19. Bundesliga-Runde von

Vierter Rapid-Sieg in Serie

2:1-Heimerfolg gegen Wacker Innsbruck. Hütteldorfer schießen alle Tore.

Terrence Boyd und Christopher Wernitznig im Spiel Rapid gegen Innsbruck © Bild: GEPA pictures/Brem

Der SK Rapid hat seinen Erfolgslauf am Sonntag fortgesetzt. Die Wiener landeten zum Abschluss der 19. Runde der Fußball-Bundesliga mit einem 2:1 (1:1) zu Hause gegen Tabellenschlusslicht Wacker Innsbruck den vierten Sieg in Serie und zogen nach Punkten mit Meister Salzburg gleich. Je sieben Zähler fehlen dem Verfolgerduo auf Tabellenführer Austria. Die Treffer vor 9.800 Zuschauern schoss allesamt Rapid - durch Deni Alar (44.) und Terrence Boyd (51.) sowie ein Eigentor von Mario Sonnleitner (43.).

Rapid-Trainer Peter Schöttel veränderte seine Startformation gegenüber dem 1:0 am Donnerstag in der Europa League gegen Metalist Charkiw nur an drei Positionen. Markus Katzer, Muhammed Ildiz und Boyd rückten in die Mannschaft. Bei Wacker ersetzte erneut Julius Perstaller Stürmer Roman Wallner, der das letzte seiner drei Spiele Sperre absaß. Die Tiroler versuchten ihr Glück in mäßig gefährlichen Kontern, Rapid diktierte das Spielgeschehen.

Ein frühes Tor von Boyd wurde wegen Stürmerfouls nicht anerkannt (6.), Wacker machte sich nur durch Freistöße von Regisseur Carlos Merino bemerkbar (5., 15.). Eine starke Rapid-Phase Mitte der ersten Hälfte wurde nicht belohnt. Alar traf aus 30 Metern mit seinem starken linken Fuß die Latte (16.), eine starke Hereingabe des 22-Jährigen brachte Solospitze Boyd nicht im Tor unter (19.).

Eigentor von Königshofer und Sonnleitner
Die Strafe folgte kurz vor der Pause nach einem Eckball von Alexander Hauser, den Innenverteidiger Sonnleitner und Keeper Lukas Königshofer nach einem Kommunikationsfehler auf kuriose Weise gemeinsam ins eigene Tor bugsierten. Praktisch im Gegenzug gelang Alar nach Doppelpass mit Guido Burgstaller der Ausgleich. Das Duo überzeugte in Abwesenheit des weiterhin wegen Oberschenkelproblemen pausierenden Rapid-Kapitäns Steffen Hofmann - im Gegensatz zur nicht immer sattelfesten grün-weißen Defensive.

Boyd legte nach der Pause nach. Der US-Amerikaner erzielte nach sehenswertem Schupfer von Michael Schimpelsberger per Volley wie Alar sein neuntes Ligator. Rapid ließ bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt noch einige gute Gelegenheiten ungenutzt, erst im Finish verflachte die Partie. Innsbruck fehlten die spielerischen Mittel, um den Rekordmeister ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Schöttel hält nun bei 100 Ligapunkten als Rapid-Coach, geholt in 55 Spielen. National haben die Hütteldorfer seit einem Monat (0:2 zu Hause gegen Aufsteiger WAC) keinen Zähler mehr abgegeben. Wacker dagegen ist nach einem starken Start unter Neo-Trainer Roland Kirchler bereits fünf Runden sieglos, hat darin nur ein Remis beim WAC (2:2) erreicht. Mit dem Vorletzten Wr. Neustadt sind die Tiroler dennoch weiterhin punktegleich.

Reaktionen
Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Wenn man sich die Tabelle anschaut, war das wichtig. So wie das Spiel gelaufen ist, war es schwer. Das Eigentor war bitter, zum Glück haben wir das aber noch vor der Pause korrigiert. Wir haben Möglichkeiten auf das dritte Tor ausgelassen, daher war es bis zum Schluss spannend. Ich glaube, es war ein durchaus verdienter Sieg, der sogar höher hätte ausfallen müssen."

Roland Kirchler (Wacker-Trainer): "Wir spielen immer brav mit, aber eben nur brav. Wir bestrafen uns selbst. Es passiert im Strafraum zu wenig, da muss man ehrlich sein. Wir haben nicht die Stürmer zur Verfügung wie andere Mannschaften, die Druck aufbauen können. Wir sind realistisch. Mit dem Material, das wir zur Verfügung haben, müssen wir arbeiten. Natürlich ist es auch eine Frage der Qualität, die fehlt uns."

SK Rapid Wien - FC Wacker Innsbruck Endstand 2:1 (1:1)
Hanappi-Stadion, 9.800, SR Eisner

Torfolge:
0:1 (43.) Sonnleitner (Eigentor)
1:1 (44.) Alar
2:1 (51.) Boyd

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Katzer (46. Schrammel) - Ildiz (78. Heikkinen), Pichler - Trimmel (46. Drazan), Alar, Burgstaller - Boyd
Wacker: Safar - Bergmann, Dakovic, Svejnoha, Schilling (72. A. Fröschl) - Abraham, Merino (84. Schütz) - Wernitznig, Schreter (57. Wörgetter), Hauser - Perstaller
Gelbe Karten: Schimpelsberger bzw. Svejnoha, Perstaller
Die Besten: Alar, Burgstaller bzw. Merino

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