Bundesliga 16. Runde von

Salzburg feiert knappen
Sieg bei Sturm Graz

Tabellenführer lässt viele Chancen aus, setzt sich aber trotzdem mit 2:1 durch

Sturm gegen Salzburg. © Bild: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Meister Salzburg hat am Sonntag nach dem 1:4-Ausrutscher gegen Aufsteiger Altach in der Fußball-Bundesliga wieder auf die Siegerstraße gefunden. Bei Sturm Graz feierten die "Bullen" in einer attraktiven Partie einen durchaus verdienten 2:1-(1:0)-Erfolg, beendeten die kleine Erfolgsserie der Steirer und bauten den Vorsprung auf Platz zwei erstmals in der laufenden Saison auf sechs Punkte aus.

Massimo Bruno (8.) und Jonatan Soriano (52.) mit seinem 17. Saisontor schossen die über weite Phasen spielbestimmende Elf von Adi Hütter zum Erfolg, der Anschlusstreffer durch "Blackys"-Goalgetter Marco Djuricin (80.) kam zu spät. Während Salzburg eine gelungene Generalprobe für das Europa-League-Spiel bei Celtic Glasgow (Donnerstag) ablieferte, verpassten es die Grazer, erstmals in dieser Saison auf Rang drei vorzustoßen. Nach zwei Zu-Null-Erfolgen en suite ging man wieder einmal als Verlierer vom Platz.

Frühe Führung für die Gäste

Salzburg, für das Kampl und Hinteregger wieder im Einsatz waren, hatte die 1:4-Niederlage in Altach anscheinend abgeschüttelt, dominierte die Anfangsphase fast nach Belieben. Sturm agierte zu zögerlich, vermochte den Spielfluss der Gäste nicht zu durchbrechen. Schon in der achten Minute eröffnete Bruno den Trefferreigen, nachdem er Spendlhofer an der Strafraumgrenze ausgetanzt hatte. Zehn Minuten später verhinderten nur Gratzeis Fuß und die Stange das 2:0 durch Sabitzer, der den Vorzug vor dem wiedergenesenen Alan erhalten hatte.

Überraschend prüfte kurz darauf Stankovic beim ersten zu Ende gespielten Sturm-Angriff Gulacsi (22.), der Ungar war wenige Augenblicke später neuerlich gegen Stankovic und anschließend auch beim zu zentralen Köpfler Piesingers auf dem Posten (23.). Sturm war für einige Minuten besser im Spiel, machte daraus aber nichts Zählbares. Im Finish waren es wieder Sabitzer (35.) und Bruno (35.), die zwei gefährliche Schüsse auf das Grazer Tor abgaben.

Druckphase belohnt

Die "Bullen" starteten nach dem Seitenwechsel mit einem Ramalho-Schuss aus Kurzdistanz, den der herausspringende Gratzei blockte (46.) und leiteten damit eine neuerliche Druckphase ein. Es dauerte nicht lange, bis Soriano auf 2:0 erhöhte: Sabitzers Kopfball ging noch an die Stange, den zurückspringenden Ball drückte der Spanier via dem auf der Linie postierten Spendlhofer über die Linie (52.).

Soriano trifft.
© GEPA pictures/ Hans Oberlaender Kapitän Soriano macht das 2:0.

Sturm vernahm den Weckruf und konnte sich in der Folge wieder mehr Spielanteile erobern. Fernschüsse von Stankovic (57.) und Gruber (68.) wurden Beute von Gulacsi, großes Glück hatten die Salzburger beim Fehlversuch Schicks aus wenigen Metern über das Tor (68.). Die Vorentscheidung hatte dann aber Soriano am Fuß, seinen Heber über Gratzei vollierte Spendlhofer aber nur Zentimeter vor der Linie zurück ins Spielfeld (71.).

Sturm machte die Partie mit dem Anschlusstreffer - Djuricin köpfelte nach Offenbachers Eckball ein - zehn Minuten vor dem Ende noch einmal spannend. In einer hektischen Schlussphase geriet Salzburg zwar richtig unter Druck, die beste Ausgleichschance vergab der eingewechselte Gruber aber aus wenigen Metern (86.).

Reaktionen

Franco Foda (Sturm-Trainer) : "Mich ärgern nur die ersten 15 Minuten. Da haben wir Salzburg kombinieren lassen, haben keine Zweikämpfe gesucht. Das 0:1 war eine Folge dessen. Dann haben wir uns gefangen, hatten zwei, drei Riesenmöglichkeiten. Letztlich hätten wir auch ein Remis verdient gehabt. Die Mannschaft hat bis zum Ende daran geglaubt, das Spiel zu drehen."

Adi Hütter (Salzburg-Trainer) : "Wir sind über 90 Minuten gesehen der verdiente Sieger. Wir haben in der ersten Hälfte auch etwas Glück gehabt. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, da hätte uns Sturm fast bestraft. Aber es hat mir schon Freude bereitet, wie wir gegen den Ball gearbeitet und teilweise auch kombiniert haben. Man muss auch Sturm ein Kompliment machen, weil sie gut gespielt haben. Die Revanche (für das 2:3 gegen Sturm in Salzburg am 30. August) tut gut, weil Sturm uns nach dem Malmö-Spiel im eigenen Stadion geschlagen hat."

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