Bundesliga 27. Runde von

Salzburg schießt sich gegen den
WAC für Basel-Rückspiel warm

Die Bullen lassen den Kärntnern keine Chance und gewinnen hochverdient mit 5:0

Salzburg schießt den WAC ab. © Bild: GEPA pictures/ Florian Ertl

Salzburg darf den Meistersekt bereits kaltstellen. Am Sonntag feierte der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga zum Abschluss der 27. Runde auch in stark veränderter Formation und ohne besonderen Glanz einen 5:0 (1:0)-Heimerfolg über den Wolfsberger AC und ist damit nur noch rein rechnerisch von der Spitze zu verdrängen.

Die Tore für Salzburg erzielten vier Tage vor dem EL-Rückspiel gegen Basel Jonatan Soriano (33., 76.), Valentino Lazaro (64.), Valon Berisha (81.) und Florian Klein (84.), es war der elfte Ligasieg in Folge. Zuhause ist man bereits 30 Partien lang ungeschlagen. Neun Runden vor dem Ende liegen die Salzburger, die gegen den WAC nach einer Roten Karte für Silvio ab der 58. Minute in Überzahl agierten, 27 Punkte vor Grödig.

Rein rechnerisch darf der Aufsteiger also weiter hoffen, die Aufgabe ist angesichts des eklatant schlechteren Torverhältnisses (Grödig 51:49 - Salzburg 93:23) aber fast unmöglich. Der weiter auf Platz sechs rangierende WAC erlitt die zweite Niederlage en suite und musste einen weiteren Rückschlag im Kampf um einen Europacup-Startplatz hinnehmen.

Sieben "Neue" in der Startelf

Im Hinblick auf das Europa-League-Rückspiel gegen Basel am Donnerstag rotierte Roger Schmidt fleißig, änderte sein Team im Vergleich zum 0:0 in Basel auf sieben Positionen - nur Hinteregger, Svento, Ilsanker und Soriano verblieben von der Basler Startelf. Berisha stürmte hinter Soriano, das Mittelfeld bildeten Lazaro, Ilsanker, Hierländer und Meilinger. Und insgesamt standen sieben Österreicher in der Startformation der "Bullen".

Valentino Lazaro traf.
© APA/Krugfoto Supertalent Valentino Lazaro machte seinen zweiten Saisontreffer.

Auch wenn der WAC die von Trainer Dietmar Kühbauer lange Zeit geforderte Kompaktheit auf den Platz brachte, dominierten die Gastgeber selbst in veränderter Zusammensetzung von Beginn an. Den ersten Schuss nach Konter gab zwar der WAC durch Kerhe ab (5.), dann waren aber die "Bullen" am Zug. In der 19. Minute versagte Schiedsrichter Lechner den Hausherren nach einer Attacke Sollbauer an Meilinger noch einen Elfmeter, kurz darauf schlug Svento aus 15 Metern alleinstehend ein Luftloch (24.). Nach gut einer halben Stunde war es aber soweit: Dobnik faustete einen Meilinger-Freistoß auf den Rücken Sollbauers, Soriano versenkte den Abpraller aus wenigen Metern problemlos im Tor.

Dummer Ausschluss

Die zweite Hälfte begann mit einem gefährlichen Eckball der Gäste (52.), kurz darauf verpasste aber ein abgefälschter Drehschuss Hintereggers den Kasten des WAC nur knapp (55.). Die Vorentscheidung brachte wenig später die Rote Karte für WAC-Stürmer Silvio, der Hinteregger ohne jegliche Chance auf den Ball von hinten attackierte (58.). In Überzahl ließ sich Salzburg nicht mehr gefährden, Lazaro machte nach Stanglpass Meilingers mit seinem zweiten Bundesligatreffer (64.) den Sack zu.

Silvios dumme Attacke.
© APA/Krugfoto Silvios dumme Attacke an Hinteregger.

Dennoch legten die Gastgeber auch in der Schlussphase Spielfreude und Siegermentalität an den Tag und sorgten so für eine echte Gala. Soriano (76.), Berisha (81.) und Klein (84.) scorten noch gegen einen auseinanderbrechenden WAC. Soriano baute seine Führung in der Torschützenliste mit nunmehr insgesamt 25 Treffern aus, sein derzeit verletzter Verfolger und Teamkollege Alan hält bei 21 Toren.

Reaktionen

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer) : "Wir haben gezeigt, dass wir das Spiel sehr ernst nehmen. Wir sind weiterhin in einer sehr guten Verfassung. Wir wollen beste Unterhaltung präsentieren, immer auf der Jagd nach Toren sein. Wir mussten aber geduldig sein. Denn Wolfsberg hat sehr kompakt agiert. Jetzt freuen wir uns riesig auf die Partie gegen Basel. Das kann eine großartige Woche für uns werden."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer) : "Die Rote Karte war der Knackpunkt schlechthin, da haben wir uns selbst geschwächt. Das war aber ein sehr harter Ausschluss. Wir wären im Spiel geblieben, wir haben gewusst, dass es schon mit elf Leuten schwer ist. Salzburg hat aus fast jeder Möglichkeit ein Tor gemacht. Man muss gegen Salzburg mehr am Körper spielen."

Auch Basel siegt 5:0

Auch der FC Basel hat vor dem Rückspiel am Donnerstag in der heimischen Meisterschaft einen Kantersieg gefeiert. Der Schweizer Meister setzte sich am Sonntag zu Hause gegen Aarau mit 5:0 durch und tat es damit den Salzburgern gleich.

Der beim 0:0 im Hinspiel gegen die Salzburger verletzungsbedingt noch fehlende Kapitän Marco Streller spielte dabei durch. Ein Tor erzielte der Stürmer aber keines. Nach Treffern von Marek Suchy (8.), Valentin Stocker (11.) und einem Eigentor von Nauris Bulvitis (14.) lag Basel nach einer Viertelstunde bereits 3:0 voran, im Finish erhöhten Philipp Degen (84.) und der erst 17-jährige Breel-Donald Embolo (89.) das Torkonto der Hausherren weiter.

Basel liegt nach 25 Runden der Super League weiter mit fünf Zählern Vorsprung auf die ebenfalls siegreichen Grasshoppers Zürich an der Spitze.

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