das 3:1 Grödig: "Das war ein besonderes Spiel, ein Derby, das haben wir souverän gewonnen. Das ist ein positives Signal, was in der Mannschaft drinsteckt."

Sturm-Coach Darko Milanic gab sich vor dem Duell mit dem Ligaprimus keinen Illusionen hin. "Für Salzburg geht es nicht mehr um so viel, dennoch sind sie natürlich klarer Favorit. Wir spielen gegen ein super Team mit super Einzelspielern, dort ist die Klasse, dort ist das Geld", meinte der Slowene. Er forderte vollen Einsatz: "Ich will ein Team sehen, dass mit Mut auf den Platz geht und zeigt, dass es eine Mannschaft ist und gegen einen starken Gegner eine gute Leistung abliefern kann. Wir müssen die ersten Minuten unbeschädigt überstehen und die Räume, die wir bekommen, nutzen."

Grödig - WAC

Auch wenn die jüngsten Ergebnisse nicht dafür sprechen - noch lebt Grödigs Chance auf einen Europacupplatz. Soll das gelingen, muss nach drei Niederlagen en suite (Torverhältnis 1:13) am Samstag (19.00 Uhr) beim WAC aber wieder ein Sieg her. Die Personaldecke ist dünner denn je, Trainer Adi Hütter gab sich dennoch optimistisch: "Fakt ist, dass wir noch eine theoretische Chance haben."

Hütter musste vor dem Gang ins Lavanttal freilich auch zugeben, dass "die Austria natürlich die Trümpfe klar in der Hand hat". Man müsse die Heimreise aus Kärnten zumindest mit einem Punkt im Gepäck antreten. "Aber eigentlich müssen wir fast gewinnen." Immerhin sind die Grödiger, die nur eine der jüngsten acht Partien gewinnen konnten, die zweitstärkste Auswärtsmannschaft.

Für den WAC geht es nicht mehr um viel.
© APA/EXPA/Johann Groder Für den WAC geht es um nicht mehr viel.

Trainer Dietmar Kühbauer erwartet in seiner 25. Partie als WAC-Coach allen Grödiger Personalnöten zum Trotz einen "guten, motivierten Gegner. Es wäre schlimm, zu sagen, dass wir da kampflos gewinnen." Angesichts acht Punkten Rückstands auf Platz drei sind die Chancen auf einen Europacupplatz wohl nur noch theoretischer Natur, Kühbauers Ziel ist es nun, "einfach zu punkten". Die Motivation sollte groß genug sein. Mit Austria (auswärts), Sturm Graz (heim), Admira Wacker (a) und Salzburg (h) wartet noch ein attraktives Restprogramm. Dann sollen auch Spieler mehr Einsatzzeit erhalten, die bisher nur wenig zum Zug gekommen sind.

Ried - Wacker Innsbruck

Das Auswärtsduell in Ried ist für Innsbruck am Samstag (19.00 Uhr) das Spiel der allerletzten Chance. Schafft das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga keinen Sieg, droht schon am Sonntag der Abstieg zur bitteren Gewissheit zu werden. Ried freilich kennt kein Erbarmen. "Das Ziel muss auf alle Fälle der Sieg sein", gab Trainer Michael Angerschmid die klare Marschroute vor.

"Gegen Innsbruck erwartet jeder von uns einen Sieg. Es muss zuhause auch ganz klar unser Ziel sein, dass wir den Letztplatzierten schlagen", meinte Angerschmid, dessen Team immerhin noch leise Hoffnungen auf einen Europacupplatz hegen darf. Sechs Punkte fehlen derzeit auf die drittplatzierte Austria, allerdings ist man auch im Cup noch vertreten. Dort trifft man im Viertelfinale nur drei Tage nach dem Duell mit Innsbruck auf Erste-Liga-Vertreter St. Pölten.

Streiter: Im Prinzip ist alles erledigt

Bei Innsbruck-Coach Michael Streiter hält sich der Optimismus verständlicherweise in Grenzen. "Im Prinzip ist alles erledigt", meinte der Tiroler, der aufstellungstechnisch auch "nicht groß rotieren" will. Die Ziele werden nun allgemein formuliert. "Fußball ist ein Leistungssport, da muss man auch seine Leistung abrufen. Bisher fehlte uns die Kaltschnäuzigkeit. Wir wollen in Ried endlich wieder Tore schießen", betonte Streiter, dessen Elf in den jüngsten drei Partien ohne Treffer blieb.

Wacker vor dem Abstieg.
© APA/EXPA/Johann Groder Für Wacker gehen die Bundesliga-Lichter wohl aus.

"Die Spiele werden natürlich nicht leichter, weil ein Erfolgserlebnis fehlt und dadurch die Verunsicherung und Verkrampfung immer mehr wird", sagte Streiter angesichts der schier aussichtslosen Lage und 13 Partien in Folge ohne Sieg. Mittelfeldmann Alexander Hauser appellierte an die Berufsehre seiner Kollegen: "Jeder einzelne ist aufgerufen, für die nächste Saison auf sich aufmerksam zu machen." Obwohl es eigentlich um nichts mehr geht, könne man nicht völlig unbelastet in die Partien gehen. "Der Druck ist da, weil in den letzten Wochen zu viel Negatives passiert ist."

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