Bundesliga von

Meister ohne Gegner

Nach Bundesliga-Skandal: Austria gastiert bei Not-Elf Grödig, WAC bei der Admira.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: FK AUSTRIA WIEN UND SV SCHOLZ GRÖDIG © Bild: APA/Oczeret

Der mutmaßliche Fußball-Manipulationsskandal hat Bundesliga-Aufsteiger SV Grödig weiterhin fest im Griff. Eine Woche nach der Vertragsauflösung mit Dominique Taboga trennten sich die Salzburger am Freitag mit Thomas Zündel von einem weiteren Stammspieler. Trainer Adi Hütter gehen vor dem heutigen Heimspiel (16.30 Uhr) gegen Meister Austria Wien langsam die Spieler aus.

"Wir haben keine Leute mehr", gestand Hütter. Taboga und Zündel sind keine Vereinsangehörigen mehr, dazu fällt Kapitän Ione Cabrera wegen eines Ermüdungsbruches im Sprunggelenk bis Jahresende aus. "Ich muss eine komplett neue Abwehr aufbieten, das ist keine einfache Situation", betonte Hütter. Schon gar nicht gegen den Titelverteidiger, der sich mit zuletzt drei Ligasiegen in Folge im Aufwind befindet.

Zu den möglichen Verwicklungen seiner Ex-Spieler in Wettmanipulationen wollte sich Hütter nicht äußern. Sein Team hatte nach dem Ausbruch der "Affäre Taboga" vergangene Woche auch in Wr. Neustadt (2:0) reüssiert. "Auf einmal kommt der nächste Schlag daher. Aber wir werden eine Mannschaft auf die Beine stellen, die versucht, die Austria zu fordern", versprach der Grödig-Coach.

WAC zu Gast bei der Admira

Dietmar Kühbauer kehrt heute erstmals als WAC-Trainer an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Der Ex-Internationale gastiert mit seinem neuen Team bei Schlusslicht Admira in der Südstadt. Kühbauer hatte die Niederösterreicher in etwas mehr als drei Jahren zurück in die Fußball-Bundesliga, in den Europacup und in der vergangenen Saison zum Klassenerhalt geführt.

Die Emotionen will Kühbauer, der sich im Sommer nach Differenzen mit der Clubführung von der Admira verabschiedet hat, dennoch für 90 Minuten beiseitelassen. "Es ist schön, zurückzukommen. Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, als Trainer zu starten", erinnerte der 42-Jährige. "Ich hatte eine schöne Zeit, aber ich komme nicht mit Tränen in den Augen zurück. Das muss ich ausblenden."

Sturm will Boden gutmachen

Im Heimspiel gegen Wr. Neustadt (heute 19.00 Uhr) will Sturm Graz weiter Boden in der Fußball-Bundesliga gutmachen und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte wiederherstellen. Die Niederösterreicher, die bereits sieben Runden bzw. seit 21. September sieglos sind, stellen für Sturm-Coach Darko Milanic aber nur vermeintlich den idealen Gegner dar, um dieses Ansinnen zu verwirklichen.

"Wr. Neustadt ist heiß, sieht Sturm als super Chance, aus der Krise herauszukommen", meinte der Slowene, dessen Truppe im ersten von zwei Nachtragsspielen am Mittwoch Ried mit 2:0 nach Hause schickte. Für den Tabellensechsten war es das erste Bewerbsspiel nach 25 Tagen und zugleich der Auftakt zu einem recht dicht gedrängten Programm zum Jahresende mit sieben Partien in 22 Tagen. Der Rückstand auf Platz fünf beträgt derzeit sechs Zähler.

Kommentare