10. Bundesliga-Runde von

Der Blick geht nach oben

Sturm Graz gegen Wacker Innsbruck für Roland Kirchler ein "Duell auf Augenhöhe"

Sturm gegen Innsbruck im Juli 2013 © Bild: GEPA pictures/Beganovic

Sturm Graz wähnt sich nach misslungenem Saisonstart in der Fußball-Bundesliga wieder im Hoch. Zwar ging der jüngste Liga-Auftritt gegen Meister Austria 1:2 verloren, die dabei gezeigte Leistung sowie die zuvor eingefahrenen Siege ließen das Selbstvertrauen der Steirer aber größer werden. Nach dem Aufstieg ins Cup-Achtelfinale wartet zum Abschluss der Woche am Samstag (19.00 Uhr, LIVE im NEWS.AT-Ticker) der Heimauftritt gegen Tabellennachbar Wacker Innsbruck.

Die Tiroler sind in dieser Saison auswärts noch ungeschlagen, warten aber bereits seit der 2. Runde auf den zweiten Dreier der neuen Spielzeit. Sechs Unentschieden stehen für die Innsbrucker bereits zu Buche. "Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe. Sollte es einen Sieger geben, kann sich dieser weiter nach oben orientieren. Das ist unser Ziel", umriss Wacker-Trainer Roland Kirchler die Ausgangslage für beide Teams.

Nach dem ersten Saisonviertel liegen Sturm und Wacker mit je neun Zählern auf den Rängen sieben und acht. Vor allem für die mit Europacup-Ambitionen ausgestatteten Grazer ist dies zu wenig. Trainer Darko Milanic lassen die jüngsten Auftritte diesbezüglich Mut schöpfen. "Wir hatten viele gute Spiele hintereinander, an die wollen wir anschließen. Da eine sehr gute Stimmung in Mannschaft ist, ist Qualität da", mutmaßte der Slowene.

Nach dem Cup-Spiel gegen Wiener Neustadt (3:0 n.V.) war bei den Grazern Regeneration angesagt. Die Tiroler waren einen Tag vor Sturm im Cup-Einsatz, schlitterten beim unterklassigen Titelverteidiger Pasching aber in eine Blamage (1:2). "Ob Innsbruck im Cup verloren hat, ist egal. Wir müssen auf uns schauen und dass die drei Punkte in Graz bleiben", wollte Andreas Hölzl, der Tiroler in den Reihen von Sturm, dem nicht viel beimessen.

Innsbruck in Graz ohne Chance
Seit dem 19. Juli 2006 (2:3) hat Sturm von neun Heimspielen gegen Wacker keines mehr verloren. Acht Mal siegten die Hausherren, nur ein einziges Mal - beim 1:1 im September 2011 - holten die Tiroler einen Punkt.

Fehlen wird aufseiten der Grazer der gesperrte Torhüter Christian Gratzei. Der Deutsche Benedikt Pliquett gibt an seiner Stelle sein Start-Elf-Debüt in der Bundesliga. Vor dem Spiel wird in der UPC-Arena der aus sportlichen Gründen aussortierte Imre Szabics verabschiedet. Der 32-Jährige soll für Sturm künftig im Scouting-Bereich arbeiten. Dabei stand der Angreifer noch vor kurzem im ungarischen Teamkader.

Die Gäste aus Innsbruck setzen ihre Hoffnungen auf den gebürtigen Grazer Roman Wallner, der in seiner Heimatstadt nur allzu gerne trifft. Roland Kirchler wollte in Graz von seinen Kickern auch eine Reaktion auf das Cup-Aus sehen. "Ich möchte von der Einstellung her eine andere Mannschaft auf dem Platz sehen", sagte der Wacker-Coach. Das zweite Saisonviertel sei immerhin richtungsweisend: "Danach wissen wir, wohin die Reise in diesem Jahr geht."

SK Sturm Graz - FC Wacker Innsbruck
(Graz, UPC-Arena, 19.00 Uhr, SR Dintar)

Sturm: Pliquett - Hölzl, Madl, Vujadinovic, Klem - Offenbacher, M. Weber - P. Wolf, Beichler, F. Kainz - Beric
Ersatz: Legat - Dudic, Hütter, Hadzic, Schloffer, Ranftl, T. Kainz, Kröpfl
Es fehlen: Gratzei (gesperrt), Djuricin (Knieverletzung), Todorovski (Wadenbeinbruch), Kaufmann (Kreuzbandriss), Ehrenreich (Fraktur Mittelfußknochen)
Wacker: Safar - Bergmann, Siller, Vucur, Hauser - Kofler, Abraham - Schütz, Hinterseer, Kuen - Wallner
Ersatz: Schober - Jaio, Löffler, Wernitznig, Piesinger, Milosevic, Jevtic, Vuleta
Es fehlen: Steinlechner (Mittelfußknochenbruch), Saurer (Patellasehnenprobleme)

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